Jobcenter: Hartz-IV-Empfänger soll auf Campingplatz wohnen

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Dass Hartz-IV nicht genug zum Leben aber zu viel zum Sterben ist, ist bekannt. Nicht nur, dass Hartz-IV-Empfänger kaum von 424 Euro im Monat leben können – die ohnehin schwer gebeutelten Menschen werden von Jobcentern zudem drangsaliert und mit Sanktionen bedroht. Nach einem halben Jahr droht zudem der Rauswurf aus der Wohnung. Weil Wohnungen in Merkel-Deutschland kaum noch bezahlbar sind, dürfte es für Hartz-IV-Empfänger nahezu aussichtslos sein, überhaupt eine günstige Bleibe zu finden, nachdem das Jobcenter mit dem Rauswurf aus der „zu teuren und zu großen“ regulären Wohnung droht.

Ein Jobcenter hat jetzt einem Hartz-IV-Empfänger offenbar nahegelegt, sich auf einem Campingplatz zu melden, um eine Bleibe zu bekommen. Das ZDF-Magazin „Frontal 21“ berichtete, dass es in Westerburg in Rheinland-Pfalz kaum bezahlbare Wohnungen für Hartz-IV-Empfänger gibt. Die in dem Beitrag gezeigten Bilder des Campingplatzes zeigen diesen in einem üblen Zustand: Dort gibt es weder Heizung noch fließendes Wasser.

Damit Hartz-IV-Empfänger in Westerburg nicht auf der Straße landen, werden sie zu einem Campingplatz geschickt, um dort in einem Wohnwagen zu leben. Dort sollen bereits 30 Dauermieter leben, von denen etwa ein Drittel Hartz-IV-Empfänger sind. Viele von den Dauermietern sind Rentner, die neben ihrer geringen Rente auch noch die Grundsicherung beziehen müssen, um überleben zu können.

Die alten Menschen müssen sich jeden Tag, auch bei eisigen und nassen Wetter, Wasser in den Waschräumen holen, da es in den Wohnwägen kein fließendes Wasser gibt. Der in dem ZDF-Bericht betroffene Rentner erhält neben seiner Rente noch einen Grundsicherungszuschuss. Insgesamt hat er dann gerade einmal 632 Euro zum Leben. Das ist viel zu wenig, um sich eine Wohnung leisten zu können. Der 84-jährige lebt schon seit zwanzig Jahren in einem Wohnwagen. Dafür müsse er 250 Euro Miete im Monat zahlen. Stromkosten kommen noch obendrauf.

Im Merkel-Deutschland gibt es Schätzungen zufolge inzwischen 1,2 Millionen Wohnungslose – und es werden immer mehr. Die Dunkelziffer dürfte gerade da, wo Wohnraum am teuersten und am knappsten ist, wesentlich höher sein. Alt werden im Merkel-Deutschland ist inzwischen für viele zu Überlebenskampf geworden. Von Menschenwürde kann keine Rede mehr sein.

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15 Kommentare zu "Jobcenter: Hartz-IV-Empfänger soll auf Campingplatz wohnen"

  1. Ehemaliger Westerburger

    Wir sollten doch wissen das Rentner Gläubiger des Staates/der Regierung oder der Gemeinde sind. Das die Regierung und Gemeinden ihre Gläubiger schnell und billig los werden möchte, sollte uns auch nicht wundern.

    1989 hatte ich in Wiesbaden/Schierstein eine Arbeitsstelle, aber durch meinen geringen Lohn keine Wohnung in Wiesbaden. Also beschloss ich, mich nicht länger mit Wiesbaden rum zu ärgern und kaufte mir in Koblenz einen Wohnwagen. 1990 fand ich dann ein Ganzjahresplatz in Westerburg am Campingplatz Zum Katzenstein und ich nahm den Platz als Ersten Wohnsitz. Für um die 1000 DM im Jahr. Arbeit hatte ich in Westerburg/Sainscheid. Für mich als Junggeselle völlig ausreichend. Die Sache damals war bei mir natürlich ganz anders gelagert als heute bei Rentner mit einer mageren Rente. Damals wusste ich allerdings auch noch nicht das eine Mietsteigerung die Absicht war. Man konnte viel ahnen, das man aber so perfide mit seinen „Sozialschwachen“ umgeht, hätte ich nicht gedacht. Und vieles was seit Gründung der BRD passierte und geplant war, hätte man sich nicht träumen lassen.

    Natürlich müsste der Staat und jede Gemeinde, oder Stadt, die Bedürftigen auffangen.

    Würde ich heute nochmal vor die Wahl gestellt, würde ich mir ein Wohnwagen mit Solarzelle für Strom, und Sonnenkollektoren als Heizung holen. Dann müsste ich nur Platzmiete zahlen und ab und zu Gas zum Kochen kaufen.

    Für mich gilt wegen dem was dem Wohnungsproblem von 1989 in Wiesbaden, ohnehin das Motto: Die beste Demo gegen Kernkraft ist, wenn man sich den Strom mit Solar oder/und Wind oder Bachlauf, wenn möglich selbst macht. Der beste Widerstand gegen eine Diktatur ist es, wenn man sich so viel wie möglich das nötige zum Leben selbst macht.

    Damals 1989, hatten Politiker im Radio noch gesagt das Deutschland kein Wohnungsproblem hat. Und das stimmt ja auch. Deutschland hat ein Einnahmeproblem. Denn je höher Miete und Grundstückpreise sind, desto mehr kann der Staat, die Stadt oder die Gemeinde mittels Steuer davon Profitieren. Aber so ehrlich wird uns das kein Politiker das ins Gesicht sagen.

