Renten: „Revolutionierung“ von Finanzminister Scholz ist reine „Nebelkerze“

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Vor wenigen Tagen kündigte Finanzminister Olaf Scholz (SPD) eine „Revolutionierung der Rentenfinanzierung“ an. Die Revolutionierung soll bewirken, dass das heutige Rentenniveau von 48 Prozent des Lohns auch noch im Jahre 2040 besteht. Scholz will die Renten „zukunftssicher“ machen. Einen ähnlichen Spruch gab es bereits vom ehemaligen Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung, Norbert Blüm (CDU) – „Die Rente ist sicher“. Kaum ein anderer politischer Satz brannte sich in die Köpfe der Deutschen ein, wie dieser.

Jetzt will Scholz das aktuelle Rentenniveau bis 2040 stabilisieren. Wer sich seit längerem mit dem Thema Renten befasst weiß, dass es mit einer Stabilisierung des heutigen Rentenniveaus bei weitem nicht getan ist. Damit würde der seit Jahren stattfindende Raubbau an Renten für weitere 20 Jahre schlicht fortgesetzt. Um Altersarmut zu bekämpfen reicht es nicht aus, die Renten zu stabilisieren. Denn das Niveau von 48 Prozent des Lohns bringt die Rentner bereits heute an Rand der Armut oder in die Armut.

Wie will Scholz zudem heute Entscheidungen für das Jahr 2040 treffen können. Das ist pure Irreführung der Wähler, eine reine Nebelkerze. Genau wie die Zahl 48 Prozent des Lohns. Denn die realen Rentenbezüge werden künftig sogar noch darunter liegen, weil sich der Besteuerungsanteil der Renten schrittweise erhöhen wird. Grund dafür ist eine Gesetzesänderung aus dem Jahr 2004. Wer dieses Jahr in den Ruhestand geht, muss seine Renten bereits zu 76 Prozent versteuern. Wer im Jahr 2040 in Rente geht, muss seine Rente zu 100 Prozent versteuern.

Sogenannte „Neurentner“ bekommen dann sogar noch weniger als 45 Prozent vom verdienten Lohn. Realistisch wäre jedoch eine Nettorentenquote um 75 Prozent. Damit könnte man den gewohnten Lebensstandard einigermaßen bewahren. Damit wäre man in Deutschland sogar noch ein verhältnismäßig bescheidener Rentner. Denn in acht EU-Staaten liegt die Nettorentenquote bei 80 Prozent, in Österreich sogar bei über 90 Prozent. Experten haben berechnet, dass im Jahr 2030 etwa über zehn Millionen Menschen in Deutschland in Altersarmut leben werden.

Von einer Revolutionierung der Renten kann mitnichten die Rede sein. Zudem ist die SPD für viele der heute bestehenden Rentenreformen mitverantwortlich. Und damit für die steigende Altersarmut in Deutschland. Anstatt diese Reformen zurückzunehmen, werden immer neue Nebelkerzen gezündet.

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3 Kommentare zu "Renten: „Revolutionierung“ von Finanzminister Scholz ist reine „Nebelkerze“"

  1. Alle, aber auch alles was die Politik uns so als Erfolg und großen Wirf verkauft hat, ist die reine Scheiße, auch ! Es trat bisher immer das Gegenteil ein! Da wundern die sich über kriegs- ähnliche Zustände im Lande? mit staatlicher Verordnung werden andere Meinungen von euch gelöscht! Ihr bekommt allesamt bei der nächsten Wahl auf keine 5% ihr selten dämlichen Hohlköppe!

  2. Ich kenne die Lösung für unsere Renten. Jagt diese Verbrecherbande zum Teufel, dann ist genug Geld da um anständige Renten zu bezahlen.

  3. Vor etwa 25 Jahren, damals war die Presse noch einigermaßen der Wahrheit verpflichtet, las ich in der Zeitung folgenden Satz:
    Die Amerikaner sind viel zu schlau, um die Hoheit über ihre Renten den Politikern zu überlassen. Da stand auch, daß die US-Renten durchschnittlich doppelt so hoch seien wie die deutschen.

    Begreife, deutscher Dödel: Die Pensionen sind sicher!

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