Nach Nordafrika wehrt sich jetzt Libyen gegen Merkels „Ankerzentren“

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Das beim EU-Gipfel verfasste Papier mit den geplanten „regionalen Anlauf-Plattformen in enger Kooperation mit relevanten Drittstaaten“ zielt auf die nordafrikanischen Staaten ab. Geht es nach dem Willen der EU und Merkel, sollen die Auffanglager für Migranten, die in die EU einreisen wollen, in Ägypten, Libyen, Tunesien, Algerien und Marokko eingerichtet werden.

Damit soll die Zahl der in Europa ankommenden Migranten reduziert werden. In den Lagern sollen die Ankommenden zudem registriert und ein Asylantrag sogleich geprüft werden. Für die EU ist diese Lösung nachvollziehbar. Die Migrantenmassen werden von Europa ferngehalten und müssen bei Ablehnung des Asylantrags nicht auch noch für teures Geld wieder zurückgeschickt werden. Zudem würde sich zu einem hohen Prozentsatz das Problem der Umverteilung der Migranten innerhalb der EU erübrigen.

Die Idee von den Auffanglagern in Nordafrika hat sich schon bis dorthin herumgesprochen – auch ohne, dass mit den Nordafrikanern darüber gesprochen wurde. Entsprechend unterkühlt fielen die Kommentare aus den Hauptstädten Nordafrikas aus. Dabei hat die EU vor allem Libyen als Hauptpartner im Visier. Denn von dort aus starten die meisten Migrantenboote nach Europa. Die Regierung in Tripolis stellte jedoch bereits klar, dass man gegen jedwede Migrantenlager in Libyen sei. Ähnlich reagierten auch Ägypten, Marokko und Tunesien.

Libyens Premierminister al-Sarradsch wies jetzt jegliche Kritik an der libyschen Küstenwache zurück. Libyen würde täglich mehrere hundert Menschen aus dem Meer retten. EU-Flüchtlingslager lehne der libysche Staatschef allerdings ab. Denn Libyen habe in den vergangenen Jahren Flüchtlingslager für mehrere Zehntausend Menschen geschaffen, weil Libyen ein Transitland sei.

Libyen brauche jedoch mehr technische und finanzielle Unterstützung, denn durch die Migrationskrise hielten sich jetzt in dem Land mehrere Hunderttausend illegale Migranten auf, was die Sicherheitslage massiv verschlechtere. Darunter seien Terroristen, Kriminelle, Menschenhändler und Schleuser. Ankerzentren, wie Angela Merkel sie in Libyen haben wolle, werde es nicht geben. Libyen sei nicht das Land, in dem Europa offiziell alle illegalen Migranten unterbringen können, die man in der EU nicht haben wolle.

Auch gegen Geldzahlungen werde Libyen keine Ankerzentren für Europa einrichten. Die EU solle vielmehr an den Fluchtursachen arbeiten und mit den Ländern sprechen, aus denen die ganzen Migranten herkommen. Es sei wenig verwunderlich, dass man in Europa keine Migranten mehr aufnehmen wolle, doch Libyen werde dafür nicht einspringen. Dagegen wünsche sich al-Sarradsch mehr Hilfe für sein Land im Kampf gegen den Menschenschmuggel. Dazu seien globale Anstrengungen notwendig. Europäische Politiker müssten ein besseres Verständnis davon bekommen, wie die Lage in Libyen sei, so al-Sarradsch.

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3 Kommentare zu "Nach Nordafrika wehrt sich jetzt Libyen gegen Merkels „Ankerzentren“"

  1. Würde Europa endlich sämtliche Häfen dicht machen und jeden dieser Migranten zurück nach Afrika schicken, wäre schon längst Ruhe. Da bräuchte es auch keine Auffangcenter, die den Steuerzahlern wieder eine Stange Geld kostet. Wann hört dieser Irrsinn auf?!

  2. reiner tiroch | 30. Juli 2018 um 9:06 | Antworten

    Der Irrsinn hört erst auf wenn Merkel und die grünen ihre bestellten 70 Millionen <Neger da haben, gell?

  3. MERKEL ist eigentlich verfassungsfeindlich, ein einmaliger Vorgang in dieser pleite BRD. Nur ein WÄHLERAUFSTAND im Oktober kann uns vor diesem DDR HAI retten,weiter so geht Garnicht, DAS MERKEL MUSS WEG !

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