Merkel: Eine Milliarde für Afrika

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Nun hat sie den Deal mit Afrika doch gemacht. Afrika soll eine Milliarde Euro in Form von Investitionsfonds erhalten. Deutsche Unternehmen sollen dafür investieren. Bei einer Wirtschaftskonferenz zum sogenannten „Compact with Africa“ in Berlin, kündigte Merkel die Gründung des Fonds in diesem Umfang an. Von diesem Fonds sollen deutsche Firmen, die in Afrika investieren und kleine afrikanische Unternehmen, die Darlehen brauchen, profitieren. Zudem sollen deutsche Privatunternehmen, die ihr Geld in den afrikanischen Kontinent stecken, künftig besser abgesichert sein. Es sei „moderne Entwicklungspolitik, von staatlicher Hilfe hin zu privaten Investitionen zu kommen“, sagte Merkel.

Ob der von Merkel angepriesene „Compact with Africa“ am Ende die Erwartungen erfüllt, wird man in Deutschland wohl nie erfahren. Vielmehr dürfte auch dieser wie all die anderen, angepriesenen Entwicklungshilfen der Vergangenheit enden. Bislang zogen die Afrikaner immer den Kürzeren, denn den Profit machten lediglich die an ihrer Gewinnmaximierung interessierten Unternehmen. Mal wurden Diktaturen installiert, wie etwa im Kongo, der reich an wertvollen Bodenschätzen ist. Oder es wurden „angebliche“ Diktaturen beseitigt, wenn diese nicht in die Pläne der „Entwicklungshelfer“ passten. Es darf also Zweifel an Merkels „Hilfsindustrie“ bestehen, die mit ihrem neoliberal geprägten globalen Wirtschaftssystem kaum an einer gewinnbringenden Partnerschaft interessiert ist, bei der ethische Werte vertreten werden.

Schon Anfang September sagte Merkel, dass sie durch die Investitionen in Afrika die „Fluchtursachen“ bekämpfen wolle. Wirtschaftswissenschaftler belegten jedoch, dass Entwicklungshilfe meist nichts bewirkt und sogar kontraproduktiv ist. Entwicklungshilfe von reichen Ländern sei eine weitere Ursache für die Not in Afrika. In den vergangenen fünfzig Jahren sei mehr als eine Billion Dollar Entwicklungshilfe nach Afrika gezahlt worden. Dennoch gehe es den Afrikanern schlechter. Die Armen wurden ärmer und das Wirtschaftswachstum verlangsamte sich. Die finanziellen Transferleistungen, mit dem Ziel, die afrikanische Wirtschaft zu fördern, kamen nicht bei den Armen, sondern bei den korrupten Regierungen an. Und die Gelder, die tatsächlich bei den vorgesehenen Empfängern ankamen, bewirkten keine Steigerung der Produktivität. Es sei nirgends ersichtlich, wo Entwicklungshilfe je zu Wachstum in Afrika geführt hätte.

Zahlen belegen, dass sich die Armut in Afrika in der Zeit von 1970 bis 1988 von 11 auf 66 Prozent entwickelte – in einer Zeit, in der die Zahlungen für Entwicklungshilfe am höchsten waren. Das Geld fiel korrupten Regierungen in die Hände, die sich nicht gegenüber der Bevölkerung verantwortlich fühlten. Bürgerliche Rechte wurden abgeschafft. Die korrupten und menschenrechtsfeindlichen Regierungen wurden schließlich für Investitionen aus dem In- und Ausland unattraktiv. Der Kapitalismus konnte sich aufgrund der Korruption nicht entwickeln.

Kritiker sind der Ansicht, dass Entwicklungshilfe lediglich Regierungen hilft. Bei der Bevölkerung kommt aber nichts von dem Geld an. Deshalb würde es die Bevölkerung auch nicht merken, wenn die Entwicklungshilfen ausbleiben. Mit Entwicklungshilfe würde man Afrikaner eher zu Unselbständigkeit und Bettlern erziehen.

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2 Kommentare zu "Merkel: Eine Milliarde für Afrika"

  1. Harald Schröder | 1. November 2018 um 11:53 | Antworten

    Merkel verschweigt das größte Problem Afrikas

    Angela Merkel hat zu einem Afrika-Gipfel in Berlin eingeladen. Es geht um wirtschaftliche Investitionen deutscher Unternehmen in Afrika. Themen wie Bevölkerungsentwicklung, Armut und Migration bleiben außen vor.

    Mit der Bevölkerungsentwicklung ist eine Zunahme der Menschen in Armut vorprogrammiert. Manche Experten gehen sogar davon aus, dass es bereits deutlich vor 2050 zu einer großen Armutskatastrophe in Afrika kommen könnte
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    • Merz lass nach – vom Merkeln in die Traufe
    • Millionensumpf rund um EU-Asylagentur aufgedeckt
    • Belgier müssen auf weihnachtliche Bezeichnungen verzichten
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    https://tagebuch-ht.weebly.com/n

  2. Es wird alles auf der Basis Kredit / Schuld gemacht. Was soll das für eine Hilfe sein? Die Länder in Afrika immer weiter in die Schulden treiben? Aus der Nummer kommen die nie raus – https://mumu1.bplaced.net/mist.html

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