Militärflughafen bei Hannover kostet 750 Millionen Euro

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Pannenflieger

Die Militärbasis A400M bei Hannover gerät aufgrund der explodierenden Kosten immer wieder in die Kritik. Nun sollen weitere Kosten dazukommen. Die großen Militärtransportmaschinen brauchen einen Heimat-Flughafen. Dieser muss aber extra ausgebaut werden. Der Luftwaffen-Standort Wunstorf entwickelt sich immer mehr zur Drehscheibe für internationale Militär-Einsätze. Das Landesfinanzministerium schätzt die Kosten für den Ausbau des Flughafens auf 750 Millionen Euro ein.

Für den Ausbau von Wunstorf wurden in den Jahren zwischen 2009 und 2016 rund 450 Millionen Euro ausgegeben. Bis 2028 und eventuell darüber hinaus soll die Modernisierung des Flughafens noch weitere 300 Millionen Euro kosten. Von den bislang 19 Transportflugzeugen sollen derzeit nur acht einsatzbereit sein. Das Flugzeug A400M gilt als weltweit modernstes Militärtransportflugzeug, jedoch gab es bei der Entwicklung der ersten Flugzeuge für die Bundeswehr immer wieder technische Probleme.

Die Bundeswehr hat insgesamt 53 Transporter bei Airbus bestellt, damit die alten Transportflugzeuge „Transall“ ersetzt werden können. Die Probleme bei der Herstellung der Transporter durch Airbus sollen laut Verteidigungsministerium elf Jahre Verzögerung verursacht haben. Die Kosten sollen deswegen 7 Milliarden Euro höher sein, als ursprünglich geplant. Die A400M wurde bisher auch als Tankflugzeug verwendet. Außerdem will die Bundeswehr das Flugzeug als „fliegende Intensivstation“ einsetzen.

Die Luftwaffe stellte dazu eigens ein als Sanitätsflugzeug ausgerüstetes Flugzeug vor. Bei einem Evakuierungseinsatz beispielsweise sollen bis zu sechs Intensivpatienten gleichzeitig behandelt werden können. Auch verletzte Reisende sollen aus Krisengebieten im Ausland nach Deutschland zurücktransportiert werden können.

Der Militärtransporter A400M gilt als „Rüstungsflop“ bei der Bundeswehr. Das erste Exemplar sollte 2009 fertig sein. Bis 2014 war noch immer keine Maschine an die Luftwaffe ausgeliefert. Deutschland stornierte einen Teil des Auftrags, um den Bundeshaushalt nicht noch stärker zu belasten. Von den ursprünglich geplanten 60 Maschinen nimmt die Bundeswehr jetzt noch 53 Maschinen ab. Dreizehn sollen direkt weiterverkauft werden. Auch bei der technischen Ausstattung musste die Luftwaffe Abstriche machen. Das vielgepriesene Prestigeprojekt entwickelte sich zum Pannenflieger, für dessen Mehrkosten mal wieder der deutsche Steuerzahler aufkommen darf.

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2 Kommentare zu "Militärflughafen bei Hannover kostet 750 Millionen Euro"

  1. Deutschland hat zu wenig Schulden, im vergleich mit den Amis.

  2. Die A400M ist tatsächlich ein Planungsfehler, aber nicht auf Seite von Airbus, sondern auf Seiten Bundeswehr /Bundeswehrbeschaffung/ Politik. Ich habe Kontakte zu Airbus und ein Airbusingenieur hat mir gesagt, (natürlich ohne auf sicherheitsrelevante Details einzugehen), dass bestimmte Wünsche die Entwicklung verzögert hätten. So wollte die Politik kein Triebwerk eines namhaften Herstellers von Turboprop Triebwerken, sondern es musste ein zu entwickelndes sein. Bei mehreren Details war es ähnlich. Aber er sagt auch, wenn diese Probleme mit Zulieferern überwunden sind, wird es der beste Transporter dieser Klasse weltweit.

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