Nach Journalisten-Mord: Deutschland müsste Waffenlieferungen an Saudis stoppen

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Wenn Saudi-Arabien tatsächlich den regierungskritischen Journalisten Khashoggi im Istanbuler Generalkonsulat Saudi-Arabiens ermordet haben sollte, müssten nicht nur die USA ihre Beziehungen zu Saudi-Arabien bedenken, sondern auch Deutschland. Zwar reden die Saudis noch von einem „Unfall“ bei einem Verhör, doch türkische Quellen zeichnen ein erschreckendes Bild. Im Vergleich dazu sind die Giftmordversuche an Skripal harmlos.

Khashoggi entstammt selbst der saudischen Elite und ist der Vetter des saudischen Milliardärs und Waffenhändler Adnan Khashoggi. Er begrüßte zwar die Reformen des Kronprinzen Salman, doch kritisierte er seine zunehmend autoritäre Herrschaftsweise. Aus Angst vor Verfolgung ging Khashoggi dann vor einem Jahr in die USA um für die Washington Post zu schreiben. Er sagte, er könne nicht mehr nach Saudi-Arabien zurückkehren, wollte aber in Istanbul eine türkische Frau heiraten.

Die Hochzeit sollte bereits am 3. Oktober stattfinden, Khashoggi wollte am 2. Oktober die Papiere im Istanbuler Generalkonsulat Saudi-Arabiens abholen. Das berichtet „Zeit Online“. Seine Verlobte wartete vor dem Gebäude auf ihn, jedoch kam er nicht wieder heraus. Auf Nachfragen, wo er denn sei, wurde ihr mitgeteilt, er sei bereits gegangen.

Türkische Geheimdienstquellen sollen angeblich Audio- und Videoaufnahmen von einem 15-köpfigen Mordkommando gemacht haben, das an diesem Tag mit zwei Privatflugzeugen aus Saudi-Arabien eingeflogen worden sein soll. Die Aufnahmen sollen wiedergeben, dass Khashoggi gefoltert, ermordet und mit einer Säge zerstückelt worden sein soll. Die Leichenteile sollen dann im Gepäck weggeschafft und wieder ausgeflogen worden sein. Amerikanische Geheimdienste sollen eine Konversation unter saudi-arabischen Sicherheitsbeamten abgehört haben, die über die Entführung Khashoggis beraten haben sollen.

Es gibt keine Beweise, dass Khashoggi das Konsulat lebend verlassen hat. Die Überwachungskameras waren zu dieser Zeit ausgeschaltet. Die Türkei so wie die USA zögern zwar noch, das Material zu verwenden. Doch der Verdacht könnte gerechtfertigt sein. Die Situation ist für Trump heikel. Mit Saudi-Arabien macht er seine Nahost-Politik und hat milliardenschwere Rüstungsverträge geschlossen. Bislang hat Trump jedoch nicht vor, die Rüstungsverträge zu kündigen. Für den Fall, dass Khashoggi doch von den Saudis ermordet wurde, kündigte Trump eine „harte Bestrafung“ an.

Angesichts der Terrorangriffe auf das Word Trade Center am 11. September 2011, die mit Hilfe der Saudis ausgeführt worden sein sollen, forderten Senatoren Trump auf, die militärischen, politischen und wirtschaftlichen Beziehungen zu Saudi-Arabien jetzt zu überdenken. Auch Merkel-Deutschland muss seine Politik gegenüber den Saudis überdenken. Sollte sich der Mord an Khashoggi entsprechend der Berichte bewahrheiten, müsste auch die Bundesregierung ihre Waffenlieferungen sofort einstellen. Sanktionen reichen nicht aus.

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1 Kommentar zu "Nach Journalisten-Mord: Deutschland müsste Waffenlieferungen an Saudis stoppen"

  1. Hätte Hätte Fahrradkette ….wo denkt ihr hin ? Diese „feinen“ Herren werden sich doch durch solche „Lappalien“ nicht das Geschäft und ihre Agenda versauen lassen.

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