+++ Offener Brief an Merkel: Umgang mit Russland Katastrophe +++

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OffenerBrief

Die Dresdner Künstlerin Angela Hampel hat einen offenen Brief an Kanzlerin Merkel verfasst. Der aktuelle Umgang mit Russland sei eine „Katastrophe“. Ihr Brief findet mittlerweile immer mehr Unterstützer. Die permanente offensichtliche „Russland- und Putin-Hetze“ habe die Künstlerin nicht mehr ertragen können. Die Medienpropaganda im „Fall Skripal“ und die Unterstellung, Russland habe den Doppelagenten vergiftet, erinnere sie an Bush, der 2003 den Irak angriff, weil dieser Chemiewaffen besessen haben soll. Heute weiß jeder, dass der Krieg auf einer Lüge basierte.

Das Schreiben sei an die Kanzlerin und die Fraktionen des Bundestags gesendet worden. Reaktionen habe die Künstlerin bislang noch keine erhalten. Einer der Beweggründe für das Verfassen des offenen Briefes war die Frage nach der Wahrheit und wie weit Politiker an dieser dranbleiben. Denn anscheinend ersetze Meinung zunehmend Wahrheit. Die Behauptungen im Fall Skripal zeigten sehr deutlich, wie weit diese von der Wahrheit entfernt seien. Damit könne und dürfe man sich nicht abfinden.

Großbritannien und die Bundesregierung müssten offenlegen, welche Beweise es für den mutmaßlichen Giftanschlag auf Skripal und seine Tochter gebe. Die reine Behauptung reiche nicht aus. Mit dem Brief wollte die Künstlerin andere Menschen ermutigen, den Mund aufzumachen. Doch heute würden sich viele nicht mehr für ihre politischen Interessen in Deutschland einsetzen. Gerade Künstler hätten eine politische Aufgabe und Verantwortung über den künstlerischen Beruf hinaus.

In dem Brief fordert Hampel die Bundesregierung klar auf, sich für eine Deeskalation in der Russlandpolitik und eine Verbesserung der Beziehungen einzusetzen. Sie kritisierte die gegen Russland geforderten Strafmaßnahmen, ohne Beweise zu haben. Die tendenziöse Berichterstattung Russland betreffend, wecke böse Erinnerungen. Jedoch scheine es in der Politik anders zuzugehen. Wer die Macht habe, müsse nichts beweisen. Ein paar Behauptungen und Pseudo-Beweise reichten aus, um die Massenmedien für die Überzeugung des Volkes einzusetzen.

In dem Brief wurde Merkel auf aufgefordert, sich an ihren Beruf als Physikerin zu erinnern: „Erinnern Sie sich bitte an die Zeit, als sie noch Physikerin waren. Wenn ein Physiker ein Elementarteilchen entdeckt hatte, oder ein Chemiker eine neue Substanz synthetisieren konnte: Welche präzisen und unwiderlegbaren Argumente musste er präsentieren, damit diese Erkenntnisse in das betreffende Fachgebiet aufgenommen wurden. Da nützte es nicht, mit einer Machtgeste oder medialem Rummel zu operieren. Es waren stringente Beweise gefordert“.

Willy Wimmer, ehemaliger CDU-Staatssekretär für Verteidigung forderte die Kanzlerin auf, ihren Tonfall gegenüber Russland zu ändern. In einem Sputnik Interview sagte Wimmer, Deutschland habe es mit der Russischen Föderation, einem sehr großen Nachbar zu tun. Diesen habe die Bundesregierung zu respektieren. Wimmer warnte: „Wenn wir diesen Weg fortsetzen, werden wir die größten Schwierigkeiten mit der Russischen Föderation bekommen und uns möglicherweise auf einen Konflikt zubewegen, welchen das deutsche Volk nicht will“.

In der alten Bundesrepublik Deutschland in Bonn sei man mit dem Satz von Willy Brandt groß geworden: „Mehr Demokratie wagen“. Und diese Demokratie werde in der Berliner Republik Schritt um Schritt für globale Interessen Dritter abgebaut. Wimmer habe aber nie gesehen, dass Deutschland über sechs Jahre ein solches Maß an Spannungen mit Russland hatte, wie es sie derzeit gebe. Trotz der Kuba Krise sei der Kalte Krieg damals immer berechenbar gewesen.

Watergate Redaktion 6.4.2018

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