+++ Macron auf Sinkflug +++

Watergate Redaktion 18.8.2017

100 Tage nach seinem Amtsantritt ist die Beliebtheit Macrons in Frankreich auf dem Sinkflug. Nur noch 36% der Franzosen sollen mit seiner Politik zufrieden sein, so eine aktuelle Umfrage. Damit schneidet er nach 100 Tagen sogar noch schlechter ab, als sein Amtsvorgänger Hollande. Seine Reformen erhalten harsche Kritik, sein Führungsstil ist unbeliebt. Ihm wird zudem vorgeworfen, viel kommuniziert, jedoch wenig Sinnvolles umgesetzt zu haben. Er hatte umfassende Reformen geplant, um die Arbeitslosigkeit zu bekämpfen.

Doch nun, so scheint es, erscheint seine Politik und Handlungsweise nur noch chaotisch. Auch in seiner Partei La République en marche gibt es Unstimmigkeiten. So hatte Macron Steuererleichterungen versprochen. Diese sollen nun aber erst nächstes Jahr greifen. Zudem werden nur die Reichen davon profitieren, so die Kritik. Zudem will der den Staatshaushalt um 4,5 Millionen Euro kürzen, um in Brüssel zu punkten. Doch wie die Kürzungen aussehen sollen, ist bislang unklar.

Die angekündigten Kürzungen im Militärhaushalt hatten den Generalstabschef der französischen Streitkräfte, de Villiers, dazu veranlasst, von seinem Amt zurückzutreten. So etwas ist in Frankreich noch nie vorgekommen – der Konflikt hat in Frankreich hohe Wellen geschlagen. Macron soll auf den Rücktritt lediglich lapidar mit den Worten „Ich bin sein Chef“ reagiert haben. Neuerdings hüllt sich Macron der Presse gegenüber in Schweigen und gibt kaum noch Interviews. Er will sich von seinem Vorgänger klar abgrenzen und als Staatschef „über den Dingen stehen“.

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