+++ London muss zugeben: Bislang kein Verdächtiger im Fall Skripal +++

SkripalRussland

Obwohl Theresa May und die britischen Behörden behaupteten, Moskau sei für die Vergiftung des russischen Doppelagenten Skripal verantwortlich, musste der britische Nationale Sicherheitsberater jetzt zugeben, dass entgegen der Medienberichte noch kein Verdächtiger gefunden werden konnte. Dennoch soll Moskau an dem Giftanschlag schuld sein. Auch die OPCW ruderte zurück, nach dem der Chef der Organisation falsche Informationen über das Nervengift Nowitschok verbreitete.

Der Koordinator der britischen Geheimdienste MI5, MI6 und GCHQ musste zugeben, dass bislang weder die Herkunft des Nervengifts bekannt ist, noch ein Verdächtiger gefunden werden konnte, berichtet die britische Zeitung „The Guardian“. Zudem seien bislang andere bekannte russische Agenten als Verdächtige für den Giftanschlag ausgeschlossen worden. Der Grund, weshalb noch kein Verdächtiger festgenommen werden konnte, soll die mangelnde Videoüberwachung in Salisbury sein, sagte der Sicherheitsberater der britischen Geheimdienste.

Die britische Polizei dagegen hatte mitgeteilt, dass Tausende Stunden Videoaufzeichnungen durchgesehen wurden, teilte die britische Zeitung „Daily Mirror“ mit. Denn Großbritannien zählt zu den Ländern mit der meisten und umfassendsten Videoüberwachung im öffentlichen Raum. Vor über zwei Wochen dagegen schrieben die deutschen Zeitungen „Bild“ und „FAZ“, dass die britische Polizei Verdächtige im Fall Skripal festgenommen habe. Bei der Aussage des britischen Sicherheitsberaters, es gebe bislang keinen Verdächtigen, handelt es sich um allerdings um keine Neuigkeit. Denn bislang konnte überhaupt kein Verdächtiger festgenommen werden, noch wurde die Herkunft des Giftes identifiziert.

Dennoch hält die britische Regierung an dem Vorwurf fest, dass Russland für den Giftanschlag verantwortlich sei, denn nur Russland verfüge über die Fähigkeit, das Nervengift Nowitschok herzustellen. Auch diese Aussage ist falsch, denn das britische Militär-Chemiewaffenlabor Porton Down, ganz in der Nähe von Salisbury, ist ebenfalls in der Lage, Nowitschok und andere chemische Kampfstoffe herzustellen. Auch andere Länder und Organisationen, beispielsweise die USA oder die NATO sind in der Lage, das Gift herzustellen. Ohne jeglichen Beweis hatte der britische Sicherheitsberater der Geheimdienste einen Bericht an die NATO geschickt, in dem es heißt, Russland betreibe ein geheimes Chemiewaffenprogramm – eigens dafür eingerichtet, um Attentate zu verüben.

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