Merkel bleibt weg: Söder will Kanzlerin nicht im Wahlkampf

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Schon vor dem Auftritt beim EU-Sondergipfel hat die Kanzlerin eine weitere schwere Schlappe einstecken müssen. Der Ministerpräsident in Bayern, Markus Söder, hat die Öffentlichkeit über die „Welt am Sonntag“, hier zitiert aus dem „Merkur“, wissen lassen, zu seiner Abschlusskundgebung käme keine Bundeskanzlerin, sondern vielmehr ein Bundeskanzler. Das saß.

Kurz darf kommen, Merkel nicht

Gemeint war nicht etwa ein Mann als „neuer“ Bundeskanzler, sondern der österreichische Regierungschef Sebastian Kurz. Das ist offensichtlich für die Kanzlerin noch peinlicher, insofern es zu erwarten gewesen wäre, dass die Kanzlerin als Regierungschefin nicht vom Regierungschef eines Nachbarlandes ausgestochen würde.

Kurz ist offenbar als „Gegenspieler“ von Angela Merkel eingeladen worden, was die Positionen in der Flüchtlingsfrage betrifft. Söder möchte offenbar nicht mit Merkels Positionen konfrontiert werden, sondern baut an der Fassade der CSU als der Flüchtlings-Regelungs-Partei weiter.

Kurz selbst soll seine Teilnahme bereits zugesichert haben. Umgekehrt wird berichtet, dass Söder nicht nur zur Abschlusskundgebung auf Merkel verzichten wolle, sondern sie überhaupt nicht im Wahlkampf für das Bundesland Bayern einsetzen wolle. Einen derartigen Verzicht hat es zwischen der CDU und der CSU in Wahlkämpfen bislang niemals gegeben. Ein Affront, wie Kritiker und Beobachter meinen.

Bislang war noch keine Stellungnahme von Angela Merkel dazu zu vernehmen. Sie hat offenbar derzeit nach Berichten von Journalisten, die mit ihr reisten, den Kampf um ihr Amt aufgenommen und verstanden, dass es hier um „alles“ geht. Die Absage von Söder dürfte sie nach den bisherigen Erfahrungen mit sonstigen männlichen Konkurrenten nicht in der Öffentlichkeit zum Gegenkampf nutzen, sondern subtiler vorgehen. Schon wird sogar spekuliert, ob Angela Merkel die „Grünen“ nicht als Ersatzkandidaten für die CSU ansprechen würde. Wen würde dies nach den jüngsten Attacken der CSU noch überraschen?

Die CSU hat es übernommen, Bundespolitik zu betreiben, wie etwa die „Grenzschutz-Polizei“ oder den Bau von Ankerzentren.

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