Privatanleger: Die Welt wird unsicherer. Goldanlagen steigen wieder

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Das Münchner Unternehmen „pro aurum“ zählt zu Deutschlands größten Handelshäusern für Edelmetall. Das Unternehmen führt jährlich eine Umfrage zum Thema Geldanlage durch, berichtet die „Welt“. Die jüngste Umfrage wurde vom Meinungsinstitut Forsa erhoben.

Demnach sind Goldanleger zwar weiterhin nicht der Ansicht, dass sich der Besitz von Gold aufgrund guter Renditechancen lohnt. Die Hauptgründe für die steigenden Anlagen in Gold liegen in der Steigerung und dem häufiger werdenden Auftreten geopolitischer und wirtschaftlicher Risiken weltweit. Goldanleger schätzen das Edelmetall daher als Wertspeicher und als Vermögensschutz für mögliche Risiken.

Nach Ergebnissen der Forsa Umfrage halten 72 Prozent der Goldanleger Gold als eine sichere Geldanlage. 71 Prozent halten Gold für eine gute Ergänzung zu anderen Geldanlagen. 60 Prozent erachten Gold als eine geeignete Geldanlage für risikoscheue Anleger und 45 Prozent der Befragten investieren in Gold, weil sich die Anlage aufgrund bald steigender Kurse lohnen wird.

Zuletzt sei die Nachfrage nach physischem Gold zurückgegangen, sagt das Goldhaus „pro aurum“. Für Edelmetallhändler waren die Geschäfte in der Vergangenheit eher schwierig, da der Goldpreis längere Zeit nicht stieg. Der „harte Kern“ der Goldanleger sei aber gut versorgt und mit neuen Käufern ist erst wieder bei einem Wertanstieg zu rechnen.

Anleger nehmen allerdings Risiken, die heutzutage mehr denn je von verschiedenen Seiten drohen können, stärker wahr und ernst. Diese Tatsache ist an Aktienmärkten nicht so wahrnehmbar. Nicht nur die Handelskonflikte zwischen USA, China und Europa beunruhigen. Auch das stetige Fortbestehen der Migrationsproblematik sowie der anhaltende Streit in der Koalition ist für viele besorgniserregend.

Nicht zuletzt ist es auch die Sorge um die europäische Gemeinschaftswährung, die für Goldanlagen spricht. Die neue italienische Regierung entfacht die Euro-Krise weiter an. Die Folgen eines Auseinanderbrechens der Euro-Zone sind für die Währung unabsehbar. Deutschland hat einen hohen Anteil an den Verpflichtungen der Europäischen Zentralbank. Auch als Inflationsschutz kommt Gold als klassische Geldanlage in Frage.

Vor diesen Hintergründen erklärt es sich, dass die Zahl der Goldanleger im Vergleich zum Vorjahr weiter angestiegen ist. 60 Prozent der Forsa-Befragten stimmen mit der Aussage überein, dass „Gold eine geeignete Geldanlage für risikoscheue Anleger ist“.

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