Schweden hat gewählt – Medien sprechen von „Rechtsruck“

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Gestern fanden in Schweden die Parlamentswahlen statt. Nach aktuellen Hochrechnungen liegen die Sozialdemokraten mit 28,4 % zwar noch vorne. Sie stellen aber keine Mehrheit mehr dar. Die klaren Wahlsieger sind die rechtsnationalen Schwedendemokraten (SD). Sie haben 17,8 % der Stimmen erreicht. Partei-Chef Jimmie Akesson sagte am Wahlabend, er sei bereit, mit allen Parteien zu sprechen. Dies gelte allerdings besonders für die Konservativen. Bislang haben alle Volksparteien eine Zusammenarbeit mit den Schwedendemokraten ausgeschlossen.

Bislang regierte in Schweden eine rot-grüne Minderheitsregierung. Allerdings haben auch die Grünen an Stimmen verloren. Sie sind von 6,8 % in 2014 auf jetzt 4,4 % abgerutscht. Damit dürfte eine stabile Regierungsmehrheit nicht mehr zu erreichen sein. Gewonnen hat auch die schwedische Linkspartei. Sie hat von 5,7 % auf 7,9 % zugelegt. Die Sozialdemokraten sind jetzt selbst in dem sozialdemokratisch geprägten Schweden schwer abgestraft worden. Die sogenannten „Rechtspopulisten“ feiern einen historischen Erfolg.

Seit der Flüchtlingskrise 2015 hat sich die Parteienlandschaft verändert. Rechte Parteien sind auf dem Vormarsch. Sozialdemokraten verlieren in allen EU-Ländern, wie Deutschland vor einem Jahr. In Österreich und Italien sind rechtsnationale Parteien inzwischen an der Regierung. Nur noch in sechs EU-Staaten führen klassische Mitte-links-Parteien die Regierung: Portugal, Malta, Spanien, Rumänien, die Slowakei und bis gestern Schweden. Nun mussten die Sozialdemokraten auch in Schweden große Verluste hinnehmen. Wer Schweden künftig regieren wird, ist bislang unklar.

Das Wahlergebnis verwundert wenig, denn seit der Migrationskrise steht Schweden vor besonders schweren Herausforderungen. Seit 2015 hat die Kriminalität sprunghaft zugenommen. Beinahe täglich kommt es zu Schießereien oder Messerstechereien. Autos werden angezündet, Menschen ermordet und täglich finden sexuelle Übergriffe und Gewalttaten statt. Die Zustimmung für die Schwedendemokraten verwundert also wenig. Die Inhalte der SD sind vergleichbar mit der deutschen AfD. Sie sind seit 2010 im schwedischen Parlament und setzen sich für Meinungsfreiheit ein. Denn auch in Schweden sind immer mehr Menschen durch politische Äußerungen in die Mühlen der Justiz geraten.

Der Chef der Schwedendemokraten Jimmie Akesson hatte vergangene Woche noch eine Todesdrohung erhalten. Der Brief enthielt Drohungen, den Politiker sowie seinen vierjährigen Sohn zu enthaupten. Der Brief war mit der Flagge des „Islamischen Staates“ gekrönt.

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4 Kommentare zu "Schweden hat gewählt – Medien sprechen von „Rechtsruck“"

  1. Harald Schröder | 10. September 2018 um 12:18 | Antworten

    Die Schweden
    haben sich endgültig für den eigenen Untergang entschieden.
    —–
    https://tagebuch-ht.weebly.com/n.html
    —–
    Paris: Afghane sticht wahllos auf Menschen ein – sieben Schwerverletzte
    Frankreich bedroht die Einheit der EU – Ungarischer Außenminister weist „Erpressung“ Ungarns zurück

  2. Abwarten. Für mich haben die Schweden deutlich gemacht, daß sie sich gut regiert fühlen. Der Löfven wird den Löffel nicht einfach so abgeben, er wird eher merkeln. Dazu holt er sich die erstarkten Linken mit ins Boot und bekommt eine stabile Minderheitsregierung.
    Nichts Neues also in Schweden???

  3. Vernunftsruck statt Rechtsruck. Kein normaler Mensch kann die vielen Verbrechen ohne jeden Regreß und verharmlosen wie bei uns einfach hinnehmen. Jeder Staat hat zuerst seine Bürger zu schützen und Schaden abzuwenden. Sonst kommt halt die Quittung, leider noch zu wenig.

  4. Die Schweden haben sich sehr schnell, der Demokratie genannten Lügenpolidiotie angepaßt. Man darf gespannt sein, wie die ihr Wahldebakel lösen, man darf auch gespannt sein, was die Schweden machen, wenn ihr Wille so mit Füßen getreten wird….von Demokraten…..KOTZ!!!!!

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