Macron wird die Geister, die er rief, nicht los: Erneut Demonstrationen

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Die Demonstrationen in Frankreich setzen sich fort. Am Wochenende sollen einem Bericht der „JungeWelt“ zufolge fast 40.000 Demonstranten auf den Straßen in Frankreich unterwegs gewesen sein. Nicht ganz so viele wie zuvor an fünf aufeinanderfolgenden Wochenenden. Immerhin aber ist es das sechste Demonstrationswochenende hintereinander gewesen.

Paris: 2.000 Demonstranten

In Paris sollen immerhin 2.000 Demonstranten unterwegs gewesen sein. Dabei habe es „Auseinandersetzungen“ zwischen der Polizei und den Demonstranten gegeben. Einige Quellen sprechen von einem rabiaten Vorgehen der Polizei. Die Faktenlage dazu ist dünn. Insgesamt kam es in Frankreich zu 220 Festnahmen. 142 davon in Paris. Das wären, sofern die Zahl von 2.000 Demonstranten in Paris stimmt, mehr als 7 %. Die Zahlen passen demnach nicht zueinander.

Die Zahl und die Lautstärke der Demonstranten nimmt ab. Medien führen dies auf die Befriedungsangebote von Macron zurück, der zuletzt „mehrere Milliarden Euro für Sozialleistungen“ bewilligt hatte. Mindestlohn-Bezieher, Arbeiter und Rentner etwa zählen zu den Profiteuren.

Macron darf sich freuen. Er hatte gefordert, es sollten „wieder Ruhe, Ordnung und Eintracht“ herrschen. Zumindest ihm selbst ging es am Wochenende wohl gut. Er besuchte das französische Land Tschad. Dabei nahm er seinen persönlichen Koch mit – und zwei Tonnen Delikatessen. Dazu gehören Champagner, Gänseleber oder Geflügelfilet mit Morcheln. Diese Waren gingen an gut 1.300 Soldaten, die vor Ort stationiert sind. Die französischen Soldaten, so Macron, hätten Hunger und müssten zugreifen. Ein Symbolbild im armen Tschad. Der ist eines der weltweit ärmsten Länder.

Kritiker deuten Auftritt und Bilder so, als habe Macron den Kontakt zur Basis verloren. Die Basis wären hier nicht seine Soldaten, sondern das Land, in dem er beim Besuch war. Dort möchte natürlich niemand die gute Stimmung verderben. Aber: Der Auftritt wirkt vergleichsweise arrogant.

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