Neuer Fake-News-Fall: Mainstream-Medien trennen sich von „preisgekröntem“ Autor

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Wochenlang wurde versucht, den Namen des Journalisten geheimzuhalten, dessen Fake News nur wenige Wochen nach dem Fall „Relotius“ ans Tageslicht gekommen sind. Betroffen sind zahlreiche Mainstream-Zeitungen, so auch die Süddeutsche Zeitung, die ZEIT und der SPIEGEL. Diese haben jetzt die Zusammenarbeit mit dem Autor Dirk Gieselmann beendet, berichtet die Website „Meedia“.

Gieselmann arbeitete für viele weitere Medien als freier Journalist. Für seine Veröffentlichungen wurde er u. a. mit dem Henri-Nannen- und dem Reporterpreis ausgezeichnet. „Meedia“ machte den Fall bereits vor zwei Wochen öffentlich, jedoch damals noch ohne Namensnennung.

Bei der ZEIT sollen bei rund einem Drittel aller geschriebenen Texte Fehler aufgetaucht sein. Die Zeitung prüft derzeit, ob es sich um „Flüchtigkeitsfehler“ handelt oder ob „System“ dahinter stecke. Aufgeflogen war Gieselmann, weil eine seiner Geschichten nicht mit der Wahrheit korrespondierte. Der Sachverhalt war wie bei Relotius, eine Person war frei erfunden.

Am Rosenmontag veröffentlichten die Redaktionen von Zeit und Zeit Online einen Beitrag in ihrem „Glashaus-Blog“, dem Blog für Transparenz bei Zeit Online. Darin gaben Zeit und Zeit Online die Trennung von dem Journalisten bekannt. Offenbar wurde versucht, den Fall nicht an die große Glocke zu hängen, sonst wäre die Meldung auf Seite 1 erschienen. Der Autor hat in den Jahren von 2015 bis 2018 für die Zeit und für Zeit Online geschrieben.

Gieselmann, der auch für den Tagesspiegel schrieb, wurde 2018 vom „Medium Magazin“ auf Platz drei der „Journalisten des Jahres“ in der Kategorie Unterhaltung gekürt. Bei der Zeit, so hieß es zuletzt, sollen bereits bei 50 Artikeln Fehler aufgetaucht sein. Die betroffenen Artikel wurden bislang nicht genannt. Eine Sprecherin der Zeit erklärte auf Nachfrage von „Meedia“: „Wir können nicht mehr Details als in unserem Blog veröffentlichen“.

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