Schlechte Vorzeichen: US-Rating-Agenturen vergrößern EU-Italien-Probleme

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Die US-Rating-Agenturen haben oftmals im Sinne der USA agiert. Jetzt wird es für die EU dramatisch. Denn Italien ist hochverschuldet. Die Banken sind sehr gefährdet. Der Staatshaushalt wird im jüngsten Entwurf gegen die EU-Vorgaben massiv weiter in die roten Zahlen geführt. Das ist bekannt. Nun aber tritt ein Ereignis ein, das die wahren Interessen der USA aufdecken dürfte. Die Rating-Agenturen senken den Daumen. Damit werden Anleihen – sprich: die Neuverschuldung – teurer. Dies ist auf den ersten Blick logisch, auf den zweiten nicht. Und damit wird ein Problem sichtbar….

Die Rating-Agenturen sind widersinnig

Holen wir aus: Die Rating-Agenturen müssen ihrem eigenen Verständnis und Auftrag nach die Zahlungsfähigkeit von Schuldnern beurteilen. Dabei sind „AAA“-Bewertungen besser als etwa „CCC“-Bewertungen. Das schlägt sich in den Konditionen nieder: Je niedriger die Bewertung ausfällt, desto mehr Geld muss der Schuldner für künftige Anleihen in der Regel bezahlen. Entweder die Anleihen werden zu günstigeren Kursen an den Markt gebracht oder der Zinssatz steigt.

Wenn nun mit Fitch die erste Agentur den Ausblick auf „negativ“ senkt, dann wird es für Italien also noch teurer, sich zu verschulden. Das Land leidet unter höheren Rückzahlungen und kann auf diese Weise in einen weiteren Schuldenkreislauf geraten.

Kritiker werfen den US-Rating-Agenturen nun vor, nicht objektiv zu sein, sondern – etwa hier – fremden Schuldnern indirekt zu schaden. Das trifft hier aufgrund einer kleinen Überlegung tatsächlich nachvollziehbar zu: Die Anleihen werden von der EZB, der Europäischen Zentralbank, faktisch abgesichert. Wir zahlen, wenn Italien vor dem Staatsbankrott stünde. Insofern kann die Bewertung nicht negativ sein. Sie könnte allenfalls „neutral“ ausfallen.

Die neue Bewertung wird der gesamten EU bzw. Euro-Zone schaden, insofern jetzt das Risiko, für Italien haften zu müssen, steigt. Ein interessantes Beispiel dafür, wie die großen US-Rating-Agenturen in die Finanzmärkte und die Politik eingreifen (können).

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