May-Nachfolge: Haushoher Sieg für Brexit-Hardliner Johnson

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JOhnson

Boris Johnson wird der Nachfolger von Theresa May und somit der nächste Premierminister Großbritanniens. 66 Prozent der Mitglieder der Konservativen Tory Partei sprachen sich für den ehemaligen Londoner Bürgermeister und Ex-Außenminister aus. Sein Konkurrent, Jeremy Hunt, erhielt 34 Prozent der Stimmen. An der Abstimmung haben sich über 87 Prozent der Parteimitglieder beteiligt.

Bei seiner Bewerbung für das Amt des Premierministers versprach Johnson, dass Großbritannien die Europäische Union spätestens am 31. Oktober verlassen wird – mit oder ohne Deal. Den von May ausgehandelten Brexit-Deal mit der EU lehnt Johnson allerdings ab und trat deswegen auch im Juli 2018 als Außenminister zurück. Johnson bezeichnete es unter anderem als seine Hauptaufgabe, den Brexit über die Bühne zu bringen.

In seiner Rede zur Wahl zeigte sich Johnson jedoch versöhnlich. Er lobte sowohl den aktuellen Außenminister Hunt als auch die scheidende Premierministerin May. Es sei ein „Privileg“ gewesen, selbst als Minister in ihrem Kabinett gedient zu haben. May kündigte an, Johnson im Parlament unterstützen zu wollen: „Wir müssen zusammenarbeiten, damit der Brexit erfolgreich für Großbritannien wird“, schrieb May auf Twitter. Johnson wird am Mittwoch von der Queen ernannt und das Amt als Regierungschef übernehmen.

In den deutschen Mainstream-Medien wurde das Verhältnis zu Johnson bereits „geklärt“. Von der „Tagesschau“ wurde er als „großspuriger Unruhestifter“ bezeichnet, der „schon an der Universität Oxford als Großmaul aufgefallen sei.“ Mit Johnson haben die „Qualitätsmedien“ neben Donald Trump und Wladimir offenbar eine neue Hassfigur gefunden, die so gar nicht in das Brüsseler, Berliner und Pariser Politik-System passt. Der US-Präsident gehörte zu den ersten Gratulanten und schrieb auf Twitter: „Congratulations to Boris Johnson on becoming the new Prime Minister of the United Kingdom. He will be great!“.

In Berlin hat man sich bereits erdreistet, Johnson zu einer „verantwortungsvoller Politik“ aufzurufen. Unionsfraktionsvize Katja Leikert sagte: „Verantwortungsvoll heißt auch für Brexit-Hardliner, dass ein ungeregelter Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union unbedingt vermieden werden muss. Experimente auf dem Rücken der Bürger darf es nicht geben.“ Die Haltung der EU-Partner bleibe, dass das Austrittsabkommen verhandelt sei. Ein harter Brexit würde allen schaden. Es müsse sichergestellt werden, dass keine feste Grenze zwischen Irland und Nordirland entstehe, so Leikert. Die BREXIT-Diskussion wird erneut aufflammen – sind Sie auf die EU ohne Großbritannien und mit „No deal“ vorbereitet? Bitte lesen Sie hier weiter….

 

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2 Kommentare zu "May-Nachfolge: Haushoher Sieg für Brexit-Hardliner Johnson"

  1. Dieter Berger | 24. Juli 2019 um 11:39 | Antworten

    Nach einer Anlaufphase von 2-3 Jahren wird es den Engländern besser gehen ohne EU. Wir deutschen Trottel werden dann mit unserer immer größer werdenden Ja-SAGER Regierung noch mehr für EU, die ganze Welt sowie Mafiosi Bereicherungen bis zum letzten Blutstrophen des deutschen Volkes zahlen. Hallo, an die Gutmenschen, wann wacht Ihr auf?

  2. Christian Adrion | 24. Juli 2019 um 19:23 | Antworten

    Eine Wahl gegen die EU und gut für Europa. Danke Ihr Briten!

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