Pflegenotstand: Die Wut der Betroffenen wächst

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Merkel Pflege

Bundesweit wächst die Wut über den Pflegenotstand. Die jahrelange systematische Kürzungs- und Privatisierungspolitik der Kanzlerin hat nun zu katastrophalen Zuständen in den Pflegeberufen geführt. Immer mehr Pflegekräfte äußern daher ihren wachsenden Unmut in offen Briefen, Streiks und Protesten. Die lächerlichen Auftritte der Kanzlerin in Seniorenheimen dienen nur dazu, von der Tatsache abzulenken, dass die Große Koalition nichts tun wird, um diesen Zustand zu verändern. Im Gegenteil, die Pflegenotlage wird sich noch verschärfen.

Mitte Juli besuchte Merkel ein Seniorenheim in Paderborn. Ein dort arbeitender Pfleger hatte sie während einer Fernsehsendung 2017 dazu aufgefordert. Damals versprach die Kanzlerin, dass die Regierung eine „Zauberformel“ für den Pflegebereich finden werde. Die von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU), Familienministerin Franziska Giffey (SPD) und Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) angestoßenen „Pflegeaktionen“ für bessere Bezahlung und bessere Betreuung sind allerdings bislang nur leere Versprechen.

Merkel kürzt bei der Pflege um mehr in die Rüstung zu stecken

Denn beim letzten Nato-Gipfel verpflichtete sich Kanzlerin Merkel, für die Rüstung 70 Milliarden Euro mehr auszugeben. Was sie der Öffentlichkeit verschwieg, ist, dass dieses Geld durch weitere Kürzungen im Pflege- und sozialen Bereich aufgebracht werden soll.

Alten- und Krankenpfleger arbeiten schon jetzt an ihren Limits. Viele arbeiten ständig im Schichtdienst und sind durch den Personalmangel extrem hohen Belastungen ausgesetzt. Sie häufen zahllose Überstunden an, die sie kaum abfeiern können. Viele Einrichtungen können die vorgeschriebenen Personalschlüssel nicht einhalten. Und selbst die vorgeschriebenen Mindest-Personalzahlen reichen bei Weitem nicht aus. Pflegeexperten schlagen bereits Alarm, weil Pflegebedürftige zu wenig zu essen und zu trinken bekommen und zu lange in ihren Ausscheidungen liegen.

Im Koalitionsvertrag steht, dass 8.000 Pflegestellen geschaffen werden sollen. Jens Spahn versprach jetzt 13.000 Stellen schaffen zu wollen. Doch das reicht bei Weitem nicht aus. Allein letztes Jahr konnten von den ausgeschriebenen Stellen 37.000 erst gar nicht besetzt werden. Besonders in Altenheimen ist die Arbeitssituation schlimm. Gehälter sind dort noch niedriger als in Krankenhäusern und Altenpfleger müssen noch mehr Überstunden als Krankenpfleger machen.

Privatisierung von Großinvestoren

Zudem werden immer mehr Alten- und Pflegeheime von privaten Großinvestoren aufgekauft. Sie suchen nach lukrativen Anlagemöglichkeiten und kaufen Heime als Profitquelle für ihre Anleger, um sie dann nach wenigen Jahren wieder mit hoher Gewinnspanne wieder zu verkaufen. Private Pflegeheimbetreiber können Renditen von bis zu 8,3 Prozent herausholen.

Die Bundesregierung nimmt also bewusst in Kauf, dass die Grundbedürfnisse von alten und kranken Menschen den Kapitalinteressen von privaten Großinvestoren und Spekulanten geopfert werden. Jens Spahn behauptete, er wolle dafür sorgen, dass die Löhne der in der Pflegebranche beschäftigten steigen werden. Die Versprechen sind aber schwammig und treffen für private Einrichtungen kaum zu, da es dort keine Tarifverträge gibt.

Spahn will zudem ungelernte Kräfte einsetzen, um die Pflege für eine Betreuungsdienste zu öffnen. Die Einführung von nicht ausgebildeten Kräften wird jedoch die Lage des ausgebildeten Personals in Kliniken und Pflegeheimen nochmals verschärfen, weil so die Löhne weiter gedrückt werden.

Keine Zeit mehr für persönliche Betreuung

Für Alte und Kranke bleibt keine Minute mehr für persönliche Betreuung übrig. Die Pfleger können sich nur noch um die Grundbedürfnisse wie waschen, ankleiden sowie Mahlzeiten reichen kümmern. Pflegeheime sind zudem noch exorbitant teuer. Kaum ein Rentner kann sich einen Heimplatz leisten. Denn dieser kostet im Monat durchschnittlich 3.000 Euro. Nach Abzug der Kosten, die die Pflegeversicherung bezahlt, bleibt immer noch ein Eigenanteil von bis zu 1.500 Euro übrig. Viele Rentner haben aber gerade mal eine monatliche Rente zwischen 600 und 900 Euro.

