Justiz schaltet sich in Affäre um Macrons Leibwächter ein

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Die Affäre um den Leibwächter Macrons, Alexandre Benalla, könnte für den französischen Präsidenten zu einem ernsthaften Problem werden. Macron gerät immer mehr unter Druck, denn jetzt will der französische Senat die Justiz einschalten, Ermittlungen gegen den ehemaligen Leibwächter sowie weitere enge Mitarbeiter Macrons aufzunehmen. Watergate.tv berichtete vergangenes Jahr über den Skandal.

Jetzt wurde bekannt, dass auch andere Mitarbeiter bei Vernehmungen die Unwahrheit gesagt haben. Benalla, der inzwischen im Gefängnis sitzt, wird wegen vier Vergehen angeklagt, bei denen es um zweifelhafte Verbindungen, illegalen Erwerb von Schusswaffen, große Geldsummen sowie Körperverletzung gegen Demonstranten auf den Straßen von Paris geht. Benalla wird zudem vorgeworfen, unter Eid gelogen zu haben. Die Strafe für Meineid liegt bei mindestens fünf Jahren Haft. Sollte sich Benalla entscheiden, mit den Ermittlern zusammenzuarbeiten und auszupacken, könnten seine Aussagen Macron und den Élysée-Palast in eine prekäre Lage bringen. Gerüchten zufolge soll der 26-jährige Marokkaner Macrons Liebhaber sein.

Auffallend waren die zahlreichen, außergewöhnlichen Privilegien, die Benalla genoss: Er verfügte über einen eigenen Dienstwagen mit Chauffeur und eine Dienstwohnung in teuerster Lage von Paris. Zudem erhielt er eine unverhältnismäßige Beförderung zum Oberstleutnant, die weder seinem Alter noch seiner Qualifikation entsprach.

Benalla war als Macrons Sicherheitschef und Leibwächter entlassen worden, nachdem ein Video aufgetaucht war, das ihn als Polizist verkleidet zeigte, wie er einen Demonstranten verprügelte. Auch Mitarbeiter der Regierungspartei „En Marche“ sowie Polizisten wurden in diesem Zusammenhang festgenommen. Die Polizei soll Benalla illegal Überwachungsvideos ausgehändigt haben. Macrons Kabinettschef Strzoda, der Generalsekretär des Élysée-Palastes Kohler sowie Sicherheitschef Lavergne sollen sich in Widersprüche verstrickt haben und Fakten verschleiert haben.

Macron wird vorgeworfen, versucht zu haben, die Affäre zu vertuschen, die Ermittlungen zu behindern und auch noch nach seinem Rauswurf Kontakt zu ihm gehalten zu haben. Möglicherweise wird Macron versuchen, sich durch die Entlassung des Innenministers Collomb aus der Affäre zu ziehen.

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