Saudi-Arabien wird vom militärisch-industriellen Komplex der USA erpresst

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Das Verschwinden und der angebliche Mord an dem saudischen Journalisten und Kolumnisten der Washington Post, Jamal Khashoggi, belasten die Beziehungen zwischen den USA und Saudi-Arabien. Trump warnte die Saudis vor einer „schweren Strafe“, wenn es sich herausstellt, dass die saudische Regierung für den angeblichen Mord an dem Journalisten verantwortlich ist.

Obwohl Khashoggi innerhalb des saudischen Konsulats verschwand, lehnt die saudische Regierung bislang jede Beteiligung ab und drohte mit einer „noch stärkeren Reaktion“, sollten die USA Saudi-Arabien ins Visier nehmen.

Militärisch-industrieller Komplex übt Druck aus

Amerikanische Quellen behaupten jetzt, dass die Reaktion Trumps und vieler Politiker auf Khashoggis Verschwinden vom militärisch-industriellen Komplex – in diesem Fall Lockheed Martin – geleitet wird, sich aber als eine von „Menschenrechten“ motivierte Reaktion tarnt. Es soll erhebliche Beweise dafür geben, die Saudis erpresst werden sollen. Ihr Versprechen, das 15 Milliarden US-Dollar teure THAAD-Raketensystem zu kaufen, lösten die Saudis bislang nicht ein. Ende September deuteten sie an, dass sie stattdessen das billigere S-400 Raketenabwehrsystem Russlands kaufen wollen.

Während die Reaktion der USA auf den angeblichen Mord am Khashoggi auf die Verteidigung von Menschenrechten und Pressefreiheit dargestellt wird, sollen die Saudis stattdessen dafür bestraft werden, dass sie sich bislang weigerten, das amerikanische 15 Milliarden-Dollar Raketenabwehrsystem von Lockheed Martin zu kaufen. Khashoggis Verschwinden soll den USA lediglich einen bequemen Vorwand geliefert haben, die Saudis unter Druck zu setzen.

Die Reaktion der politischen Klasse der USA auf die Khashoggi-Affäre ist nur das jüngste Beispiel dafür, dass eine US-Regierung durch den militärisch-industriellen Komplex motiviert wird, sich aber als eine Politik ausgibt, die sich um „Menschenrechte“ sorgt.

Menschenrechtsverletzungen Saudi-Arabiens

Warum aber im Fall Khashoggi die plötzliche Sorge um die schreckliche Bilanz der saudischen Menschenrechtsverletzungen? Es ist doch nicht neu, dass in Saudi-Arabien immer wieder Journalisten und Blogger inhaftiert werden. Darüber hinaus trägt Saudi-Arabien dazu bei, dass Zehntausende jemenitischer Zivilisten in einem Krieg getötet werden, den es gegen dieses Land führt. Die meisten zivilen Opfer wurden durch Bombenangriffe der Saudi-geführten Koalition getötet.

Die Ermordung eines Journalisten in einem Konsulat auf ausländischem Boden könnte in der Tat einen gefährlichen Präzedenzfall darstellen. Deshalb haben auch andere mächtige Persönlichkeiten des politischen Establishments der USA gefordert, drastische Maßnahmen gegen die saudische Regierung zu ergreifen. Man forderte die USA auf, US-Waffenverkäufe an die Saudis sowie die geheimdienstliche Zusammenarbeit einzustellen und eine Resolution des UN-Sicherheitsrats gegen Saudi-Arabien.

Da die Sorge um die Einhaltung der Menschenrechte durch die Saudis erst nach dem Verschwinden Khashoggis entbrannte, dürfte etwas anderes Washingtons Besorgnis über angeblichen, staatlich verordneten saudischen Morde antreiben. Was hat Saudi-Arabien von Vergeltungsmaßnahmen der USA? Ein kürzlich durchgesickertes Memo des Außenministeriums soll belegen, dass die Waffenverkäufe der USA an die Saudis der wichtigste Faktor für die anhaltende Unterstützung der Trump-Administration für den Krieg im Jemen waren.

Trump ist eine Marionette des MIK

Wenn sich die Saudis, wie nun geschehen, von dem großen Waffengeschäft mit den USA zurückziehen würden, dann würde es aus Washington Vergeltung geben. Genau das ist durch das Verschwinden Khashoggis nun passiert. Die Saudis ziehen sich aus einem US-Deal zurück und sind nun an Waffen des Konkurrenten interessiert. Trump scheint von militärisch-industriellen Komplex in Bedrängnis gebracht worden zu sein. Er sagte jüngst, dass die US-Waffenhersteller nicht darunter leiden dürften, wenn er die Saudis bestrafe. D. h. der Deal muss unbedingt umgesetzt werden.

Politische Analysten in den USA glauben, dass der Khashoggi-Skandal konstruiert wurde, damit die Saudis amerikanische Waffen kaufen. Möglich wäre es, denn die USA haben bereits Ländern, die am Kauf der russischen S-400 interessiert sind, gedroht, sie mit Sanktionen zu belegen. Die Sanktionen gegen die Saudis könnten schon in Arbeit, das Verschwinden Khashoggis nur ein Vorwand sein.

Quelle: https://bit.ly/2JfdTXk

 

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