Massensterben vor Frankreichs Küste

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Es ist ein Bild des Grauens: Jedes Jahr werden im Frühjahr hunderte tote Wale und Delfine an Frankreichs Atlantikküste angeschwemmt. Die Körper der toten Tiere sind meistens verletzt oder verstümmelt. Vielen Tieren fehlen Flossen oder an ihren Seiten klaffen riesige Wunden.

Jedes Jahr bietet sich erneut ein „grausiger Anblick“, beklagen Tierschutzaktivisten und Naturschützer. Sie prangern die Untätigkeit der französischen Regierung angesichts des Massensterbens der Meeressäugetiere bereits seit Jahren an.

Der Grund für das hundertfache grausame Sterben der Tiere sind die Fischfangflotten, die von Januar bis März mit Fischkuttern, die riesige Schleppnetze hinter sich herziehen, in den Atlantik fahren. Dort wollen sie Seehechte und Seeteufel fangen. In den Schleppnetzen verfangen sich allerdings auch Delfine und Wale. Einmal darin gefangen können sie nicht mehr an die Oberfläche schwimmen und verenden darin qualvoll. Andere werden von den Schiffsschrauben so schwer verletzt, dass sie an den Verletzungen sterben.

Die Naturschutzorganisation „France Nature Environnement“ hat im Jahr 2017 achthundert tote angeschwemmte Tiere gezählt und siebenhundert im Jahr 2018. Die Organisation glaubt allerdings, dass über tausende Wale und Delfine jährlich in Schleppnetzen und durch Schiffsschrauben sterben, die auf hoher See von anderen Tieren gefressen werden.

Die an den Strand geschwemmten Tiere werden von den Tierschützern nicht nur gezählt, sondern fotografiert und registriert. Sie wollen genaue Daten über das Massensterben der Meeressäugetiere erheben und auswerten.

Dabei gibt es durchaus Möglichkeiten, das Sterben der Tiere weitgehend zu verhindern. Einige Fischkutter seien inzwischen mit einer Akustikvorrichtung ausgerüstet, die die Tiere vertreibt. Doch es seien bei weitem nicht alle Fischkutter, die mit dem sogenannten „Pinger“ ausgerüstet seien, kritisieren die Tierschützer. Dennoch konnte die Zahl der toten Wale und Delfine um die Hälfte reduziert werden, seitdem einige Fischer diese Akustikvorrichtung an ihren Schiffen angebracht haben.

Um die Wirksamkeit der „Pinger“ zu bestätigen, werden die Untersuchungen in diesem Jahr wiederholt. Die Tierschützer hoffen durch ihre Aufzeichnungen die Wirksamkeit der Geräte zu beweisen. Mit den Ergebnissen wollen sie französische Regierung dazu bewegen, ein entsprechendes Gesetz zu erlassen, das die Einrichtung dieser Geräte auf allen Fischkuttern vorschreibt.

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1 Kommentar zu "Massensterben vor Frankreichs Küste"

  1. Die Forderungen sind gerechtfertigt. Wie lange wollen die Regierungen zusehen? Wenn erst alle Meeressäuger ausgestorben sind werden wir merken wie wichtig sie waren. Dann ist es zu spät.
    Auch Japan und Norwegen sollten sofort ihre Fangquoten senken, wenn nicht sogar das Töten dieser Tiere einstellen. Es müssen Gesetze her, die OHNE Ausnahme durchgesetzt werden. Japan z.B. tötet Wale (zum Schein) für die Wissenschaft. Diese muss ziemlich dämlich sein, dafür jedes Jahr Hunderte Wale und Delfine zu töten, um Daten zu erheben.

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