Maas sieht Auffanglager für Migranten in Nordafrika „skeptisch“

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Maas Nordafrika

Obwohl Merkels Vorschlag, Auffanglager für Migranten auf dem Weg in die EU in Nordafrika einzurichten von ebendiesen Ländern bereits abgelehnt wurde, meldete sich jetzt Außenminister Heiko Maas zu diesem Thema zu Wort.

Er sei „skeptisch“, wie solche Auffanglager für Migranten in nordafrikanischen Zentren funktionieren können, sagte er der Funke-Mediengruppe. Er sehe in diesen Auffanglagern ein ganz offensichtliches Problem: Weshalb sollten Menschen in diese Lager gehen, wenn sie dort abgelehnt würden? „Die wüssten doch, dass die kaum Chance auf legale Aufnahme in der EU hätten“. Sie würden dennoch nach illegalen Wegen in die EU suchen, so Maas.

Maas zeigte sogar „Verständnis“ für Italiens harten Migrationskurs. Italien sei zu lange „allein gelassen worden“. Die Regeln für die Seenotrettung seien nur für wenige Fälle aufgestellt worden. Europa müsse nun prüfen, ob mehr EU-Schiffe ins Mittelmeer entsandt werden müssen. Ebenso brauche die libysche Küstenwache Unterstützung. Die Prüfung von Auffanglagern gehörte zu den Beschlüssen des EU-Flüchtlingsgipfels Ende Juni, sagte Maas.

In Nordafrika interessieren die Beschlüsse Merkels jedoch niemanden. Geht es nach Merkel, sollen Auffanglager in Ägypten, Libyen, Tunesien, Algerien und Marokko eingerichtet werden. Damit soll die Zahl der illegalen Migranten reduziert werden. Asylbewerber sollen gleich dort registriert und ein Asylantrag dort geprüft werden. So zumindest das Narrativ.

Nordafrika machte bereits klar, dass man keine Auffanglager für die EU einrichten werde. In Tunesien befürchtet man Krawalle. Marokko lehnt es ab, Migrantenströme zu organisieren. Algerien schickt Migranten sowieso umgehen wieder zurück. Libyen wies bereits jegliche Kritik an seiner Küstenwache zurück. Das Land würde täglich mehrere hundert Menschen aus dem Meer fischen. Zudem habe Libyen in den vergangenen Jahren bereits Lager für mehrere Zehntausend Menschen eingerichtet, weil es ein Transitland sei.

Entweder die EU zahlt den Nordafrikanischen Staaten riesige Summen, damit sie bei der EU-Migrationspolitik „mitspielen“. Wenig wahrscheinlich ist, dass alle nordafrikanischen Staaten dafür käuflich sind. Denn sie handeln sich damit riesige Probleme im eigenen Land ein. Zudem ist davon auszugehen, dass Schleuser und Migranten andere, illegale Wege nach Europa finden werden. Das Problem der „Seenotrettung“ durch private NGO-Schiffe wird die EU ganz leicht selbst lösen, indem künftig Militärschiffe Migranten im Mittelmeer aufnehmen und nach Europa bringen werden.

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2 Kommentare zu "Maas sieht Auffanglager für Migranten in Nordafrika „skeptisch“"

  1. Ich empfinde den Maas als labernde Type, der taktiert und ohne Herzblut der zusieht an den richtigen Futtrertisch zu kommen…..oder?

    Nichts gegen große Auftritte, wie ein Held gegen Vergasungen usw.

    Sich Liebkind bei Angloamerika zu machen und gleichzeitig über die Sauerein in den Rheinwiesen und aktuellen Kriegen der angloamerikanischen Irren auszuschweigen macht ihn zum unglaubwürdigen Spinner…oder?

  2. Korrupt vom Anfang bis zum bitteren Ende, Legal, illegal, Scheibenkleister, Abtritt.

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