Jens Spahn immer peinlicher: Tipps für Krebskranke

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Jens Spahn, seines Zeichens Bundesgesundheitsminister, hat kürzlich angekündigt, den Kampf gegen Krebs binnen 10 oder 20 Jahren gewonnen haben zu wollen. Nun setzte der dem Ganzen nach Auffassung von Kritikern die peinliche Krone auf. In einem Tweet erteilte er Krebskranken oder Menschen, die eine solche Erkrankung vermeiden wollen, Ratschläge. Ratschläge, die vergleichsweise primitiv sind, so die Kritik.

Mehr bewegen

Jeder könne, so Jens Spahn, „seinen persönlichen Kampf gegen Krebs heute beginnen. Wie? So: Nicht (mehr) rauchen, sich mehr bewegen, gesund ernähren und die Haut vor UV-Strahlung schützen“. Mit Sonnencreme, wie er noch betont.

Erstaunlich primitive Vorschläge, so jedenfalls der Eindruck. Die Entstehung von Krebserkrankungen ist bezüglich der Vielfalt der Erscheinungsformen noch weitgehend unerforscht. Jens Spahn kommt mit Haushaltstipps daher, die tatsächlich identifizierte oder behauptete Risikofaktoren benennen. Nicht mehr und nicht weniger. Nur: Er ist Gesundheitsminister und soll eine Behörde leiten, die sich unter anderem mit der Finanzierung der Erforschung eben dieser Erkrankungen beschäftigt.

Das muss ihm bewusst geworden sein. Er meldete sich wieder zu Wort. Ein Missverständnis. Es „tut mir leid, wenn mein Tweet missverständlich war. Nichts liegt mir ferner als den Erkrankten eine Mitschuld zu geben oder Krebs zu verharmlosen. Im Gegenteil: Wir sollten durch mehr Prävention, frühere Früherkennung, bessere Therapien schweres Leid zu vermindern versuchen.“

Nur: Selbst damit, einer nach Meinung zahlreicher Kritiker geheuchelten Entschuldigung, liegt der Fachminister weit daneben. Schon jetzt streiten sich Forscher und Statistiker, Journalisten und Alternativmediziner leidenschaftlich und in diesem Sinne zu Recht darüber, ob nicht bestimmte Erkrankungen vollkommen falsch therapiert werden, ob die geforderte „Früherkennung“ nicht teils sogar Krebskranke produziert, ob es nicht alternative Heilmethoden etc. gibt. All dies zu beurteilen ist nicht Gegenstand dieses Beitrags. Nur: Ein Gesundheitsminister, der sich mit relativ platten Tweets zu einem der größten Gesundheitsprobleme der westlichen Zivilisation äußert, ist kaum noch ernst zu nehmen. Er sitzt allerdings auf den Geldtöpfen und an den Regelhebeln der Gesundheitsversorgung. (WG)

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2 Kommentare zu "Jens Spahn immer peinlicher: Tipps für Krebskranke"

  1. Es ist leider so: der Mensch lebt heute oft wider seiner Natur. Es gibt keine Wirkung ohne eine Ursache. Daher kommt es wohl auf einegesunder Ernährung und ausreichender Bewegung. Christus sagt: Ich bin das lebendige Brot das vom Himmel gekommen ist, wer mich isst, wird leben in Ewigkeit! Konzentrieren wir uns auf das Wort „Lebendig“ Dann sollte das, was wir essen noch „lebendig“ sein, wenn möglich, frisch geerntet und verzehrt. z. B. Obst, weniger Fleisch. Wenn ich das leckere Obst an ein Schwein verfüttere und anschließend das Schwein esse, dann bekomme ich doch mindere Qualität zurück, weil das schwein die wertvollen Inhalsstoffe des Obstes für sich verbraucht hat.
    Ebenso sollte bei der Tierhaltung darauf geachtet werden, dass die Tiere sich auch ausreichend entsprechend ihrer Art im Freien bewegen können! Gesunde Tiere ergeben gesundes Fleisch. Was das wohl für Tiere sind, die möglichst eng zusammengepfercht sind um schneller fett zu werden? Gesund sind die bestimmt nicht

  2. Spahn ist ein Windmacher. Den Kampf gegen den Krebs wird er ganz sicher nicht gewinnen. Er könnte aber endlich den Kampf gegen Merkel aufnehmen, das wäre ein Dienst für sein Land.

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