Schweden: Weniger Verbote – und „Herdenimmunität“ im Mai?

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (1 votes, average: 4,00 out of 5)
Loading...
CoronaCorona

In Schweden bricht die Welt zusammen, so der Eindruck aus den Medien in den vergangenen Tagen. Die Schweden hätten mit ihrer laxen Politik zum Corona-Virus ein Massensterben zu verantworten. Nun klingt alles anders. So sieht der dort am stärksten gefragte Epidemiologe Schweden davor, vielleicht schon im Mai die „Herdenimmunität“ zu erzeugen. Also jene Immunität, die dafür sorgen kann, dass hinreichend Menschen nicht mehr erkranken können.

Restaurants haben geöffnet

Dabei haben etwa die Restaurants geöffnet, sofern der Mindestabstand von zwei Metern eingehalten wird. Das Versammlungsverbot zählt lediglich für Menschenansammlungen von über 50 Personen.

Anders Tegnell, der genannte Epidemiologe, gab nun bekannt, dass die „mathematischen Modelle darauf hindeuteten, in Stockholm könne es im Mai die „Herdenimmunität“ geben. Wäre dies der Fall, dann hätte das Land für sich den besseren Weg gegenüber anderen Staaten gefunden. Deutschland etwa muss auf den Impfstoff warten.

Wir hatten im Detail beschrieben:

„Schweden ist das Land mit den wenigsten Beschränkungen des öffentlichen Lebens in Europa. Es gibt derzeit nur zwei Verbote im Land: Menschenansammlungen von mehr als 49 Personen sind untersagt. Außerdem gilt seit dem 3. April ein Besuchsverbot für Pflege- und Altersheime. Aber nach wie vor gibt es keine Ausgangs- oder Kontaktsperren im Land. Schulen bis zur Klasse 9 und Kindergärten bleiben geöffnet – ebenso Spielplätze, Sportanlagen, Schwimmbäder und Bibliotheken. Selbst ein Kinobesuch ist in einem Saal mit maximal 49 Personen möglich.

Auch Cafés und Restaurants dürfen noch Gäste bewirten. Allerdings haben die Betreiber dafür zu sorgen, dass ausreichend Abstand zwischen den Gästen eingehalten wird. Zwar gab es einzelne Verstöße in Restaurants und Cafés in Schweden. Dennoch ist ein generelles Schließen von Restaurants und Cafés nicht geplant. Die Bürger Schwedens wurden lediglich dazu aufgefordert, auf unnötige Reisen zu verzichten und wenn möglich, keine öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen. Wer kann, solle von zuhause arbeiten. Aber all diese Maßnahmen beruhen auf Freiwilligkeit.

Die genannten Maßnahmen beruhen auf Empfehlungen der Nationalen Schwedischen Gesundheitsbehörde und nicht auf Anordnungen der Regierung. Schweden verfolgt dabei zwei Hauptmaßnahmen: Wer sich krank fühlt, soll zuhause bleiben. Wer älter als 70 Jahre ist oder Vorerkrankungen hat, soll social distancing betreiben. Die Bürger sind zudem aufgefordert, beim Einkaufen Abstand zu halten. Schweden betonte, dass sich die Strategie des Landes grundsätzlich kaum von denen anderer Länder unterscheide. Jedoch setze das Land eher auf Freiwilligkeit und Einsicht der Bürger.

Die Zahl der Neuerkrankungen in Stockholm hat sich indes abgeschwächt und in vielen Teilen des Landes sind Neuinfektionen sehr gering. Wir werden die Entwicklung in Schweden – wegen der weitergehenden Freiheiten – hier verfolgen. „

Bei uns in Deutschland muss sogar das Verfassungsgericht einschreiten, um den Staat zu bändigen.

Diese und tausende andere News finden Sie ab jetzt auch auf Krisenfrei.de
  • Deutschlands größte alternative Suchmaschine
  • Über 2000 News aus allen TOP Quellen
  • Unabhängig und Übersichtlich
>>> JA, ich möchte alle alternativen News auf einen Blick

3 Kommentare zu "Schweden: Weniger Verbote – und „Herdenimmunität“ im Mai?"

  1. die DEUTSCHEN rennen doch der IMPFUNG hinterher.
    ich hoffe das sie AUFWACHEN, so wie jetzt die lage ist, mal sehen.
    die wahrheit siegt.
    WWG1WGA

  2. „Herdenimmunität“ gibt’s nicht mal auf dem Bauernhof. Wenn Israel seine „Herdenimmunität“ durch hat, ist das Land entvölkert. Denn Grippe bleibt Grippe. Man fühlt sich ja nicht weniger elend, weil die anderen sich elend gefühlt haben. Es sei denn, man sagt sich: dem anderen ging’s auch nicht besser. Schwacher Trost. Am Ende stirbt jeder für sich allein.

    In Bnai Brak, einer Stadt in Israel, sind nach israelischer Schätzung von den 200.00. Einwohnern 66.000 Menschen infiziert. Mehr Zahlen habe ich nicht gefunden.
    Trotzdem wirbt Israel mit dem besten Ranking der Welt im Krisenmanagement.

    Griechenland, das Land mit dem schlechtesten Krisenmanagement der Welt, glaubt man dem Unterton der Presse, hat 2000 Infizierte. Ein paar mehr werden es seit vorgestern wohl sein.

    Die Apokalyptiker tauchen immer dann auf, wenn es nichts zu sagen gibt.
    mal so:

    1Und ich hörte eine große Stimme aus dem Tempel, die sprach zu den sieben Engeln: Gehet hin und gießet aus die Schalen des Zorns Gottes auf die Erde!
    Und der erste ging hin und goß seine Schale auf die Erde; und es ward eine böse und arge Drüse an den Menschen, die das Malzeichen des Tiers hatten und die sein Bild anbeteten. (Apk 16, 1-2)

    Und der fünfte Engel goß aus seine Schale auf den Stuhl des Tiers; und sein Reich ward verfinstert, und sie zerbissen ihre Zungen vor Schmerzen und lästerten Gott im Himmel vor ihren Schmerzen und vor ihren Drüsen und taten nicht Buße für ihre Werke. (Apk 16, 9-11)

    Scheinbar erfahren wir bald, wer das „Tier“ ist?

    Besser man ißt Knoblauch und tut Buße.

    Shalom! Für meinen Freund Jesaja!

  3. Peter Lüdin | 13. Mai 2020 um 14:33 | Antworten

    Man muss offen kommunizieren, dass niemand genau wissen kann wie viel Lockerung optimal ist. Man kann daher auch mutiger lockern mit der zuvor angekündigten Massgabe, dass man wieder „zurück“ gehen muss, falls die Infektionszahlen zu stark steigen. Versteht jeder. Ist eine normale Regelung. Denn unter dem Strich gibt es mit einem eventuellem „Zurück“ die grösste Bewegungsfreiheit und den geringsten wirtschaftlichen Schaden.

Hinterlasse einen Kommentar

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*