+++ Merkel-Regierung will Glyphosat-Studien von Monsanto geheim halten +++

Merkel Glyphosat geheim

Watergate.tv hatte darüber berichtet, dass die Glyphosat-Studien, die die EU-Lebensmittelbehörde Efsa und die Europäische Chemikalienagentur ECHA als Entscheidungsgrundlage zur Verlängerung von Glyphosat genommen hat, von Monsanto selbst geschrieben wurde (http://www.watergate.tv/2017/09/19/unfassbarer-giftskandal-schreibt-monsanto-das-glyphosat-gutachten-des-bundesinstituts-selbst/).

Die Studie von Monsanto „belegt“, dass Glyphosat nicht krebserregend sei. Andere Studien, unter anderem von der IARC (Agentur für Krebsforschung) der Weltgesundheitsorganisation WHO, sowie zahlreichen unabhängigen Forschungsinstituten in Frankreich und Deutschland beweisen schon lange, dass Glyphosat in höchstem Maße krebserregend und gesundheitsschädlich ist. Glyphosat ist zudem für das Bienen- und Insektensterben sowie die Zerstörung der Biodiversität verantwortlich. Watergate.tv berichtete mehrfach ausführlich darüber.

Dem Spiegel liegt jetzt ein Dokument des Europäischen Gerichtshof (EuGH) vor. Demnach untersucht der Europäische Gerichtshof aktuell die potenziellen Gefahren des Pflanzengiftes. Denn dem EuGH liegen andere Studien vor, die die Gefahr von Glyphosat bestätigen.

Brisant: Das Dokument, das dem Spiegel vorliegt, beweist, dass die Bundesregierung sich in das Verfahren des EuGH eingeschaltet hat, um zu verhindern, dass die Studien über die gesundheitsschädlichen Auswirkungen von Glyphosat veröffentlicht werden. Vier Grünen-EU-Abgeordnete hatten beim EuGH auf die Herausgabe der Studien geklagt.

Auf Anfrage beim Landwirtschaftsministerium, warum sich die Bundesregierung in das Verfahren des EuGH eingeschaltet hat, wurde lediglich mitgeteilt, „dass die Bundesregierung grundsätzlich keine Auskünfte über die Hintergründe für einzelne Schritte geben kann“. Agrarminister Christian Schmidt (CDU) hatte kürzlich entgegen der Geschäftsordnung der Bundesregierung in Brüssel für die Verlängerung von Glyphosat gestimmt.

Die Grünen-Europaabgeordneten sagten, die deutsche Bundesregierung stelle die Interessen der Lobby über den Schutz von Gesundheit um Umwelt. Die europäischen Bürger hätten ein Recht zu erfahren, wie die Beurteilung durch die Efsa zustande gekommen sei.

Watergate Redaktion 8.12.2017

 

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