John Bolton – Der Falke ist geflogen

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US-Präsident Trump hat sich von seinem Sicherheitsberater John Bolton getrennt. Trump schrieb auf Twitter, er habe Bolton darüber informiert, dass seine Dienste im Weißen Haus nicht mehr länger benötigt werden. Er sei mit vielen seiner Empfehlungen nicht einverstanden gewesen und habe ihn deshalb um seinen Rücktritt gebeten. Kommende Woche will Trump einen neuen Sicherheitsbeauftragten vorschlagen.

Angesichts der zahlreichen Meinungsunterschiede, vor allem im Hinblick auf die Iran-Politik, war es nur eine Frage der Zeit, bis Bolton gehen musste. Trump selbst bezeichnete Bolton und Außenminister Pompeo als „Falken“. Wir erinnern uns an die brisante Situation im Persischen Golf, als Trump einen Angriff auf den Iran in letzter Minute untersagte. Bolton und Pompeo waren maßgeblich die beiden Minister, die auf einen Konflikt mit dem Iran drängten, während Trump lieber verhandeln wollte, so wie mit Nordkorea geschehen.

Nach seiner Ernennung zum Sicherheitsberater tat Bolton alles, um seinem Ruf als Kriegsfalke gerecht zu werden. Er plädierte für Anwendung militärischer Gewalt und Regimewechsel in Syrien, Venezuela, Nordkorea und im Iran. Bolton unterstützte maßgeblich den Rückzug der USA aus dem Atomabkommen mit Teheran. Zwischen Trump und Bolton soll es auch Meinungsdifferenzen im Bezug auf Afghanistan gegeben haben. Bolton soll laut US-Medien ein von Trump geplantes Geheimtreffen mit Taliban-Vertreter in Camp David, dem Landsitz des Präsidenten, sabotiert haben. Trump hatte das Treffen daher kurzfristig am Samstagabend abgesagt.

Bislang zeigte sich, dass Trump seinen „Gegnern“ gerne mit der Schlagkraft der größten Streitkraft der Welt oder mit Atomwaffen droht. Es zeigte sich ebenfalls, dass dies wohl nur Mittel sind, um störrische Gegner zu Gesprächen zu bewegen und in Verhandlungen zu kommen. Die Differenzen zwischen Trump und Bolton begannen mit dem Treffen von Trump und Kim Jong-un, was Bolton nicht gefiel und eskalierten nun über geplante Friedensgespräche mit den Taliban aus Afghanistan. Die „New York Times“ schrieb, dass Bolton versucht haben soll, Trump von einem Friedensabkommen mit den Taliban abzubringen.

Bolton und Pompeo sollen auch für amerikanische Vorgehen gegen die Maduro-Regierung in Venezuela verantwortlich gewesen sein. Alle geplanten Putsch-Aktionen sind jedoch gescheitert. Mitarbeiter des Weißen Hauses sollen berichtet haben, dass Trump sehr verärgert über das Vorgehen gegen Venezuela gewesen sein soll.

Trump wird bei der Wahl des neuen Sicherheitsberaters sicherlich nun mit mehr Bedacht vorgehen, als bei Bolton. Wir dürfen gespannt sein, wie sich die Außenpolitik Trumps im Hinblick auf Russland, Venezuela, Nordkorea, Syrien, Afghanistan und dem Iran verändern wird, wenn ein neuer Sicherheitsberater im Weißen Haus ist. Trump braucht jetzt dringend Erfolge und keinen Krieg, denn der Wahlkampf hat bereits begonnen. Wir werden die US-Außenpolitik begleiten…

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