Polen will Milliarden für permanenten US-Militärstützpunkt zahlen

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Polen US-Militär

Seit Monaten steht Warschau mit Washington in Verhandlung über einen möglichen dauerhaften US-Militärstützpunkt in Polen. Warschau ist sogar bereit, für die Einrichtung eines US-Militärstützpunktes zwei Milliarden Euro jährlich an die USA zu bezahlen. Der Nachrichtensender Bloomberg berichtete jüngst, dass das Weiße Haus künftig für die Stationierung von US-Militär Geld verlangen will.

Die USA wollen sich anscheinend künftig den Einsatz ihres Militärs als Dienstleistung bezahlen lassen, in dem die „beschützten“ Staaten die Kosten der Stationierung übernehmen und noch einen Zuschlag oben drauf bezahlen sollen. Das Vorhaben eines US-Stützpunktes in Polen dürfte das Wettrüsten mit Russland aber noch verschärfen.

Polen will dafür einen Kanal über die Frische Nehrung bauen, die an das russische Gebiet Kaliningrad grenzt. Der Kanal wird 1,3 Kilometer lang sein und die Stadt Elblang mit der Ostsee verbinden. Bislang müssen polnische Schiffe auf den Weg in den Hafen die 66 Kilometer lange Nehrung umfahren und die russischen Hoheitsgewässer passieren. Warschau begründet den Bau des Kanals mit der Notwendigkeit, sich gegen die russische Gefahr zu wappnen. Der neue Kanal soll Polen geopolitisch unabhängig von Russland machen, hieß es aus Warschau.

Die USA haben zudem vor, nicht nur militärisch mit Polen zusammenzuarbeiten. Die USA wollen auch in den Bereichen Geheimdienste, Raketenabwehr, Technologie und Ausbildung stärker kooperieren. Russland äußerte sich kritisch gegenüber den Plänen Polens. Eine größere US-Truppen Präsenz in Polen würde die Stabilität Europas untergraben, sagte die russische Regierung. Polen ist zusammen mit anderen ehemaligen Ostblockstaaten wie Ungarn und Tschechien 1999 der NATO beigetreten. Ihnen folgten auch die früher zur Sowjetunion gehörenden baltischen Staaten. Damit ist die NATO – entgegen ihrer Aussagen – bis an die russische Grenze herangerückt. Russland betrachtet dies als Bedrohung.

Bereits im Mai 2018 betonte das polnische Außenministerium, dass Polen bereits jetzt das zwei-Prozent-Ziel der NATO erfülle. Es sei bereit, die Militärausgaben auf 2,5 Prozent zu erhöhen. Für die Einrichtung des US-Militärstützpunktes, der „Fort Trump“ genannt werden soll, wurden bislang zwei Orte westlich von Warschau vorgeschlagen. Die USA ihrerseits sehen darin die Erfüllung der „erforderlichen Flexibilität“, um die russische Gefahr abzuwehren und mit den Alliierten gemeinsam die amerikanischen Interessen zu sichern, sowie die „westlichen Werte von Freiheit und Demokratie zu bewahren“.

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3 Kommentare zu "Polen will Milliarden für permanenten US-Militärstützpunkt zahlen"

  1. Natoexit und Dexit | 18. März 2019 um 10:13 | Antworten

    Den Polen könnte geholfen werden.
    Wie wäre es denn, wenn man Ramstein vollständig nach Polen verlegen würde? Die Polen wollen eine US- Militätbasis, die meisten Deutschen hingegen wollen Ramstein nicht.
    Ich denke das wäre eine absolute Win- Win Situation.
    Ich meine ja nur…

  2. Dann gehört denen das Geld von der EU abgezogen.
    Wenn sie ja soviel davon haben dass sie einen ausländische Macht bezahlen können gehört ihnen das eben abgezogen.
    Wie komme ich als Österreicher dazu diesen Schwachsinn mitzufinanzieren.

  3. Die haben wohl vollkommen den Verstand verloren! Wo bedroht denn Russland Polen? Warum fördern die noch den 3.Weltkrieg? Die USA liefern ohne Bündnis schon lange Kriegswaffen in die Ukraine und deren Chef sagte, der 3. Weltkrieg wird von der Ukraine gegen Russland starten! Die haben den Preis für die Gasdurchleitung angehoben und stänkern gegen Russland weil sie sich durch die USA stark fühlen und zerstören sich selbst. Das ist der reine Selbstmord zu Gunsten der USA, Europa und Russland zu vernichten und selbst schadlos bleiben. Und die EU unterstützt das auch noch. Hätte Deutschland nicht kapituliert wäre die Atombombe in Dresden gefallen statt Nagasaki. Kann man ja noch nachholen!

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