+++ Kampf dem Plastikmüll: EU-Kommission will Plastikgeschirr verbieten +++

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Plastikgeschirr

Einwegplastikgeschirr, Wattestäbchen und Strohhalme sollen in der Europäischen Union verboten werden, damit Umwelt und Meere besser geschützt werden. Am Montag bestätigte die EU-Kommission die bereits bekannten Pläne. Auch andere Wegwerfartikel aus Plastik sollen zurückgedrängt werden. Hersteller sollen künftig für Umweltschäden zur Kasse gebeten werden.

Plastikmüll sei ohne Zweifel ein großes Thema und die Europäer müssten es gemeinsam angehen, erklärte Vize-Präsident Frans Timmermans. Die künftig verbotenen Produkte sollen aber durch sauberere Alternativen ersetzt werden. Die Verabschiedung dieses Gesetzes könnte allerdings Jahre dauern.

Die EU-Kommission verspricht sich von den Plänen große Vorteile für die Umwelt. Bis 2030 sollen Umweltschäden im Wert von bis zu 22 Milliarden Euro vermieden werden. Verbraucher könnten 6,5 Milliarden Euro sparen. Allein in der EU entstehen jedes Jahr rund 26 Millionen Tonnen Plastikmüll, von denen weniger als 30 Prozent für die Wiederverwertung gesammelt wird. Der Rest landet zum Großteil auf dem Müll oder in der Umwelt.

Mit den Vorschlägen sollen vor allem die Weltmeere geschützt werden. Nach Schätzungen sollen bis zu 140 Tonnen Plastik in den Weltmeeren treiben mit verheerenden Folgen für Tiere, Menschen und Natur. 85 Prozent des Mülls, der an europäischen Stränden landet soll aus Plastik sein. Die Hälfte davon Wegwerfprodukte für den einmaligen Gebrauch. Die EU-Kommission will deshalb vor allem den Plastikmüll ins Visier nehmen, der am häufigsten am Strand auftaucht.

Auch Plastikverpackungen für Fast Food, Luftballons, Getränke und Deckel sollen zurückgedrängt werden. Hersteller von Chipstüten, Zigarettenfiltern und anderen häufig gefundenen Wegwerfartikeln sollen künftig kräftig zur Kasse gebeten werden. Bis 2025 sollen mindestens 90 Prozent der Einwegplastikflaschen getrennt gesammelt werden. Bis die Verbote greifen, kann es noch dauern, denn die EU-Richtlinie muss in den EU-Staaten noch zum Gesetz gemacht werden.

Die Grünen im Europaparlament halten den Ansatz zwar für richtig, er reiche aber nicht. Entscheidend sei eine erheblichere Reduzierung des Plastikmülls sowie wesentlich höhere Recyclingquoten. Sie fordern die komplette Wiederverwertbarkeit von Plastik bis 2025 und nicht erst bis 2030.

 

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