Nach Prügelattacke eines Macron-Mitarbeiters: Kritik am Präsidenten wächst

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Der Druck auf Präsident Macron wächst. Nachdem einer von Macrons engen, leitenden Mitarbeitern einen Demonstranten verprügelt hatte, leitete die Staatsanwaltschaft jetzt ein Ermittlungsverfahren gegen diesen ein. Der Vorfall war intern schon länger bekannt, der Mann wurde zeitweise suspendiert. Er soll einen Teilnehmer einer Demonstration am 1. Mai schwer geschlagen haben.

Der Mann gehört zum Sicherheitsteam von Emmanuel Macron. Er hatte eine Frau und einen Mann brutal angegriffen. Auf einem Video wurde festgehalten, wie er auf die Demonstranten losging. Der Sicherheitsmann trug einen Helm und schlug einen am Boden liegenden Mann auf den Kopf. Das Video kursierte seit dem 1. Mai im Internet. Eine Journalistin von Le Monde konnte den Täter schließlich identifizieren.

Der Vorfall sorgt in Frankreich für großes Aufsehen. Ein Sprecher Macrons sprach lediglich von „einem nicht hinnehmbaren Verhalten“. Der Mitarbeiter sei zwei Wochen ohne Gehalt freigestellt worden. Er sei auch nicht mehr für die Sicherheit des Präsidenten auf Reisen verantwortlich. Nach der zwei-wöchigen Suspendierung kehrte der Mann allerdings wieder in das Sicherheitsteam von Macron zurück, wie Medien-Fotos zeigten.

Macron selbst will sich zu dem Vorfall nicht äußern. Darauf angesprochen, kommentierte er den Vorfall lediglich mit den Worten, „Die Republik sei unveränderlich“. Politische Gegner fordern von Macron Aufklärung. Zudem wurde der Vorfall am 1. Mai nicht sofort den Behörden übergeben. Republikaner bezeichneten das Video als „schockierend“. Man habe den Eindruck, dass die „Gefolgsleute“ Macrons sich nach Belieben über das Gesetz hinwegsetzen könnten. „Frankreich werde langsam aber sicher zu einer Art Diktatur in den Händen eines allmächtigen, sich unreif verhaltenden Präsidenten“.

Nur ein Jahr nach seiner Amtseinführung ist die Kritik am französischen Präsidenten so hoch wie nie. Am Jahrestag seiner Machtergreifung gingen hunderttausende Demonstranten auf die Straße, um Macron zum Jahrestag zu „gratulieren“. Mit Parolen wie „Wir geben die Kaufkraft den Reichen zurück“, oder „Stoppt den sozialen Staatsstreich“ und „Wir sind das revoltierende Volk Frankreichs“ zogen die Demonstranten durch Paris.

Die Massenproteste gegen Macron lassen seit Monaten nicht nach. In ganz Frankreich gehen regelmäßig Hunderttausende auf die Straßen, um gegen Macrons Politik zu demonstrieren. Präsident Macron zeigte sich bislang unbeeindruckt. Die Proteste würden ihn nicht aufhalten. Die Demonstrationen könnten an seiner Politik nichts ändern, sagte Macron und er werde nicht weichen. Der Generalsekretär der Kommunistischen Partei Frankreichs nannte Macron „arrogant“ und warf ihm autoritäre Methoden vor.

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