Medienkritik: BR-Chefredakteur schäumt in Tagesthemen-Kommentar vor Wut

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Die öffentlich-rechtlichen Medien sind um eine Kuriosität reicher. Die GEZ-Sender dürfen allabendlich ihre Nachrichtenauswahl präsentieren und damit die Meinung in Deutschland bereits nachhaltig beeinflussen. Zudem sind in den großen Nachrichtensendungen auch Kommentare möglich. Persönliche Meinungen also, die von den Gebührenzahlern, die zwangsweise zur Kasse gebeten werden, letztlich einfach hingenommen werden müssen. Die staatlich erzwungene Berichterstattung soll den Informationsfluss in diesem Land sicherstellen und damit auch ihren Beitrag zur Demokratie herstellen – so lautet im Kern der Auftrag für die Medien. Was die Textsorte „Kommentar“ bei einem solchen Auftrag zu suchen hat, bleibt ohnehin unklar. Sind sie doch definitionsgemäß ein subjektiver Kommentar, eine Meinung und keine Information.

Eine demokratisch gewählte Partei wird verunglimpft

Nun aber ist dieser Kommentar besonders perfide. Nicht, weil er der hier schreibenden Redaktion politisch nicht passte (unsere Parteienmeinung werden wir an dieser Stelle nicht publizieren, wir sind politisch-parteiisch unabhängig). Sondern weil er formvollendet zeigt, dass die öffentlich-rechtlichen Medien offenbar nur ein Instrument in der Hand des von den großen Parteien letztlich übernommenen Staates sind.

Die AfD erhält in den jüngsten Umfragen einen Stimmenanteil von 17 %. Der „Kommentator“, Chefredakteur des BR, also des bayrischen Rundfunks, spricht von einem beschämenden Anteil. Dies sind 12 Prozentpunkte weniger als die Union erhält. Er kommentiert – dies aus unserer Sicht mit Recht – die „bislang schallendste Ohrfeige für die Bundesregierung“. Diese Wertung ergibt sich aus den Zahlen. Die Zustimmung ist so niedrig wie noch nie zuvor.

Die AfD aber und deren Zustimmung sei eine „Geisterfahrt“. Ein „historischer Aberwitz“. „Das ist einfach zum Schämen“, führt er aus.

Und dafür schämen wir uns. Denn die gebührenfinanzierte Meinungsveröffentlichung im öffentlich-rechtlichen Fernsehen hat schlicht eine Partei, die a) im Bundestag sitzen darf (rechtlich) und b) von nun 17 % der Menschen gewählt werden würde, nicht als „beschämend“ zu titulieren. Da schämt sich ein öffentlich-rechtlich finanzierter „Journalist“, also Berichterstatter, in aller Öffentlichkeit für das eigene Volk.

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4 Kommentare zu "Medienkritik: BR-Chefredakteur schäumt in Tagesthemen-Kommentar vor Wut"

  1. günther aus der Sippe weingärtner | 7. August 2018 um 18:01 | Antworten

    Leitmedien falscher könnte man diese gar nicht bezeichnen Lügenpresse oder Zwangspresse der Bürger (das Personal) wird gezwungen die tägliche Gehirnwäsche auch noch zu bezahlen das ist doch genial oder ?

  2. Hans-Dieter Brune | 7. August 2018 um 20:44 | Antworten

    Ist das Schämen dieses Kommentators des bayerischen Rundfunks ein Argument? Ist sein Gefühl ein Argument? Was für ein Schwachsinn!

  3. Michael Schulze | 8. August 2018 um 9:07 | Antworten

    Wer ins Wahlprogramm und in die Mitgliederliste der AFD schaut, der muss sofort erkennen, dass das eine asoziale, neoliberale PArtei des sinnlosen Finanzkapitalismus ist, vielleicht nur mit etwas mehr nationalistischer Ausprägung, die sie bei wirklicher Machtübernahme schnell verlieren wird: denn Kohle wird an den internationalen Börsen gemacht, auch von AFD-Mitgliedern.

  4. Gabriel van Helsing | 8. August 2018 um 20:07 | Antworten

    Bei Kommentaren des Öffentlichen Rundfunks, schalte ich Grundsätzlich den Ton ab.
    Ich habe mir abgewoeht, Nachrichten aus der Glotze zu konsumieren.
    In jeder Sendung des WDR muss wenigstens einmal etwas über Flüchtilantis berichtet werden, sonst sind die Programmdirektore unglücklich. Und einen Staatsfunk brauche ich nicht, der Regierungstreu alles nach plappert.
    Ja ich gebe es zu, auch ich spekuliere an der Börse. Zwar wird es nie zu Mehrheitsverhältnisse an irgendwelchen Firmen von mir kommen. Auch stuerze ich mich nicht ins Unglück mit meinen Aktien, wenn es Mal schief läuft. Dafür habe ich zu wenige. Eine der Aktie würde Mal für 100 Euro gekauft und ist jetzt über 1000 Euro Wert. Nein, der AfD gehöre ich nicht an. Auch habe ich bis jetzt meine Steuern und Sozialabgaben bezahlt.

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