Nazi-Liste mit 12.000 Namen in Argentinien entdeckt

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Das Simon-Wiesenthal-Center (SWC) in Argentinien hat jetzt auf seiner Homepage eine Liste mit 12.000 Namen von Nazis in Argentinien enthüllt. Wie das SWC schreibt, haben offenbar viele dieser in Argentinien lebenden Nazis Geld auf Konten der Schweizer Bank Credit Suisse mit Sitz in Zürich überwiesen. „Wir glauben, dass diese lange ruhenden Konten Gelder enthalten, die die Nazis von jüdischen Opfern geplündert haben“, heißt es auf der Webseite.

Ein argentinischer Ermittler namens Pedro Filipuzzi hat dem Direktor für internationale Beziehungen und dem Direktor für Lateinamerika, Dr. Samuels und Dr. Gelblung, die Liste mit rund 12.000 Namen von Nazi in Argentinien übergeben. In den 1930er Jahren hat das Militärregime des argentinischen Präsidenten José Félix Uriburu und sein Nachfolger Augustín Pedro Justo deutschen Nazis in Argentinien Zuflucht gewährt, berichtet das SWC.

Justo wurde 1938 durch den Präsidenten Robert Ortiz ersetzt, der die „Sonderkommission zur Erforschung antiargentinischer Aktivitäten“ einrichtete, die die Entnazifizierung Argentiniens zum Ziel hatte. Bis 1938 hatten sich laut offiziellen Zahlen etwa 1.400 Mitglieder der NSDAP in Argentinien aufgehalten. 12.000 Mitglieder der „Unión Alemana de Gremios (Deutscher Gewerkschaftsbund) die früher den Namen „Frente Aleman del Trabajo“ (Deutsche Arbeiterfront) trug und weitere 8.000, die anderen Nazi-Organisationen angeschlossen waren, waren Unterstützer der NSDAP-Mitglieder in Argentinien, schreibt das SWC.

Deutsche Unternehmen mittendrin

Dazu gehörten deutsche Unternehmen wie die IG Farben (Lieferant von Zyklon-B-Gas) und Finanzinstitute wie die ‚Banco Alemán Transatlantico‘ und die ‚Banco Germánico de América del Sur‘. Diese beiden Banken dienten offenbar als Mittler für Überweisungen der Nazis in Argentinien auf Schweizer Konten der Credit Suisse Bank. Die bereits genannte Sonderkommission zur Erforschung antiargentinischer Aktivitäten hat bei einer Razzia bei der Unión Alemana de Gremios den gesamten Dokumentenbestand erfasst. In der Zeit von 1941 bis 1943 veröffentlichte die Cámara de Diputados de la Nación (untere Kammer des Kongresses) einen Bericht, er auch die Überweisungen der Nazis von Argentinien in die Schweiz betraf. Das SWC Argentinien verfügt über eine Kopie der Liste der in Argentinien ansässigen Nazis, darunter mehrere Kontoinhaber von Geldern, die an die damalige Schweizerische Kreditanstalt, die heutige Credit Suisse überwiesen wurde.

1943 übernahm die pro-nazistische Gruppe der Vereinigten Offiziere unter dem faschistischen Milizenführer Pedro Pablo Ramirez Menchara als Präsident die Macht und löste die Sonderkommission auf. Sie verbrannte deren Ergebnisse und Berichte, einschließlich die von der Cámara de Diputados de la Nación gedruckten Listen mit Nazi-Mitgliedern. Der Ermittler Filipuzzi entdeckte jetzt jedoch in einem alten Lagerraum in Buenos Aires ein Originalexemplar der 12.000 Listen, die er dem Wiesenthal-Zentrum übergab.

Das SWC schrieb in einem Brief an den Vizepräsidenten von Credit Suisse, Christian Küng, „dass man es für sehr wahrscheinlich halte, dass diese Konten Gelder enthalten, die Nazis jüdischen Opfern im Rahmen der Nürnberger Arisierungsgesetze der 1930er Jahre gestohlen haben“. Das Wiesenthal-Zentrum beantragte Zugang zu den Archiven der Credit Suisse, um den Sachverhalt im Namen von überlebenden Opfern des NS-Regimes zu regeln.

Das SWC schreibt auf seiner Webseite: „Das Simon-Wiesenthal-Zentrum ist eine der größten internationalen jüdischen Menschenrechtsorganisationen mit über 400.000 Mitgliedsfamilien in den Vereinigten Staaten. Es ist eine NGO bei internationalen Organisationen wie den Vereinten Nationen, der UNESCO, der OSZE, der OAS, dem Europarat und dem Lateinamerikanischen Parlament (Parlatino).“

Quelle: http://www.wiesenthal.com/about/news/wiesenthal-center-argentina-nazi.html

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1 Kommentar zu "Nazi-Liste mit 12.000 Namen in Argentinien entdeckt"

  1. @ Hallo Reichsdeutscher,
    grüsse Sie,
    man müsste alle der damaligen Beteiligten in Haft nehmen welch 1990 bei der Zerschlagung der DDR mitgewirkt haben. Denn es war der Augenblick in welchen wir wieder ein Deutschland
    erreichen konnten.Aber in der Euphorie welche sie erfasst hatten, war die Gier des Geldes
    größer.Der Artikel GG-139 ein Buch mit sieben Siegeln.
    Es sagt uns schon das Grundgesetz 1949. Bei der Wiedervereinigung muss ein neues Grundgesetz für Deutschland erfolgen.Aber dass kümmert das Cosa Nostra council nicht.

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