+++ Machtkampf: Schulz will Außenminister werden – Gabriel will bleiben +++

Schulz Außenminister

Nun hat das Hauen und Stechen um die Ministerposten in der SPD begonnen. Schulz sagte unlängst in Berlin, er wolle Außenminister werden, vor allem um beim Thema Europa Fortschritte zu erzielen. Nun hat ihm Parteikollege Sigmar Gabriel auch den Kampf angesagt. Er habe nicht vor, seinen Außenministerposten abzugeben – er wolle bleiben.

Für Martin Schulz wird es langsam eng. Die SPD ist in Umfragewerten weiter auf Absturzkurs. Umfragen sagen zudem, dass die Mehrheit der Deutschen keine GroKo will. Nach den mehrfachen Wortbrüchen von Schulz sieht ihn zudem keiner als tauglich, den Vizekanzler zu spielen. Der Druck wächst weiter. Die GroKo Verhandlungen, die heute abgeschlossen werden sollten, wurden auf Montag vertagt.

Die Ressortverteilung soll nach Abschluss der GroKo Verhandlungen den SPD Mitgliedern zur Abstimmung vorgelegt werden. Allerdings ohne Namen. Ein Risiko für Schulz. Denn sollte die SPD dafür stimmen, dass das Außenministerium von der SPD besetzt werden soll, könnte die Partei für Gabriel stimmen. Für den Fall, dass die SPD auf das Ressort verzichtet, hat die derzeitige Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen schon Interesse an dem Posten bekundet.

Gabriel sagte dem Spiegel in einem Interview, in so einer international verwirrenden Zeit sei es sehr spannend und herausfordernd, Außenminister zu bleiben. Es wäre ungewöhnlich, hier nicht weitermachen zu wollen. Zudem glaube er von sich, die Aufgabe gut zu machen.

Schulz, der nun doch einen Ministerposten haben will, hielt sich bis zuletzt bei der Frage nach dem gewünschten Posten bedeckt. Jetzt hatte er in Berlin klare Ambitionen auf den Posten als Außenminister angemeldet. Für Gabriel würde dies bedeuten, die Karrierewünsche des Parteichefs Schulz respektieren zu müssen.

Bislang machte Schulz seine Ambitionen nicht offiziell. Er will damit warten, bis die Parteibasis ihre Zustimmung zum Koalitionsvertrag gegeben hat. Die Figur Schulz wird zunehmend erbärmlicher. Erst beging er Wortbruch als er sagte, mit Merkel nicht mehr koalieren zu wollen. Dann sagte er, auf keinen Fall ein Ministerposten annehmen zu wollen.

Umfragen haben ergeben, dass die Mehrheit der Deutschen inzwischen Neuwahlen wollen. Bleibt zu hoffen, dass die GroKo Koalitionsverhandlungen wie die Jamaika-Sondierungen sabotiert werden. Erbärmlicher kann das Theater in Berlin nicht mehr werden.

Watergate Redaktion 5.2.2018

Diese und tausende andere News finden Sie ab jetzt auch auf Krisenfrei.de
  • Deutschlands größte alternative Suchmaschine
  • Über 2000 News aus allen TOP Quellen
  • Unabhängig und Übersichtlich
>>> JA, ich möchte alle alternativen News auf einen Blick


Kommentar hinterlassen zu "+++ Machtkampf: Schulz will Außenminister werden – Gabriel will bleiben +++"

Hinterlasse einen Kommentar

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*