Deshalb müssen immer mehr Familienangehörige die Alten zuhause pflegen. Doch diese werden noch schlechter dafür entschädigt, als professionelles Pflegepersonal. Es ist deshalb wenig verwunderlich, dass die Bundesregierung auf die billige Versorgung zuhause setzt und bundesweit sogenannte Pflegestützpunkte eingerichtet hat. Dadurch haben Millionen von pflegenden Angehörigen kein eigenes Einkommen und keine Altersvorsorge erwirtschaften können. Ihre Perspektive ist ebenfalls die Altersarmut, verbunden mit dem Risiko, durch die hohe Arbeitsbelastung selbst einmal zum Pflegefall zu werden. „Wer arm ist, muss früher sterben.“ Dieser Spruch ist heute wieder Realität.

 

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14 Kommentare zu "Pflegenotstand: Die Wut der Betroffenen wächst"

  1. Man kann nur hoffen und wünschen, dass die Alte mal selbst in ihrer eigenen Schei…
    liegen muss und niemand sie davon befreit. Meine weiteren Wünsche für diese Frau und ihre Vasallen verkneife ich mir besser…

    • Charly Whiskey | 3. August 2018 um 19:01 | Antworten

      Sie wird schon ihr Urteil bekommen. Wir sollten allerdings niemandem etwas böses wünschen, das kommt zu uns zurück. Die Figuren sind doch Hampelmänner bzw. Puppen auf der Bühne. Das Übel steckt dahinter versteckt.

  2. Tja Leute, wie sonst kann Mutti Angela ihre geliebte millionen von Migranten unterbringen und versorgen lassen.
    Wir müssen blechen, so einfach ist es.
    Es kommen ja noch ungefähr 50 millionen neuen Einwohner. Machen sie nichts draus. Sie machen einfach weiter ob wir wollen oder nicht.
    Wenn Hrn. Putin einverstanden ist, ziehen wir um nach das einzige normale Land in der Welt, Russland.

    Noch Probleme?

  3. der letzte Satz im obigen Artikel : „Wer arm ist, muss früher sterben.“ Dieser Spruch ist heute wieder Realität….
    so dies ist genau das was angestrebt wird…! und a l l e fallen immer wieder darauf rein… wie war das nachgerade mit den letzten Wahlen…! wer war und ist und bleibt am Ruder… alle bisherigen ( seit der Kohl~Ära ) die heutige und zukünftigen Re-G I E R-ungen werden ihrem Club gemäss der “ GIER “ folgen und sich die eigenen Altersplätze komfortabel “ verdient “ gestalten und geniessen… die Untertanen werden durch ! ihr ! System bis zum umfallen ausgebeutet und wenn das nicht reicht so kommt neu eine ganz neue “ Masche “ hinzu… die Rassen-Vermischung und damit auch nochmalige Schwächung der eigenen DNA der weissen Rasse ~ bis ~ ja bis das “ Werk “ vollendet ist und Europa – damit vor allem D~A~CH – ein abgehalfteter Kontinent sein wird wo die vorhandenen Resourcen der Länder die oberste Elite nochmals bereichert und die Bevölkerung derart ausgeblutet ist, dass auch dies ein Schritt mehr ist um dem in Stein gemeiselten Dekret der Guidestones in Georgia/USA ( Reduzierung der Weltbevölkerung auf 500 Millionen )entgegenzukommen… das Mittelalter lässt grüssen als die Ritter für die Herrschaften der Schlösser- und Prunkbauten Erbauer landauf landab mit eisenen Mitteln diese ! Mittel ! eintrieben… hat sich was geändert ? nein ! das Volk fürchtet sich und schweigt…!

  4. Franz Neumayer | 3. August 2018 um 7:21 | Antworten

    Diese Frau ist das größte Übel, seit Adenauer. Die muß weg.

    • Charly Whiskey | 3. August 2018 um 18:18 | Antworten

      Das System muss weg. Wir haben eine Parteiendiktatur. Brüssel ist nach kommunistschem Muster aufgebaut. Komissare, nicht gewählt, ein Scheinparlament in Strassburg. Show für die Menschen. Wir müssen uns selbst finden, denn wir sind der Stamm Juda und der Wahrheit verpflichtet. Wach werden oder untergehen. 99 Jahre Besatzung sind genung.

  5. Gabriel van Helsing | 3. August 2018 um 18:24 | Antworten

    Das es in der Pflege 2 Arten von Kräften gibt, wissen nur die Wenigsten.
    Pflegehilfskräfte und Pflegekräfte mit Examen. Ebenso wird bei den Personalschlüssel vielfach getrixst. Personal das nicht da ist, wird von den Pflegekassen bezahlt.
    Eine Person weniger, ist ca. 60.000 Euro mehr in der Kasse. Bis das auffällt?
    Eher weniger. Achso, wer weiss denn auch, dass der Bewohner zu den Investitionskosten Beiträgen muss. Hier bei uns hat die Gesundheitsbehörde einen Aufnahmestopp für ein Pflegeheim das zweite Mal verhängt. Das ist aufgefallen durch Selbstanzeigen der Mitarbeiter.
    Natürlich wurde die Heimleitung vom Träger gekündigt.
    Leider sammelt sie jetzt die Selbstanzeigen ihrer ehemaligen Kollegen und Kolleginnen.
    Wie es aussieht. bleibt es bei den Aufnahmestopp. Daneben kommen noch andere Schweinereien in diesem Heim jetzt ans Tageslicht.

