Offenbar Anschlag auf Macron von „rechts“ verhindert worden

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Der französische Geheimdienst hat offenbar einen Anschlag auf Präsident Emmanuel Macron verhindert. Am Dienstagmorgen sind sechs Verdächtige vom Inlandsgeheimdienst DGSI festgenommen worden, berichtete der Sender „France Info“. Die Pläne für die Tat sollen jedoch noch „unausgereift“ gewesen sein. Die Pariser Staatsanwaltschaft leitete Anti-Terrorermittlungen ein. Den Verdächtigen wird die Bildung einer „kriminellen terroristischen Vereinigung“ vorgeworfen.

Bei den Festgenommenen soll es sich um fünf Männer und eine Frau handeln. Was sie genau planten, soll nicht bekannt sein. Wie aus Ermittlerkreisen jedoch bekannt wurde, sollten sich die Untersuchungen auf eine mögliche gewalttätige Aktion gegen den französischen Präsidenten richten. Die französische Nachrichtenagentur AFP berichtete, dass die Verdächtigen aus der „ultrarechten Szene“ sein sollen.

Macron hatte erst in einem Interview am Sonntag gesagt, dass ganz Europa von einer rechtsextremen Bewegung bedroht werde. „Die Selbstzufriedenheit in den 1930er Jahren habe erst die Machtergreifung Hitlers und Mussolinis ermöglicht“, so Macron.

Die Meldung über den angeblichen Anschlag auf den französischen Präsidenten aus der „ultrarechten Szene“ kommt zeitgleich mit der Meldung, dass die Macron-Partei in Umfragen für die Europawahl hinter der Partei von Marine Le Pen zurückfällt. Nach dem französischen Meinungsforschungsinstitut IFOP kommt Marine Le Pen mit ihrer Nationalen Sammlungsbewegung, ehemals Front National auf 21 Prozent. Die Partei von Macron, La République en Marche, kommt nur auf 19 Prozent.

Die IFOP fragte die französischen Bürger nach ihren Präferenzen für die Europawahl im Mai 2019. Sie gilt als Gradmesser für die zukünftige Rolle Frankreichs in der EU. Auch die Beliebtheitswerte von Macron sind in den Keller gesunken. Laut einer Umfrage von YouGov sind nur noch 21 Prozent der Befragten mit der Arbeit Macrons zu frieden. Seit seiner Wahl im Mai 2017 ist das der niedrigste Umfragewert, der jemals für Macron festgestellt wurde. Damals kam Macron mit Le Pen in die Stichwahl und konnte mit 66 Prozent die Wahl für sich entscheiden. Ob es bei der Wahl Macrons jedoch zu hundert Prozent mit rechten Dingen zuging, ist bis heute umstritten.

Nach dem schnellen Abklingen der Euphorie über Macrons Wahlsieg folgte jedoch schnell die Ernüchterung. Die Unzufriedenheit sowohl in Bevölkerung als auch Politik über seinen Führungsstil wuchs schnell. Auch seine Pläne zur EU-Reform stießen auf große Skepsis.

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