Pestizide auch Ursache von Autismus?

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Die Tatsache, dass Impfungen Autismus verursachen können, ist seit der Veröffentlichung des Films „Vaxxed“ vor allem in den USA, aber auch zunehmend in Europa bekannt geworden. Doch nicht nur Impfungen können Autismus auslösen. Auch Umweltfaktoren spielen bei der Entstehung der Krankheit eine Rolle. Pestizide kommen schon länger als mögliche Ursache für Autismus in Betracht. Eine Studie, die im August 2018 veröffentlicht wurde, zeigt auf, welcher Zusammenhang zwischen der Pestizidbelastung der Mutter und dem Autismus-Risiko des Kindes besteht. Je höher die Pestizidbelastung im Körper der Mutter war, desto höher das Autismus-Risiko des Kindes.

Autismus zählt als neurologische Entwicklungsstörung und kommt inzwischen bei bis zu drei Prozent aller Kinder in Industrieländern vor. Die Ursachen können vielfältig sein und sind noch nicht vollständig geklärt. Forscher gehen von einer Kombination aus genetischen Ursachen und Umweltfaktoren aus. Pestizide waren dabei schon lange im Verdacht. Doch bislang lagen keine eindeutigen Beweise für diese These vor.

Die im „American Journal of Psychiatry“ veröffentlichte Studie untersuchte einen möglichen Zusammenhang zwischen dem Autismus-Risiko und der Pestizidbelastung. An der Studie waren Wissenschaftler der Columbia University und der finnischen Universität von Turku beteiligt. Die Forscher haben DDT (Dichlordiphenyltrichloretan) untersucht. Das Pestizid ist zwar längst verboten, doch es ist noch immer allgegenwärtig.

DDT wurde im Zweiten Weltkrieg dazu eingesetzt, um Typhus und Malaria zu bekämpfen. Es wurde nicht nur in der Landwirtschaft als Pestizid benutzt, sondern auch in Privathaushalten. Als Bedenken gegenüber dem Pestizid aufkamen, wurde DDT 1972 erst in den USA und 1977 in Deutschland verboten. In vielen afrikanischen Ländern wird DDT noch heute als Mittel gegen Malaria verwendet. DDT wird in der Natur kaum abgebaut. Selbst Jahrzehnte nach der Anwendung ist das Gift noch allgegenwärtig. Das Pestizid ist fettlöslich und lagert sich besonders im Fettgewebe des Körpers ab.

DDT ist krebserregend und ein Stoff, der den Hormonhaushalt beeinträchtigt sowie die Entwicklung bei Embryonen und Kindern stören kann. DDT kann die Plazenta überwinden und wird so direkt an den Embryo übertragen. Auch in der Muttermilch ist DDT enthalten.

Die Forscher haben Blutproben von mehr als 750 autistischen und 750 gesunden Kindern sowie deren Müttern untersucht. Es stellte sich heraus, dass das Autismus-Risiko um ein Drittel bei den Kindern erhöht war, deren Mutter hohe DDE-Werte im Blut hatte. DDE ist ein Abbauprodukt von DDT. Daraus schlossen die Forscher, dass die Pestizid-Belastung einer Mutter mit einem an Autismus erkrankten Kind unmittelbar in Verbindung steht.

Fettlösliche Gifte können nur schwer aus dem Körper ausgeleitet werden. Voraussetzung ist eine gut funktionierende Leber. Sie leitet fettlösliche Gifte mit der Gallenflüssigkeit in den Darm, wo sie mit dem Stuhl ausgeschieden werden. Jedoch nur, wenn der Darm gesund ist und ballaststoffreiche, zucker- und weißmehlarme Kost erhält.

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