Neuer Gammelfleisch-Skandal erschüttert Europa

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Ein neuer Fleischskandal lässt Fleisch-Esser und Behörden in Europa wieder aufschrecken. In einem Schlachtbetrieb in Polen sollen kranke Rinder geschlachtet worden sein. Anschließend wurde das Fleisch in die EU exportiert. Frankreich soll am stärksten betroffen sein, denn das Land importierte 800 Kilogramm des verdorbenen Fleischs aus Polen.

Die Lieferungen gingen an Betriebe, die das Fleisch weiterverarbeiten sollten, erklärte Frankreichs Agrarminister Guillaume. Von den 800 Kilo Gammelfleisch konnten bislang aber nur 150 Kilo sichergestellt werden. Wo der Rest abgeblieben ist, ist noch unklar. Die Ermittlungen dauern noch an.

Auch Tschechien, Finnland, Ungarn, Schweden, Spanien, Portugal und die Slowakei sind von Lieferungen des verdorbenen Fleischs aus Polen betroffen. Aufgeflogen sind die Fleischexporte durch einen Bericht des polnischen Nachrichtensenders TVN24 über die skandalösen Schlachtungen kranker Rinder in dem polnischen Betrieb. Die Tiere sollen heimlich geschlachtet und das Fleisch exportiert worden sein.

Der Skandal konnte erst durch die Arbeit von polnischen Investigativ-Journalisten aufgedeckt werden. Sie hatten sich als Arbeiter in den Schlachtbetrieb eingeschleust und konnten so die Zustände über Wochen beobachten und Videoaufnahmen machen. Darauf waren offensichtlich kranke Rinder zu sehen, die zudem entgegen aller Qualitäts- und Gesundheitsvorschriften geschlachtet wurden.

Den Rindern sollen Tumore und Abszesse einfach weggeschnitten worden sein. Auf den Bildern waren Tiere zu sehen, die offenbar zu krank waren, um zu laufen. Sie wurden mit Seilwinden aus dem Tiertransporter herausgezogen. Die illegale Schlachtung soll meistens in der Nachtschicht stattgefunden haben. Dann wurde das Fleisch ohne weitere Untersuchungen mit Stempeln als für den Verzehr unbedenklich ausgezeichnet und für den Versand verpackt.

Auch Deutschland und Österreich sollen von den Fleisch-Lieferungen betroffen ein, teilte die EU-Kommission in Brüssel mit. Die Liste mit den betroffenen Ländern könnte sich noch verlängern, erklärte eine Sprecherin der EU-Kommission. Die EU löste jetzt Gesundheitsalarm aus. Eine Rückrufaktion wurde eingeleitet und EU-Veterinärexperten sind nach Polen gereist, um Untersuchungen vor Ort durchzuführen. Seit dem BSE-Skandal müssen sich EU-Ländern an bestimmte Vorgaben bei der Schlachtung von Rindern halten. Offenbar sind die Kontrollen in Schlachthäusern europaweit bei weitem nicht ausreichend.

 

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2 Kommentare zu "Neuer Gammelfleisch-Skandal erschüttert Europa"

  1. Es gibt nur eins: Lebe Vegan.

  2. Milchreis mit Oilsardinen | 8. Februar 2019 um 22:49 | Antworten

    In preisminimierten Verbrauchermärkten ist die Ware mit Jungbullenfleisch deklariert.
    Persönlich erwerbe ich nur noch Fleisch, wenn der Kilopreis billiger ist, wie die kurze Parkgebühr vor den Laden. Der Geschmackt ist egal, billig musss das sein. ( Ironie Off )

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