Nach Brexit: Ärger um EU-Fischer in britischen Gewässern

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Obwohl Großbritannien am 31. Januar aus der Europäischen Union ausgetreten ist, fischen noch immer Fischerei-Schiffe aus Ländern der EU in britischen Gewässern. Bis Jahresende wollten die Briten und die EU nach dem Brexit über ihre künftigen Beziehungen verhandeln, auch über das Thema Fischerei. Doch die Briten rüsten schon jetzt ihren Küstenschutz auf, denn Premierminister Johnson wurde davor gewarnt, sich der „Bedrohung“ durch französische Fischer zu beugen.

Großbritannien ist seit langem Teil einer gemeinsamen Fischereipolitik mit der EU, die den britischen Fischereiflotten den gleichen Zugang innerhalb der Europäischen Wirtschaftszone gewährt, wie den EU-zugehörigen-Fischern. Die britische Regierung besteht nun darauf, dass die britischen Fischereirechte verteidigt werden müssten. Fischer wurden bereits gewarnt, dass ihre Fänge gefährdet sein könnten.

Nun droht offenbar Ärger mit Frankreich. Angeblich sollen Blockaden errichtet werden, um britische Schiffe am Einlaufen in französische Häfen zu hindern. Letztes Jahr drohte der Vorsitzende des regionalen Fischereiausschusses in Nordfrankreich, dass kein einiges britisches Schiff mehr nach Frankreich gelangen dürfe, falls es nicht zu einer Einigung käme. Präsident Macron hatte nach dem Brexit wiederholt Zugang zu britischen Gewässern gefordert.

EU-Beamte in Brüssel warnten Johnson. Sie deuteten an, dass Großbritannien keinen Zugang zu europäischen Märkten erhalten werden, wenn die britischen Gewässer für den Kontinent abgeriegelt würden. Medienberichten zufolge will Johnson ein Abkommen mit der EU im norwegischen Stil verhandeln. Norwegen kontrolliert seine eigenen Gewässer und legt gleichzeitig einen jährlichen Quotenanteil mit der EU fest.

In London nannte man die EU „starrköpfig“ und sie stelle „ungeheuerliche Forderungen“. Die geforderten Quotenanteile für die EU-Fischerei seien „ausbeuterisch“. Die EU sei 40 Jahre „kostenlos“ mit Fischereiprodukten aus britischen Gewässern versorgt worden, die britischen Meere seien regelrecht „beraubt“ worden.

Angesichts potenzieller Zusammenstöße von französischen und britischen Fischereibooten im Ärmelkanal wurde nun von der Königlichen Marine ein „Fischereischutz-Geschwader“ eingerichtet. Zwei weitere Schiffe sollen dafür sorgen, dass kein Fischfang ohne Lizenz stattfindet. Bis Ende des Jahres sollen 22 weitere Schiffe der Royal Navy zum Schutz der britischen Gewässer hinzukommen.

Ende des Jahres, am Ende der Übergangsperiode, werden die Briten, die jetzt nicht mehr Mitglied der EU sind, auch aus der gemeinsamen Fischereipolitik aussteigen, die bisher die Fangquoten in den EU-Gewässern einschließlich der britischen regelt. Was danach kommt, ist offen. Die Fischerei, obwohl für die britische und die EU-Wirtschaft von geringer Bedeutung, hat auf beiden Seiten hohes Erregungspotenzial. Nicht der erste Fall, in dem die EU einfach vergisst, dass Großbritannien aus der EU ausgetreten ist – lesen Sie hier mehr. 

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3 Kommentare zu "Nach Brexit: Ärger um EU-Fischer in britischen Gewässern"

  1. Die EU verhält sich äußert krass zum Brexit. Nach dem Fähnchen schwenken zum Abschied hat die Vizepräsidentin sie aufgefordert das zu unterlassen und gesagt „nehmen sie ihre Fähnchen und gehen sie, lebe wohl!“ und praktisch raus geworfen, das 47 Jahre EU Mitglied war! So geht man nicht mal mit Feinden um. Damit ist die Türe zu für Verhandlungen und widerspricht dem Geist der EU bzw zeit die Wahrheit, Krieg statt Frieden.

  2. Der Reichsdeutsche sagt | 13. Februar 2020 um 16:03 | Antworten

    Bexit muss erst der Anfang sein wird Zeit für unseren DEXIT aus der EUDSSR wie wäre es nur mal so als eine Frage.
    Das BP – ÖL ist doch unser Eigentum und gehört uns dem deutschen Volk das ist nämlich unser ÖL in der Nordsee.
    Aber bei einem Treuhänder und Verwalter der Treugeber der Alliierten und der Besatzer ist das natürlich nur ein Traum oder ein Wunsch eines Patrioten !!!!!!

  3. Es wird endlich Zeit für den Dexit

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