Nowitschok die Zweite? May kündigt umfassende Untersuchung an

Nowitschok 6.7.2018

Am Wochenende ist nahe Salibury ein Paar bewusstlos aufgefunden worden. Schnell stand für die Behörden fest: Die beiden Personen sind anscheinend mit einer giftigen Substanz in Berührung bekommen. Polizei und Beamte der Terrorabwehr haben die Untersuchungen aufgenommen.

Scotland Yard will herausgefunden haben, dass die beiden Personen mit dem Nervengift Nowitschok in Berührung gekommen sein sollen. Großbritanniens Premierministerin May kündigte umfassende Untersuchungen zum erneuten Nowitschok-Fall an: „Die Polizei wird keinen Stein auf dem anderen bei den Ermittlungen zur Klärung des Geschehens lassen“. Dieser neue Fall sei „sehr beunruhigend“, sagte May am Donnerstag bei ihrem Treffen mit Angela Merkel in Berlin. Sie dankte Merkel für die „standhafte Unterstützung, die die Kanzlerin Großbritannien nach dem Giftgasanschlag auf Skripal gezeigt habe“.

Bislang gehen die britischen Ermittler nicht von einem Anschlag auf das Paar aus. Wie die beiden Personen jedoch mit dem Nervengift in Berührung gekommen sind, müsse noch untersucht werden. Großbritannien bekräftigte am Donnerstag den Vorwurf, dass Russland für den Anschlag auf Skripal verantwortlich sei. Der britische Sicherheitsminister forderte erneut von Moskau Aufklärung. Nach dem neuerlichen Fall müsse Russland endlich genau erklären, was passiert sei.

Amesbury, wo die beiden Personen aufgefunden wurden, liegt nur wenige Kilometer von Salisbury entfernt. Der Fundort der beiden Personen ist zudem nur wenige hundert Meter vom britischen Chemiewaffenlabor „Porton Down“ und nur wenige Meter vom Grenzzaun des Militärstützpunktes „MoD Boscombe Down“ entfernt, der mittlerweile von einem privaten Rüstungsunternehmen betrieben wird. All diese Informationen wurden in den Medien nicht kommuniziert. Ob es sich bei dem „Zwischenfall“ um einen Anschlag oder Unfall handelt, müssen die eingeleiteten Laboruntersuchungen ergeben.

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2 Kommentare zu "Nowitschok die Zweite? May kündigt umfassende Untersuchung an"

  1. Heiner Cleve | 6. Juli 2018 um 8:11 | Antworten

    Na klar, Untersuchungen – dass ich nicht lache. Die warten ein paar Tage und kommen dann dahinter, dass die Leute mal in Russland um Urlaub waren und die Russen die darum getötet haben. Alles erfunden, gelogen…
    Herr Skripal ist vermutlich bei den Engländern auf irgendeine Art und Weise in Ungnade gefallen und deshalb wollte man den unliebsamen Gast wieder loswerden.
    Immer alles auf andere Abschieben, weil man selber von seine Fehlbarkeiten ablenken will…. so wie es unsere Regierung macht, machen es alle anderen Regierungen auch…

  2. Franz Neumayer | 6. Juli 2018 um 14:30 | Antworten

    Jeder mit gesundem Menschenverstand würde mal bei dem britischen Chemiewaffenlabor Porton Down“ sowie im nur wenige Meter vom Grenzzaun des Militärstützpunktes „MoD Boscombe Down“ „ausgiebig“ suchen. Dann wird man sehen, wie dort geschlampt wird.
    Ich dachte immer, „C-Waffen“ dürfen nicht mehr hergestellt werden. Aber das gilt bestimmt nur für Russland?

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