Kleiner Mann beschwert sich: Blüm zeigt mit dem Renten-Finger auf andere

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Norbert Blüm ist den meisten Menschen in Deutschland jenseits der 40 Jahre noch ein Begriff. Der frühere Arbeits- und Sozialminister Deutschlands in den Regierungen Kohl verkündete in den 80er Jahren fröhlich, die „Rente ist sicher“. Das ist sie sicher nicht. Der Mann hat Unrecht gehabt. An diesem Faktum lässt sich nicht vorbeidiskutieren. Er hatte damals die Bedingungen nicht genannt, zu denen die Rente „sicher“ wäre. Vielleicht, wenn es die Wiedervereinigung nicht gegeben hätte. Die Osteuropa-Öffnung. Die Zuwanderung schließlich.

Oder wenn es den Regierungswechsel zu rot-grün unter Schröder nicht gegeben hätte. Oder wenn Ronald Reagan noch US-Präsident wäre… oder, oder, oder. Fakt ist: Die Rente war damals nicht sicher und sie ist heute sicher nicht sicher. Norbert Blüm steht auf dem Scherbenhaufen seiner Versprechungen.

Blüm tritt nach

Blüm steht für einen Politikertypus, der sehenden oder grundsätzlich – wg. Ignoranz – geschlossenen Auges ein langjähriges Problem ausblendet, um kurzfristig im Amt zu bleiben, so Kritiker. Jetzt kann er nachtreten. Und er tritt. Die Riester-Rente sei gar nichts (eine Meinung, die wir als Redaktion teilen). Sie sei ein elementarer Angriff auf die gesetzliche Rentenversicherung, ließ er die Bild wissen.

Die Riester-Rente sei dafür verantwortlich, dass das allgemeine Rentenniveau gesunken ist. Jetzt wird es natürlich abenteuerlich. Denn die demografischen Probleme, eine immer älter werdende Gesellschaft mit immer weniger Zahlenden, waren damals schon bekannt und absehbar. Es hätte sich etwas ändern müssen – was mit der Riester-Rente Jahre später auch geschah. Nur leider zugunsten der Versicherungswirtschaft, so die Meinung dieser Redaktion.

Nach Blüms Meinung müssten alle politischen Versprechen, Anrechnung von Familienzeiten etc., aus der Steuerkasse finanziert werden. Das ist nachvollziehbar. Mit einer sicheren Rente hat dies jedoch nichts zu tun, sondern mit politischen Absichten, die jederzeit geändert werden könnten, wenn die Kassenlage dies erfordert. Und genau darin liegt die Lebenslüge Blüms – nichts ist sicher. Es kann und wird jederzeit eingegriffen.

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4 Kommentare zu "Kleiner Mann beschwert sich: Blüm zeigt mit dem Renten-Finger auf andere"

  1. Die Rente waere auf jeden Fall sicherer, wenn die Beamten endlich ebenfalls in die Rentenversicherung einzahlen wuerden, um ihre im Durchschnitt 2.500,-/Monat Pension zu finanzieren.

    • Um wie viel muss der Steuerzahler dann tiefer in die Tasche greifen, damit die Beamten in die Rentenversicherung einzahlen? 😀

  2. Gabriel van Helsing | 10. August 2018 um 23:37 | Antworten

    Dafür müssen die Beamten ihre Krankenversicherung als Privater finanzieren.
    Viele der Pensionäre können sich ihre Private Krankenversicherung nicht mehr leisten.
    Fragen sie Mal einen Polizeibeamten oder jemand von der Feuerwehr, wie er neben dem Wohnen im Speckgürtel, zb. München, Hamburg und Berlin, neben seiner Miete, noch die Krankenversicherung aufbringen kann? Ich kenne viele davon, die haben einen Zweitjob.
    Wenn irgend wie möglich, geht die Frau arbeiten, und ist in der Gesetzlichen Krankenversicherung. Aus Jux und Dollerei hat Hamburg nicht beschlossen, die GKV für Beamte zu öffnen. Mein Grundstücksnachbar war Beamter. Der ist in einen Billigtarif der Privaten Krankenversicherung jetzt endlich aufgenommen worden. Er darf aber immer noch fast 1000 Euro im Monat dort bezahlen. Im Alter plagen dem und seine Frau alle möglichen Zipperlein. Deshalb ist er ein guter Kunde in der Apotheke. Da wandern schon Mal über 400 Euro über die Theke. Dafür bekommt er aber pünktlich die Rechnungen seiner Ärzte. Und wie viel er davon zurück bekommt, mit 6 Monaten und mehr Zahlungsziel seiner Beamtenversicherung, weiss nur der liebe Gott.
    Noch etwas zu den Reichen Beamten.
    Das Anfangsgehalt eines zukünftigen Feuerwehrbeamten ist A5.
    Dafür muss er einen Feuerwehrtauglichen Beruf mitbringen.
    Wenigstens 3 Jahre Lehrzeit hat er da schon hinter sich.

