Nach Massenentlassungen herrscht jetzt dramatischer Lehrermangel

Lehrermangel

Für viele Lehrer begannen die Sommerferien mit einem Schock. Tausende wurden kurz vor den Sommerferien entlassen. Damit wollen die Länder bis zum Beginn des nächsten Schuljahres Millionen einsparen. Dass jetzt Tausende Lehrer arbeitslos sind, interessiert dabei nicht. Betroffen sind hauptsächlich Lehrer mit befristeten Verträgen im Angestelltenverhältnis. Die Befristung von Arbeitsverträgen hat selbst vor dem Lehrerberuf nicht halt gemacht.

Bereits 2017 grassierte das Phänomen Lehrerentlassungen kurz vor den Sommerferien. Im vergangenen Jahr waren rund 5.000 Lehrer arbeitslos. Die Zahl arbeitsloser Lehrer steigt regelmäßig in den Sommerferien an. Der Trend ist klar erkennbar. Die tatsächliche Zahl der arbeitslosen Lehrer dürfte aber viel höher sein. Nicht alle melden sich arbeitslos, ebenso wie viele Arbeitslose aus anderen Branchen.

Das rücksichtslose Verhalten der Länder verursacht gerade bei jungen und noch motivierten Lehrern große Verunsicherung. Der Deutsche Lehrerverband fordert 50.000 neue Stellen. Es sei skandalös, dass sich trotz des Lehrermangels und massiven Unterrichtsausfalls viele Länder weigern, befristete Verträge in dauerhafte Anstellungen umzuwandeln. Besonders junge Lehrer würden als „beliebig verschiebbare Manövriermasse missbraucht“, kritisiert der Vorsitzende des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger.

Dieses Jahr registriert die Bundesagentur für Arbeit die meisten Arbeitslosmeldungen von Lehrern, vor allem in Baden-Württemberg, in Bayern, in Niedersachsen und in Hamburg. Das Kultusministerium Baden-Württemberg redete sich damit heraus, dass die befristete Anstellung von lediglich drei Prozent aller Lehrer die große Ausnahme sei. Zudem seien meist Vertretungslehrer von den Entlassungen betroffen. Dass in den Sommerferien auch Tausende Referendare ohne Gehalt dastehen, interessiert anscheinend auch nicht. Denn Referendare haben keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld, weil sie als Beamte während des Vorbereitungsdienstes nicht in der Arbeitslosenversicherung versichert sind.

Die Folgen dieser verantwortungslosen Sparpolitik zeigen sich jetzt: Schon jetzt herrscht dramatischer Lehrermangel, in den nächsten Jahren sollen es 50.000 Stellen sein, die fehlen werden. Unterrichtsausfall, häufiger Lehrerwechsel oder unterqualifizierter Unterricht ist oftmals an der Tagesordnung. Die Länder schweigen das Thema jedoch bislang tot. Kultusminister, die Lehrer auf Reserve einstellen wollten, scheiterten am Finanzminister. Dabei wäre das die einzige Möglichkeit, Engpässe auszugleichen.

Die Lehrersituation führt inzwischen auch dazu, dass viele Lehramtsstudenten nach Studienabschluss dann lieber in die Wirtschaft gehen, als in den Lehrdienst. Nicht nur Schulen, sondern auch Universitäten sind vom Lehrkräftemangel betroffen. Das liegt u. a. auch an den Studienbedingungen, die besonders in Lehramtsstudiengängen sehr schlecht sein sollen. Zudem hat Bildung in Deutschland an Wert verloren, deshalb genießt der Lehrerberuf hierzulande kaum noch Ansehen. In skandinavischen Ländern ist das anders. Dort hat Bildung einen sehr hohen Stellenwert, anders als in Deutschland. Dementsprechend ist der Lehrerberuf dort sehr angesehen und dort herrscht auch kein Lehrermangel.

Unsere Politiker stecken Milliarden an Steuergeldern lieber in Rüstung oder in die Rettung des Euro, anstatt in Bildung, Soziales, Arbeit und Pflege.

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4 Kommentare zu "Nach Massenentlassungen herrscht jetzt dramatischer Lehrermangel"

  1. Na ja, das will man doch so – ein gut ausgebildetes Volk, das viel gelernt hat, stellt Ansprüche an die Politik…
    …ein dummes Volk, das so gut wie gar nichts drauf hat, kann man manipulieren, hin und her schieben, belügen, betrügen, hintergehen und ausbeuten wie man will…

    DAS IST DER GRUND, WESHALB SO VIELE LEHRER ENTLASSEN WURDEN…!!!

  2. Der Staat trägt Verantwortung für seine Bürger und soll diese schützen,auch vor Verdummung.Hier zeigt sich,dass dieser Staat nicht für seine Bürger da ist, die Lehrer einfach auf die Straße setzen ist m.E.ein Verbrechen an den Kindern und unserer Jugend. Er spart an der deutschen Bevölkerung. Hauptsache im Bundestag werden die Gelder nur so rausgeschmissen. Was ist das für eine Regierung?

  3. Der Staat braucht viel Geld für die Versorgung unserer Goldstücke, bis jetzt jährlich angeblich nur 45 Milliarden mit steigender Tendenz. Da muss man doch sparen. Die Systemparteien haben sich bis jetzt nicht geäußert, wie sie das die nächsten Jahre stemmen wollen. Daran sieht man schon, wie verblödet diese (Politiker-)Generation schon ist und nun geht’s bei den Kindern bildungsmäßig total bergab. Wenn das Chaos dann groß genug ist, hoffen diese Politiker darauf, die Neue Welt Ordnung einführen zu können. Die Bürger werden in letzter Verzweiflung darum betteln, wieder in der trügerischen Hoffnung, dass sich was zum Besseren wenden könnte. Die US-Umerziehung der dt. Kriegs- und Nachkriegsgeneration ist bereits ein Selbstläufer und die Schergen haben leichtes Spiel.

  4. Wann begreift ihr endlich, dass alles soooooooo gewollt ist. Und das schon seit den 40igern! Hoothon-Plan, Marshall_Plan, Morgenthau.
    -Plan.
    Bei diesen Plänen geht es um die Vernichtug des deutschen Volkes!!!!!!!

    Kauft euch alle das Buch; „Wenn das die Menschheit wüsste“ vom Jan-van-Helsing Verlag.

    Es lohnt sich!!! Dann wisst ihr ALLES!!!!!

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