Kreml: Das russische Stromnetz ist sicher

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Am 15. Juni schrieb die „New York Times“, dass die „USA ihre Cyber-Attacken auf das russische Stromnetz als Warnung an Russlands Präsidenten Wladimir Putin verstärken werden. Die Trump-Administration werde Cybertools künftig aggressiver gegen Russland einsetzen“, hieß es. US-Präsident Trump warf der Zeitung nun Hochverrat vor. Auf Twitter schrieb der Präsident: „Das ist geradezu Hochverrat einer ehemals großen Zeitung, die so verzweifelt eine Geschichte will, irgendeine Geschichte, auch wenn sie schlecht für unser Land ist.“ Medienberichten zufolge soll Trump nicht über bisherige Cyberattacken gegen Russland informiert gewesen sein.

Die New York Times bezog sich in ihrem Artikel auf ehemalige und derzeitige Regierungsbeamte, welche berichtet hätten, dass die USA Software in das russische Stromnetz und andere Ziele einschleuse. Dies solle als Warnung und Abschreckung gegen Russland dienen und die USA im Fall eines größeren Konflikts mit Russland zu Cyberangriffen befähigen, berichtete die „New York Times“.

Man hacke nun nicht mehr nur das russische Stromnetz und andere Netze, um diese auszuspionieren, sondern baue Schadsoftware ein, um im Falle eines Konflikts das russische Stromnetz lahmlegen zu können. Damit solle auch Putin gewarnt werden, zumal die Russen auch seit längerem versuchen würden, Pipelines oder die Wasserversorgung zu hacken.

Der Kreml bestritt inzwischen, dass die USA die russischen Stromnetze lahmlegen könnten. Kreml-Sprecher Peskow erklärte, das russische Stromnetz sei sicher. Aber der Bericht der NYT weise auf „die hypothetische Möglichkeit eines Cyberwars gegen Russland hin, wenn Behörden dies machten, ohne den Präsidenten (Trump) zu informieren. Die wichtigen Teile der russischen Wirtschaft seien jedoch „bedauerlicherweise permanenten Angriffen aus dem Ausland“ ausgesetzt. Die russischen Behörden seien dauernd damit beschäftigt, sensible Teile der Wirtschaft zu schützen.

Interessanterweise versuchte Trump die Angriffe zumindest teilweise abzustreiten, um Russland nicht zu verärgern. Auch Peskow versuchte offenbar, mit seinem Statement  Trump aus der Schusslinie zu halten. Offenbar will man auf höchster Ebene die Türen offen halten. Trump und seine Strategie sind Vielen ein Rätsel – lesen Sie hier mehr über seine geostrategischen Pläne. 

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2 Kommentare zu "Kreml: Das russische Stromnetz ist sicher"

  1. Franz Josef Kostinek | 19. Juni 2019 um 9:30 | Antworten

    er will halt keinen Krieg, und das passt vielen nicht-

  2. Nur der „Weltpolizist“ USA darf abhören, spionieren und hacken und kein Anderer. Dabei sind sie der große Verbrecher und kein Anderer. Mich wundert nur das Russland und China es zulassen das die USA mit Flugzeugträger und Bomberverband gegen Iran massive Kriegsvorbereitungen treffen und den Weltfrieden zerstören wollen. In Venezuela ist durch diese Intervention ein Patt eingetreten und wäre auch hier sinnvoll.

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