Johnson will Einwanderungsrecht verschärfen

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Seit dem 1. Februar unabhängig von der Europäischen Union, macht Großbritannien wieder seine eigene Politik und seine eigenen Gesetze. Johnson will nicht nur die Zwangsgebühren für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Großbritannien abschaffen, sondern auch das britische Einwanderungsgesetz verschärfen. Der britische Premier will weniger billige und unqualifizierte Arbeitskräfte ins Land lassen und dafür Hochqualifizierten die Einwanderung erleichtern. Damit sollen gezielt Fachkräfte nach Großbritannien gelockt werden.

Punktesystem für Einwanderer

Johnson schwebt dabei ein Punktesystem vor, das Fähigkeiten, Qualifikation, Gehälter und Berufe potenzieller Migranten prüft. Entsprechende Vorschläge sollen in den nächsten Tagen vorgestellt werden. Johnson will damit die sogenannte „Nettozuwanderung“ von mehr als 200.000 Menschen ins Vereinigte Königreich einschränken: „Wir beenden die Freizügigkeit, holen uns die Kontrolle über unsere Grenzen zurück und kümmern uns um die Prioritäten der Menschen“, sagte Johsons Innenministerin Patel. Das neue Gesetz sei ein „historischer Moment“ in der Geschichte Großbritanniens, so Patel.

Um eine Chance auf Beschäftigung zu erhalten, sollen Interessierte ab 2021 ein Jobangebot mit einem Jahresgehalt von mindestens 30.000 Euro vorweisen müssen. Die Schwelle läge damit niedriger als das Gehalt von 30.000 Pfund (knapp 36.000 Euro), das bisher für Migranten aus Nicht-EU-Ländern festgesetzt wurde. Potenziellen Einwanderern soll aber die Tür auch offenstehen, wenn sie andere Qualifikationen haben. Als qualifiziert gelten Migranten mit einem Universitätsabschluss, künftig soll aber auch das Pendant zum britischen „A-Level“ reichen, der mit dem deutschen Abitur vergleichbar ist.

Bis 31. Dezember 2020 ändert sich nichts an der Personenfreizügigkeit von EU-Bürgern in Großbritannien. Bis zu dem Termin ist EU-Bürgern ein ungehinderter Aufenthalt und eine Beschäftigung in Großbritannien erlaubt. Die über drei Millionen EU-Bürger, die bereits in Großbritannien leben, sollen aber dort bleiben dürfen. Die neuen Einwanderungsregeln sollen ab dem 1. Januar 2021 gelten.

Johnson sagte, mit dem neuen Einwanderungsgesetz werde das Vereinigte Königreich den „Klügsten und Besten aus der ganzen Welt“ die Tür öffnen und zugleich die Abhängigkeit von billigen, geringqualifizierten Arbeitskräften beenden. Hunderttausende EU-Bürger arbeiten derzeit in Branchen wie Landwirtschaft, Gesundheit und Gastronomie und werden relativ gering bezahlt. Trotz viel Kritik ist Johnson fest entschlossen. Statt einer Abhängigkeit von billigen Arbeitskräften aus Europa müsse sich Großbritannien in Zukunft auf Investitionen in Technologie konzentrieren. Arbeitgeber müssten sich anpassen, sagte Johnson. Wie die Diskussion bei  uns verläuft, haben wir hier dokumentiert.

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1 Kommentar zu "Johnson will Einwanderungsrecht verschärfen"

  1. Weil das Ekelvieh nicht vom Volk gewählt werden kann. Und so machen sich die Parteien alles unter sich aus. Oh ja, Du hast recht. Wir sind wirklich ein armes Land. Arm an Mut etwas zu bewegen

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