Nach neuen US-Sanktionen: Iran lässt seine Öltanker vom Radar verschwinden

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Vor kurzem sind die jüngsten US-Sanktionen gegen den Iran in Kraft getreten. Sie richten sich vor allem gegen die iranischen Öl-Exporte. Er Iran will sich allerdings nicht von den USA Vorschriften machen lassen und greift nun zu Tricks: Seit Ende Oktober sind die iranischen Öltanker vom Radar verschwunden. Teheran versucht, die Verfolgung seiner Tanker zu erschweren. Die USA hatten ihre bislang härtesten Wirtschaftssanktionen gegen den Iran in Kraft gesetzt. Ölindustrie, Banken und der Finanzsektor sollen davon betroffen sein. Die USA wollen den Iran zwingen, das Atomabkommen von 2015 neu zu verhandeln.

Alle Tanker haben ihre Transponder abgeschaltet, mit denen die Bewegungen nachverfolgt werden können. Die Firma „TankerTrackers“ verfolgt jedoch den weltweiten Tankerverkehr via Satellit. Der Iran kann seine Tanker nicht ganz verstecken, da Satellitenbilder heute leicht verfügbar sind. „TankerTracker“ habe alle iranischen Tanker „im Blick“, sagte ein Mitarbeiter der Firma.  Seit der letzten Sanktionsperiode 2010 bis 2015 ist der Iran allerdings gewappnet. Öl wird auf riesigen Tankern vor der Küste gelagert. Wenn ein Kunde schnell kaufen will, steht die Ladung schon bereit. Kleinere Schiffe können kommen und das Öl rasch von Schiff zu Schiff transferieren.

Dennoch sind die Öl-Exporte des Iran bereits eingebrochen. Die ersten Sanktionen von Trump waren im August in Kraft getreten, nachdem der US-Präsident das Atomabkommen aufgekündigt hatte. Das erste „Sanktionspaket“ richtete sich gegen den Finanzsektor, das zweite geht gegen den Ölsektor. Viele Firmen haben sich nun aus Angst vor US-Sanktionen aus dem Öl-Handel mit dem Iran zurückgezogen. Zwar gibt es keine genauen Zahlen über die iranischen Mengen, der Öl-Export ist jedoch erheblich eingebrochen.

Investoren stellen sich schon auf Versorgungsengpässe und Preissprünge ein, obwohl die Öl-Multis aus Russland und Saudi-Arabien ihre Fördermengen erhöht haben. Wie groß die Ausfälle auf dem Weltmarkt sein werden, ist unklar. Wegen der weiter bestehenden Förderbrems der OPEC-Länder könnte das Angebot die Nachfrage bald nicht mehr decken. Anleger haben sich deshalb in den vergangenen Wochen mit Rohöl eingedeckt. Investoren fragen sich, wie es nach Inkrafttreten der Sanktionen weitergeht.

Der Iran kommentierte bereits, dass seine Öl-Exporte nicht gestoppt werden könnten. Trotz der Sanktionen werde der Iran nicht weniger als eine Million Barrel Öl pro Tag exportieren, sagte der Ölminister Sanganeh. „Wir werden China und Indien Öl für ihre Lager liefern“, sagte ein Insider aus dem Umfeld der iranischen Regierung. China jedoch bereitet sich schon seit September auf die Zeit der US-Liefersperren vor. Im September importierte die Volksrepublik im Vergleich zum Vorjahr pro Tag rund 34 Prozent weniger Öl aus dem Iran. Die Chinesen sind vorsichtiger geworden. Vermutlich wird Peking aber einen Weg suchen, die Importe aus dem Iran fortzusetzen. Und der Iran hat Erfahrung darin, auf verschiedenen Wegen sei Öl zu verkaufen und die Spuren zu verwischen.

 

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