Merkel wird US-Flüssiggas nach Deutschland bringen

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Merkel wird nun auf die Forderungen von US-Präsident Trump eingehen, die US-Flüssiggaslieferungen nach Deutschland zu ermöglichen. Demnach hat die Kanzlerin gegenüber einer Gruppe von Abgeordneten in Berlin gesagt, die „Regierung habe sich dazu entschlossen, den Bau des ersten großen Flüssiggas-Terminals in Deutschland finanziell zu unterstützen“. Dies berichtet das „Wall Street Journal“.

Trump hatte Sanktionen gegen Deutschland angedroht, als das North-Stream-2-Projekt mit Russland abgeschlossen wurde. Mit dem Neubau der LNG-Anlage (Liquefied Petroleum Gas) erklärt sich Deutschland zum ersten Mal bereit, Flüssiggaslieferungen aus den USA annehmen. Die Investition für einen Gas-Terminal wird auf mindestens 500 Millionen Euro geschätzt. Ein lukratives Geschäft für den Konzern, der den Auftrag erhält. Derzeit sollen sich drei norddeutsche Hafenstandorte um den Auftrag bemühen: Stadt an der Elbe, Brunsbüttel am Nord-Ostsee-Kanal sowie Stade bei Hamburg.

Ein Firmenkonsortium soll bereits mit LNG-Lieferanten aus den USA in Verhandlung stehen. Der deutsche Erdgasbedarf soll künftig mit 15 Prozent LNG gedeckt werden. Die USA verfügen anscheinend über riesige Mengen des Fracking-Gases. Es wird in riesigen Schiffen hierher transportiert und in flüssiger Form vereinnahmt. In den LNG-Terminals soll das Flüssiggas in Erdgas umgewandelt werden. Durch den hohen Aufwand (Transport, Umwandlung) ist das Gas allerdings 20 Prozent teurer, als das Erdgas aus der russischen Pipeline.

Merkel bezeichnet ihren Sinneswandel nicht als Niederlage, sondern als „strategische Entscheidung“, die sich nach ihrer Ansicht langfristig für die „Menschen“ auszahlen könne. Man könne nicht davon ausgehen, dass sich ein LNG-Terminal nach zehn Jahren rechne. Daher sei eine langfristige staatliche Unterstützung notwendig. Experten sind der Ansicht, dass die Öffnung des LNG-Energiemarktes für Deutschland keinen wirtschaftlichen Nutzen haben wird.

Merkel hatte bereits im Mai die umwelt- und gesundheitsschädlichen Fracking-Bohrungen in Deutschland erlaubt. Anstatt Fracking für alle Lagerstätten zu verbieten, will die Bundesregierung die gefährliche Fördermethode noch ausweiten. Beim Fracking wird Sand mit Chemikalien und Wasser versetzt und unter hohem Druck in die Erde befördert. Bei den dadurch entstehenden Rissen strömt Erdgas zur Bohrstelle. Das Gestein muss mittels Chemikalien und hohem Druck erst aufgebrochen werden, damit das Erdgas entweichen kann.

In den USA wird schon seit längerem Gas und Öl durch Fracking gewonnen. Das Problem dieser extrem teuren und aufwendigen Fördermethode ist die Umweltverschmutzung durch die eingesetzten Chemikalien. Denn die Chemikalien sind hochgradig gesundheitsschädlich. Wissenschaftliche Untersuchungen in den USA haben ergeben, dass der Chemikalien-Cocktail, der beim Fracking zum Einsatz kommt, Krebs verursachen kann.

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2 Kommentare zu "Merkel wird US-Flüssiggas nach Deutschland bringen"

  1. Sandra Markowitsch | 26. Oktober 2018 um 14:12 | Antworten

    Meines wissens müssten die Ostdeutschen laut Vertrag ihr Gas aus Russland kostenlos beziehen, da sie an der Druschbatrasse in Perm und andernorts mitgebaut haben.

  2. Wer kauft teures ami-Gas. Wenn Russland billiger ist?

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