+++ OECD fordert gerechtere Besteuerung +++

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Watergate Redaktion 7.6.2017

Der Generalsekretär der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Angel Gurría bemängelt die steigende soziale Ungleichheit in der Welt, berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Er fordert jetzt eine Reform des Steuersystems. Da das Steuersystem ungerecht sei, müssten Staaten ihre Ausgaben anders verteilen.

 

Die Organisation beschäftigt sich seit Jahren zunehmend mit der sozialen Ungleichheit und fordert höhere Steuern für Wohlhabende. Vor allem die Besteuerung von Arbeit anstatt von Kapital führe zu mehr Ungleichheit und verstärke die Last für kleine und mittlere Unternehmen. Die OECD fordert bereits seit einigen Jahren eine Steuerreform. Deutschland sei zwar ein reiches Land, trotzdem würde die Verarmung hier stark zunehmen. Schon 2014 forderte Gurría, die Einkommenssteuer und Sozialabgaben für Geringverdiener zu senken.

 

Ökonomen aus Deutschland sehen die Forderung der OECD kritisch, so die FAZ. Studien hätten gezeigt, dass Ungleichheit das Wachstum nicht verringere. Dieser Effekt sei zwar in Entwicklungs- und Schwellenländern sichtbar, nicht aber in Industrieländern. Die OECD ist der Ansicht, dass die Wirtschaft nicht ignorieren dürfe, dass sich wachsende Teile der Bevölkerung am Aufschwung nicht beteiligt sähen und sich daher vermehrt populistischer Politik zuwendeten.

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