    Wir sind verarscht worden und das weiß ich mindestens seit meinem 33 Lebensjahr also seit 1994.

    Wo wir auch immer die Infrastruktur gebrauchen müssen, oder glauben sie gebrauchen zu müssen, ob für eine Demo oder den Weg zur Arbeit, sind wir in Ohnmacht der Macht der Politiker und ihrer Drahtzieher ausgeliefert. Die Infrastruktur der Macht, die heute mittels Handy durch die Überwachung von dem selben, bis ins Private hinein reicht, ist die Macht die alles durchdringt.

    Jetzt ist die Frage wer kämpft mit für eine Gerechte Welt. Selbst wenn ich es alleine könnte, ich dürfte es nicht, denn einer allein ist ein Diktator. Nehmen wir 1989 als Beispiel von Demokratie, wo mit den Füßen die Mehrheit für eine Wiedervereinigung abgestimmt haben, dann haben viele entschieden und nicht einer.

    Nicht die Regierung muss das Volk regieren, sondern das Volk die Regierung regieren.

    Wenn die Demokratie führt, brauchen wir keine Führer.

    Der bisher einzige Moment in der Geschichte von Deutschland, wo Demokratie herrschte, war 1989, wo mit den Füßen abgestimmt wurde.

    Wer kämpft mit für eine Gerechte Welt?

    • Auch beim Strom, der in Deutschland am teuersten im Europavergleich ist, ist es keine Zufall. Genau wie vor Jahren das bei über 60% Steueranteil am Sprit, es wohl auch kein Zufall ist, dass das Kartellamt nichts finden konnte.

      Es gibt noch einiges mehr auf der Liste, wo viele von Regierung und Konzerne betrogen und belogen wurden. Wenn das mal alles zusammen bricht, Gnade uns Gott.

      • Im Nachbarland Polen wird der Arbeitslose nur dann mit der KFZ-Steuer belassted wenn er tankt. Das gilt auch für Frauen.

  2. …und für unsere „Goldstücke“ nur das Beste.

    Allerdings ist die Nutzungsdauer der Neubauwohnungen mit allem Schnickschnack bei dieser Personengruppe deutlich geringer.

    Trotzdem: Lasst Euch nicht spalten durch Neid!

    • Hier wird er besteuert wenn er tankt und noch zusätzlich nach Hubraum besteuert. Ihr wisst aber auch das manchmal nur wegen dem Arbeitgeber ein Fahrzeug angeschafft werden muss und das wird nie voll und ganz honoriert.

      • Unser Leben vergeudet mit bezahlen für ein Fahrzeug(Versicherung, Werkstatt u.s.w.), das nur wegen dem Arbeitgeber und der Arbeit.

  3. Hier ist ein Beitrag vom SpiegelTV, diese ländlichen Gegenden stehen leer.
    Die Bundesregierung sollte umgehed Hartz IV reformieren.

    Name: Entvölkerte Landstriche und randvolle Städte: Wohnen im Jahr 2014

    https://www.youtube.com/watch?v=6Sx0riEOfd4

    • Wenn die ganze Erde eine Stadt wäre, dann wäre die Erde eine Wüste.

      If the whole earth were a city, then the earth would be a desert.

      Warum so töricht sein und in einer Stadt zu wohnen, wenn Mitteleuropa doch ein Land des Krieges ist und es nur eine Frage der Zeit ist bis in Mitteleuropa wieder Städte zerstört werden. In einer Stadt zu wohnen heißt den Krieg herauf zu beschwören.

      Wo wir auch immer die Infrastruktur gebrauchen müssen, oder glauben sie gebrauchen zu müssen, ob für eine Demo oder den Weg zur Arbeit, sind wir in Ohnmacht der Macht der Politiker und ihrer Drahtzieher ausgeliefert. Die Infrastruktur der Macht, die heute mittels Handy durch die Überwachung von dem selben, bis ins Private hinein reicht, ist die Macht die alles durchdringt.

      _

      • Wohl jede Stadt ist aus einem Handelsplatz endstanden. Entweder am Wasser eines Flusses, oder einer Wegkreuzung. Dort zu wohnen und zu leben eigentlich keine Gute Idee.

    • Wenn das alles mal zusammen bricht, wird Deutschland fast Menschenleer sein.

  4. Franz Josef Kostinek | 23. März 2019 um 16:11 | Antworten

    Deshalb bei der nächsten Wahl: Weg mit den Altparteien !

    • Nach jeder Landtagswahl oder Bundestagswahl gewinnt immer die Partei der Konzern-Lobbyisten.

      Horst Seehofer sagt die Wahrheit

      https://www.youtube.com/watch?v=zfJIUqhcc1M

      Viel zu spät haben wir die gewollte Wohnungsnot erkannt und viel zu spät erkennen wir was wirklich uns regiert.

      Eine neue Partei ist nur eine neue Partei. Im schlimmsten Fall eine wie die NSDAP.

  5. Viel zu spät haben wir die gewollte Wohnungsnot erkannt.

  6. Die einzige Weg für Merkel um ihre „Gäste“ ein freies Unterkunft garantieren zu können. Mit alles drauf und dran!

  7. Stürzt die ganze Regierung über diese Enthüllung? Ja – aber nur wenn wir es wollen!

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