    Dafür gilt es jetzt bei den Blauröcken wenn es nach Ausbildungsordnung gemacht wird,
    1 Jahr Feuerwehrausbildung und wenigstens 2 bis 3 Jahre zum Rettungsassistent oder den Durchmarsch zum Notfallsanitäter Schulisch zu meistern.
    Im unteren Dienst kann er bis A8 aufsteigen
    Hauptbrandmeister ist eine A9 Stelle.
    Als Brandinspektor gibt es eine A12 oder A13 Stelle.
    Ohne ABI und den Titel Ing. fast Unmöglich.
    Aber dafür heisst es wieder, die Schulbank drücken und
    Wanderzirkus durch Deutschlands Feuerwehren.

    In NRW wird für die Polizei bei der Einstellung das ABI verlangt.
    Nach 3 Jahren Schulbank gibt es dann eine A13 Stelle.

    Ich hatte das Glück, von der Privaten Krankenversicherung in
    die Gesetzliche Krankenversicherung als Freiwilliges Mitglied zu wechseln.

    Was Norbert Blüm sein „Die Rente ist Sicher“ angeht, das mag für seine Pension vom Steuerzahler bezahlt, stimmen. Ich kenne Nobi seine Pension.

    Das mit der Riester Rente ist eine Mistgeburt.
    Darüber freuen sich nur die Versicherungen über den Jährlichen Staatszuschuss von über 7 Milliarden Euro.

    Ich habe 1998 von meinen Rententräger eine Berechnung für die Zukunft bekommen.
    Wenn ich im Jahre 2018, also 20 Jahre später, mir diese Zukunftsberechnung anschaue,
    fehlen mir nur Schlappe 800 Euro, die verschwunden sind.

    (Keine Arbeitslosigkeit, bin Unkündbar, und die Leiter aufgestiegen.)

    In den Niederlande und Österreich liegen die Renten höher.
    Irgend wie müssen dort die Reformen, sprich Kürzungen, weniger gewesen sein?

  3. Gabriel van Helsing | 11. August 2018 um 0:24 | Antworten

    Nachtrag.
    Ich empfehle jeden, sich die Studie Nr.60 der
    Hans Böckler Stiftung, einer Stiftung des DGB durch zu lesen.

    Titel, Versicherungsfremde Leistungen.

    Da steht unter anderen, in welchem Schwarzen Loch das Geld der Beitragszahler verschwindet. Wenn der Staat seine Wohltaten über das Volk streut, sind immer die Beitragszahler, wegen Minderzahlungen des Staates an die Renten- und Sozialversicherungen dabei.

    Wer erinnert sich noch an den Golf Krieg I?
    Der wurde mit 7 Milliarden Euro aus den Deutschen Rentenkassen bezuschusst.

    Das die Wiedervereinigung aus teilweise und immer noch aus den Rentenkassen finanziert wird, da der Bundeszuschuss viel zu wenig ist. dürfte jeden Dummen klar sein.

    Aber auch die neue Wohltat, die Mütterrente, wird zu einen Teil aus den Rentenkassen mitfinanziert. Frauen haben einen Anspruch darauf, die nie in die Rentenkasse einbezahlt haben. Und damit meinen die Verfasser nicht nur die Migranten, mit ihren zig Kinderlein, sondern auch Frau Milliardärin, wenn Mutter, kann die Hand aufhalten.

    Und als Letztes, die Gesundheit unserer neuen Mitbürger aus dem Orient.
    Der Bund Schustert für jede Person im Monat, 90 Euro dazu.
    Jetzt kostet aber jede Person, weil die ja so gesund sind, lt. Regierung,
    in Wirklichkeit im Durchschnitt, ca. 145 Euro pro Monat.
    Diese 55 Euro Differenz wird aus den Gewinnen der Gesetzlichen Krankenversicherung Versicherung, die vom Beitragszahler kommt, entnommen.
    Eine einfache Rechnung, 1,8 Millionen Mal 55 Euro, Mal 12 Monate und dann hat man die Summe, die Still und Heimlich der GVK seit 2015 entnommen wird.

    Die Verfasser kommen auf 45 Milliarden Euro pro Jahr, die als Versicherungsfremde Leistungen entnommen werden.
    Andere Rechengenies wie Raffelhuelschen, Sinn, etc.
    kommen auf eine Summe bis zu 80 Milliarden Euro.

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