Merkels Angst vor dem Ende der CDU

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„Wenn wir uns für den Rest des Jahrzehnts damit beschäftigen wollen, was 2015 vielleicht so oder so gelaufen ist und damit die ganze Zeit verplempern, dann werden wir den Rang als Volkspartei verlieren“, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel in einer Rede vor den CDU-Mitgliedern in Thüringen. „Deshalb fordere ich, dass wir uns jetzt um die Zukunft kümmern, denn die Partei beschäftigt sich seit einem Jahr zu viel mit sich selbst. Solche Menschen wählt man nicht“.

Doch den Rang als Volkspartei wird die CDU nicht wegen der Union- und Koalitionsinternen Streits verlieren, sondern wegen der anhaltenden Tatenlosigkeit. Das 2015 selbst geschaffene Problem sowie die parteiinterne Diskussion über das schlechte Bundestagswahlergebnis von 2017 will Angela Merkel aus den Diskussionen verbannen. „Es habe seit 2015 riesige Fortschritte gegeben“, so die Kanzlerin, und deshalb „fordere sie jetzt, sich um die Zukunft zu kümmern“, so Merkel.

Doch die Bürger werden es nicht mehr dulden, dass die durch Merkels Kurzschluss-Entscheidung 2015 entstandenen Probleme einfach wegdiskutiert werden. Entscheidungen und Handeln sind gefragt, worauf die Bürger seit drei Jahren vergeblich warten. Dadurch leistet die Kanzlerin und das CDU-Gefolge unfreiwillig Wahlkampfhilfe für die AfD.

Nur wenige Tage vor der Hessenwahl befinden sich sowohl SPD als auch CDU weiter im Sinkflug. Beide Parteien müssen bei der Wahl am 28. Oktober starke Verluste befürchten. In Umfragen liegt die CDU nur noch bei 26 Prozent, die SPD erreicht gerade mal 20 Prozent. Merkel und Nahles sehen sich deshalb genötigt, für die Rettung der beiden Volksparteien in die Bresche zu springen. Bundesweit kommen Union und SPD zusammen sogar nur noch auf 40 Prozent. Im „Sonntagstrend“ von Emnid lag die Union bei 25 Prozent und die SPD bei 15 Prozent.

Die Lage in der SPD ist besonders dramatisch. Nahles, die gar keine Linie mehr findet, verteidigte am Wochenende die große Koalition, die sie erst kurz zuvor in Frage stellte. So erklärte die SPD-Vorsitzende, dass die „SPD sich am stärksten für bezahlbaren Wohnraum und für stabile Renten einsetze. Die SPD mache Politik für die Vielen und nicht für die Wenigen“, so Nahles. Im Koalitionsvertrag seien so viele gute Punkte für das Land vereinbart worden, die man umsetzen wolle. Ob Nahles wohl selbst glaubt, was sie erzählt?

Sollte es in Hessen ein ähnliches Wahldebakel wie in Bayern geben, womöglich mit einem Ministerpräsidenten der Grünen, könnte die geplante Kandidatur Merkels für die Wahl des Parteivorsitzes im Dezember parteiintern endgültig in Frage gestellt werden. Für die SPD gibt es laut Umfragen keine Alternativen mehr. Mit Umfragewerten von 14 Prozent könnten die Sozialdemokraten bei einer Neuwahl gerademal auf Platz vier hinter der AfD und den Grünen landen.

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1 Kommentar zu "Merkels Angst vor dem Ende der CDU"

  1. Harald Schröder | 24. Oktober 2018 um 18:49 | Antworten

    Der große Parteien-Check zur hessischen Landtagswahl
    Der Deutschland Kurier hat die Programme und Wahlaussagen der wichtigsten Parteien zur Hessen-Wahl analysiert. Eine Orientierungshilfe für alle, die bei ihrer Wahlentscheidung noch unentschlossen sind.
    ____________________________
    https://tagebuch-ht.weebly.com/n

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