MEINUNG: EU am Scheideweg- Deutschland bleibt auf der Strecke

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (No Ratings Yet)
Loading...
Schulz Hanswurst

Ist Martin Schulz ein „demagogischer Hanswurst?“ Dies jedenfalls legt ein Meinungsartikel von Bruno Banduleit nahe, in dem er das Gebahren von Martin Schulz untersucht. Der SPD-Frontmann hat die Vereinigten Staaten von Europa gefordert. Wer nicht mitmachen möchte, der solle die EU dann ohne weiteres Verfahren verlassen, hieß es. Watergate.TV hatte berichtet.

Der Kommentar von Bruno Banduleit, ein bekannter früherer Welt-Journalist, greift diesen Fall mit interessanten Aspekten ebenfalls auf. Wir dokumentieren die aus unserer Sicht wichtigsten Fakten. Die Rede von Macron im September, die Watergate.TV auch dokumentiert hatte, war mit Angela Merkel abgesprochen oder war der deutschen Kanzlerin zumindest vorgelegt worden. Er warb für „soziale und steuerliche Konvergenz“ (Quelle s. unten). Es ging um mehr Zentralismus in der EU und um eine Umverteilung zwischen den einzelnen Staaten.

Juncker möchte 700 Milliarden Euro

Der Kommentar von Banduleit greift zudem die Äußerungen von Jean-Claude Juncker auf, in denen dieser dafür plädierte, dass der Euro-Rettungsschirm ESM in einen „Europäischen Währungsfonds“ transformiert werden müsse. Der entscheidende Unterschied zum bisherigen ESM: Wenn es um Rettungskredite an einzelne Staaten geht, dann würden nicht mehr die Regierungen der einzelnen Staaten dafür maßgeblich sein, sondern die EU-Kommission, aktuell von Juncker geführt, wäre dafür verantwortlich, das Geld zu verteilen.

Allerdings räumt Banduleit dem Vorstoß kaum Chancen ein. Immerhin müssten ja sämtliche Staaten der EU den Plan abnicken. Dennoch: Hier zeigt sich schon, in welche Richtung die EU diskutiert. Zurück zu Macron: Der will diesen Zentralismus offenbar auch. Und Deutschland, so Banduleit, habe ja offenbar keine Gegenstrategie.

Übrigens votierte auch Sigmar Gabriel schon dafür, wie jetzt sein Kollege Schulz aus der SPD: „Jeder Euro, den wir also für den EU-Haushalt zur Verfügung stellen, kommt – direkt oder indirekt – mehrfach zu uns zurück“, so hatte es Gabriel dargestellt (Quelle s. unten).

Macron übrigens ist nach Meinung von Bandulet nicht bereit, gleichzeitig die französische Souveränität aufzugeben. Vielmehr habe sein Land eine ausgezeichnete Stellung innerhalb des Uno-Sicherheitsrates inne. Also ginge es darum, die nationale Souveränität aufrecht zu erhalten. Macron will von Deutschland nicht, dass es die französische Macht beschneidet, sondern schlicht das Geld. Dies wiederum lässt sich anhand von Aussagen belegen, in dem Macron den deutschen Geiz bemängelt. „Deutschland will keine Finanztransfers. Dieses alte Denken aber müssen wir hinter uns lassen.“ (Quelle s. unten).

Halten wir fest, was Bandulet sagt:

  1. Macron ist nicht alleine: Er will den EU-Zentralismus und gemeinsame Haftungen.
  2. Merkel unterstützt ihn dabei oder hat die Papiere zumindest abgenickt.
  3. Die SPD mit Schulz UND Gabriel unterstützt Macron.
  4. Es geht um die Finanztransfer Deutschlands. Um nichts anderes. Politische Einflussnahmen Frankreichs werden nicht beschnitten.

Gute Nacht, Deutschland. Die GroKo vollendet ihr Werk.

Quelle Kommentar: https://jungefreiheit.de/debatte/kommentar/2017/zum-schaden-deutschlands/

 

Diese und tausende andere News finden Sie ab jetzt auch auf Krisenfrei.de
  • Deutschlands größte alternative Suchmaschine
  • Über 2000 News aus allen TOP Quellen
  • Unabhängig und Übersichtlich
>>> JA, ich möchte alle alternativen News auf einen Blick

Kommentar hinterlassen zu "MEINUNG: EU am Scheideweg- Deutschland bleibt auf der Strecke"

Hinterlasse einen Kommentar

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*