  6. Wir die deutsche Bevölkerung müssen endlich auf die Straße gehen!!damit die da oben die uns angeblich vertreten das wir so etwas nicht mehr mitmachen.Die ganzen Politiker wie sich nennen muss Mann aus der Regierung prügeln .Die schädigen unser Volk wie es nur geht wir werden bald das Armenhaus Europa sein!!Die alten die Malocht haben nicht richtig zu versorgen ist ein Schande!!Die Dreckigen Politiker machen sich die Welt wie sie in gefällt!!Das muss ein Ende haben. Die haben noch nie ein Cent eingezahlt und kriegen hinterher eine Rente als op sie 150 Jahre gearbeitet haben.Damit sind sie sinnlich schnell wenn das dreckpack ihre DIÄTEN erhöhen dauert kein Tag ist die Erhöhung durch😡😡
    Das Pack muss abgesetzt werden!!!!

  7. ich komme aus der pflege krankenschw.und ich weis wie es vor 10 j. zugegangen ist. ich kann keinem empfehlen diesen beruf zu ergreifen.ich bin mit dem rücken am …..dauernachtwache.den 2 stationen wollen versorgt werden, das sind 64 pflegefälle für 1. person.
    diese raut.. möchte ich mal pflegen. ???? das was sie den alten leuten antut, kommt auf sie zurück. diese gülle ist eiskalt.
    dies wird eskalieren.

  8. Die ‚Vorschläge‘ von Minister Spahn betr. Pflege werden nach hinten losgehen und zwar sehr fulimante. Was für eine Lösungsammenmärchen meint der ‚präsentieren‘ zu müssen. Pflegeabteilungen werden reihenweise ausgelagert oder dicht gemacht. Alle auf nach Thailand! So einen Verwaltungswitz kann nur ein wärmender Politilogengeist erdenken. Meine Güte, wie dumm und abschlagen ist der eigentlich?

  9. Franz Josef Kostinek | 4. August 2018 um 6:15 | Antworten

    Ein praktisches Beispiel. Ich kann allerdings vorab dazu sagen dass ich sehr gut aufgenommen wurde. Die Folgen danach siehe anliegende Kopie:
    Sehr geehrte Frau Hoefle !
    Durch einen Sturz zu Hause am 25. November 2017 wurde ich in das Krankenhaus in
    Karlsbad – Langensteinbach eingliefert.
    Durch zweimalige Operation an der Wirbelsäule war ich in einem Pflegeheim in
    Bad Herrenalb bis März 2018.
    Nach Abzug aller Erstattungen durch die Krankenkasse blieben noch
    ca. € 5.000,– übrig die ich zu leisten habe.
    Und jetzt kommt das eigentliche Problem:
    Ich habe ein völlig abbezahltes Einfamilenhaus und monatlich
    € 700,– Rente.
    Ich bin zur Bank und habe nach einem Kredit gefragt.
    Da ich 77 Jahre alt bin hat mich der Banker gefragt wie alt ich
    werden wolle um den Kredit zurück zu zahlen.
    Da das Pflegeheim auf der Bezahlung, m.E. zu recht besteht,
    bitte ich Sie mir zu sagen wie man dieses Problem regeln kann.
    Ich bedanke mich für Ihre Mitarbeit.
    Mit freundlichen Grüßen
    Franz Josef Kostinek

  10. Alt und Krank darf man in diesem Staat nicht werden. Es ist entwürdigend. Dafür ist man stolz, dass die Windeln 5l Urin aufnehmen. Sollen doch die „Eliten“ mal einen Tag mit mit Windel und nur mit 5l Wasser zubringen. Ich verlange nicht,dass sie ihren Urin in die Windeln geben.Das Pflegepersonal geht an die Zustände kaputt und ist oft nicht mehr arbeitsfähig. Auch die häusliche Pflege hat ihre Grenzen, das wird verschwiegen. Es gilt nur um die Gewinnmaximierung.Deutschland ist kein reiches Land wie immer durch Fr.Merkel betont wird, sondern ein Armenland und es wird immer ärmer.Die Altparteien haben über Jahre die Abwärtzspirale in Gang gesetzt und sind nicht bereit dies zu ändern.

  11. Franz Neumayer | 31. August 2018 um 20:56 | Antworten

    Tanne64 hat Recht. Wenn wir nicht alle bald auf die Straße gehen, dann tun diese AAsgeier mit uns was sie wollen. Sie zahlen nichts, gönnen sich satte Diäten, bestehlen uns durch die Steuern und erhalten nach Rauswurf kaiserliche Pensionen. Wie Tanne64 sagt, weg mit dem Dreckspack „Volksverräter“.

  12. Fehlende Geldmittel ?
    The CAFR Swindle – The Biggest Game In Town
    https://www.youtube.com/watch?time_continue=541&v=1pRPBKJQnyU

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