Neuer Kalter Krieg? Neues Wettrüsten? NATO plant größtes Manöver

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In knapp vier Wochen soll das größte Militär-Manöver der NATO seit dem Kalten Krieg stattfinden. An dem Manöver „Trident Juncture 2018“ sollen mehr als 44.000 Soldaten teilnehmen. Die NATO will vom 25. Oktober bis zum 23. November in Norwegen den „Bündnisfall“ proben. Das teilten Militärkreise aus Brüssel mit. Die Bundeswehr soll mit 10.000 Soldaten beteiligt sein. Der sogenannte „Bündnisfall“ tritt ein, wenn einer oder mehrere Mitgliedstaaten der NATO angegriffen werden. Alle Alliierten müssten dann Beistand leisten.

Nach Ende des Kalten Krieges fanden wesentlich weniger Militärmanöver statt. Doch seit der Ukraine-Krise hat die NATO ihre Strategie geändert. Angeblich sollen sich Polen sowie das Baltikum von Russland bedroht fühlen und mehr Aufrüstung und Abschreckung fordern. Die NATO-Zentrale in Brüssel betonte, dass es sich bei dem Manöver um einen „fiktiven Gegner“ handle. Die Übung richte sich nicht gegen ein bestimmtes Land und sei kein konkretes Szenario der Abwehr gegen einen russischen Angriff.

Hochrangige NATO-Diplomaten sollen aber inoffiziell bestätigt haben, dass es „kein Zufall“ sei, dass die Übung an der Grenze zu Russland stattfinde. Russland habe zuletzt auch ein großes Militärmanöver durchgeführt. Russland wiederum gab an, es sei gezwungen, die militärische Infrastruktur zu stärken, weil die NATO immer näher an die russische Grenze heranrücke. Putin äußerte wiederholt Kritik an der NATO. Er warf der Allianz vor, eine Abstimmung über Regeln für Militärflüge zu verweigern. Erst vor kurzem erklärte die britische Luftwaffe, dass in Rumänien zwei ihrer Kampfjets aufgestiegen waren, um mutmaßliche russische Kampfjets am Schwarzen Meer zu überprüfen.

Das bislang größte NATO-Manöver seit Ende des Kalten Krieges war die Übung „Strong Resolve“ im Jahr 2002. Damals waren rund 40.000 Soldaten beteiligt. Schweden und Finnland nehmen als Partnerländer der NATO an den Übungen teil. Die Bundeswehr ist deswegen so stark an dem Manöver beteiligt, weil sie ab Anfang 2019 die Führung der schnellen Eingreiftruppe der NATO übernehmen soll.

Das große Säbelrasseln Ost gegen West hat also wieder Kultur. Die USA haben den Regierungsputsch in der Ukraine inszeniert. Dass sich Russland gegen ein weiteres Aufrücken der NATO wehren und seine Interessen auf der Krim vertreten muss, ist nachvollziehbar. Obwohl die NATO bis zur russischen Grenze aufgerückt ist und China von US-Militärstützpunkten umzingelt ist, werden die beiden Staaten stets als potenzielle Aggressoren hingestellt.

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4 Kommentare zu "Neuer Kalter Krieg? Neues Wettrüsten? NATO plant größtes Manöver"

  1. Der Bündnisfall tritt bei der Nato schon ein, wenn ein Mitgliedsland beschließt, ein anderes zu überfallen.
    Diese Nato gehört ersatzlos aufgelöst, denn sie hat sich von einem Verteidigungsbündnis in ein absolutes
    Angriffsbündnis gewandelt. Bis jetzt konnte ich nicht sehen, daß uns jemand angreift und ich nehme an,daß das auch so bleiben wird.

  2. Da würden sich diese Volksverräter aber freuen, wenn der „Bündnissfall“ eintreten oder provoziert werden könnte. Dann könnten sie doch endlich Krieg spielen und wieder dran verdienen!

  3. Die Russen halten die größten Kriegsmanöver seit dem Zerfall der Sowjetreiches ab. Da ist es unabdingbar, wenn die Nato mit dem größten Friedensmanöver aller Zeiten antwortet. Es geht schließlich darum, daß die so schwer zu überzeugenden Russen endlich erkennen, daß die Nato niemals einen Krieg gegen Russland führen wird und stets nur für den Frieden kämpft, und zwar mit allen Mitteln, die die Militärtechnik hergibt.

  4. Herr Volker Schulz, der Westen hat mit den Provokationen in Jugoslawien angefangen. Dann sollte die Ukraine über die EU der Nato zugeführt werden. Welches Land würde seinen Kriegshafen auf kaltem Wege der Nato überlassen? Aber es sieht doch so aus als ob der Westen Krieg möchte um seine immensen Schulden zu kaschieren. Als die UDSSR auf Kuba einen Militärstützpunkt errichten wollten, während des kalten Krieges, hat Amerika gleich mit Krieg gedroht. Putin versucht zwar auch seine Macht zu demonstrieren, hat aber entgegen dem kriegslüsternen Westen immer wieder versöhnliche Worte gefunden. Die Hauptkriegstreiber sind ja die USA solange die Kriege nicht dort stattfinden sondern in anderen Ländern. Die deutschen sogenannten Volksvertreter lassen sich auf dieses miese Spiel ein obwohl es wieder unsere Haut ist die zu Markte getragen wird. Einen neuen Weltkrieg kann der Westen nie gewinnen weil alle Länder die vorher von den USA mit Krieg überzogen wurden in einem Ostblock zusammenstehen werden um sich zu rächen. Alleine China und Russland sind ein riesen Machtblock. Dann würde USA vermutlich einen Atomkrieg führen. Erfahrung haben sie ja in Japan gesammelt.

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