Kriegstraumata deutscher Soldaten konstant hoch

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Es sind verschiedene Ereignisse, die bei einem Soldaten nach Kriegs- und Kampfeinsätzen Traumata auslösen können. Ob Bombenexplosionen, Angriffe aus dem Hinterhalt, der Anblick von Verletzten oder Toten – die Zahl der Bundeswehrsoldaten mit posttraumatischen Belastungsstörungen steigt jährlich und bleibt damit auf konstant hohem Niveau, obwohl der Kampfeinsatz der Bundeswehr in Afghanistan schon seit Jahren beendet ist. Denn Traumata zeigen sich oft erst Jahre später. Der NATO-Einsatz in Afghanistan endete im Dezember 2014.

2018 wurde bei knapp 200 Soldaten eine posttraumatische Belastungsstörung neu diagnostiziert, berichtet die NOZ – das sind 12 mehr als im Vorjahr. Laut Sanitätsbericht der Bundeswehr sollen andere einsatzbedingte Störungen wie Depressionen leicht zurückgegangen sein. Insgesamt sind im vergangenen Jahr knapp 300 einsatzbedingte psychische Neuerkrankungen registriert worden. In etwa so viele, wie bereits im Jahr 2017.

Die tatsächliche Zahl psychiatrischer Erkrankungen dürfte allerdings weitaus höher sein, denn es werden nur die Erkrankungen gezählt, die in Bundeswehreinrichtungen behandelt werden. Viele Soldaten gehen erst Jahre später zum Arzt. Der Wehrbeauftragte des Bundestags, Hans-Peter Bartels, ist der Ansicht, dass sich viele Soldaten erst spät meldeten, weil posttraumatische Belastungsstörungen erst seit kurzem wie eine körperliche Verletzung angesehen werden. Dadurch ist die Erkrankung bei vielen Soldaten bereits chronisch geworden. Fraglich ist dann, ob die Bundeswehr den bestehenden Behandlungsbedarf überhaupt erfüllen kann. Denn viele psychiatrische Abteilungen der Bundeswehr sind gar nicht besetzt.

Rund ein Viertel aller Soldaten, die in Afghanistan eingesetzt waren, sind traumatisiert zurückgekehrt. Die Störungen zeigen sich in unterschiedlichen Symptomen. Betroffene klagen übe Schlafstörungen, Alpträume, Panikattacken, Depressionen oder körperliche Schmerzen. Viele durchleben die schrecklichen Ereignisse in ihrer Vorstellung immer wieder aufs Neue.

Der Verteidigungshaushalt für 2019 beträgt 43,2 Milliarden Euro. Aktuell hat die Bundeswehr Einsätze in Mali, Tunesien, Libyen, Kosovo, Ägäis, Mittelmeer, Libanon, Irak, Syrien, Jordanien, Afghanistan, Sudan, Südsudan, Horn von Afrika, Djibouti und Marokko. Tendenz der Bundeswehr-Einsätze: steigend.

Die Merkel-Regierung rechtfertigt, deutsche Soldaten würden (am Hindukusch?) gegen Krieg, Terror und Leid kämpfen. Nach mehr als 15 Jahren muss festgestellt werden, dass diese Ziele mit militärischen Mitteln nicht erreicht werden konnten. Mit dem Einsatz in Syrien hat sich der Fehler der Bundesregierung wiederholt.

Dennoch gibt Bundeskanzlerin Merkel lieber Milliarden für Aufrüstung aus, anstatt für Bildung, Infrastruktur, Arbeitsmarkt und Sozialsysteme. Erst vor wenigen Tagen haben Merkel und Macron ihren deutsch-französischen Freundschaftsvertrag mit dem „Vertrag von Aachen“ bekräftigt. So zumindest das Narrativ. Wer den Vertrag kennt, weiß, dass Merkel und Macron die Hochrüstung Deutschlands und Frankreichs planen. Diese unsinnige Geldverschwendung auf Kosten von Bundeswehrsoldaten, Steuerzahlern und sozial Schwachen muss ein Ende haben.

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