+++ Schweizer Labor: Stammt Skripal-Gift aus NATO Arsenal? +++

Skripal-Nato

Nach dem Anschlag in Salisbury auf den ehemaligen russischen Doppelagenten Skripal und seine Tochter haben Schweizer Spezialisten das Gift untersucht, mit dem die beiden vergiftet wurden. Das Schweizerische Institut für ABC-Schutz hat die Proben untersucht, die die Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) am Anschlagsort in Salisbury genommen hatte.

Wörtlich lautete das Gutachten nach bislang unwidersprochenen Angaben des russischen Außenministers Lawrow aus vertraulichen Quellen („nach bislang unwidersprochenen Angaben des russischen Außenministers Lawrow aus vertraulichen Quellen“ nachträglich aufgenommen, d. Red.): „Im Zuge der Untersuchung sind in den Proben Spuren der toxischen Chemikalie BZ nachgewiesen worden, die zu den chemischen Waffen zweiter Kategorie gemäß der Chemiewaffenkonvention gehören“. BZ ist ein Nervengift, das Menschen vorübergehend bewusstlos macht. Die Wirkung entfaltet sich wenige Minuten nach der Kontamination und hält zwei bis vier Tage an.

Dieses Nervengift habe zu dem Arsenal der Streitkräfte der USA, Großbritanniens und weiterer NATO-Staaten gehört. In der Sowjetunion wurde dieses Gift nicht entwickelt. In den Proben des Giftcocktails seien auch Spuren des Nervengiftes Nowitschok gefunden worden.

(Zusätzliche Anmerkung d. Red.:) Möglich scheint allerdings, dass der Fund von BZ in den Proben tatsächlich einer Kontrollprobe zuzuordnen ist, was das untersuchende Labor wiederum nicht unterscheiden kann.

Bereits vor zwei Wochen gab es im Fall Skripal die erste Wende. Das britische Labor Porton Down teilte mit, dass die Herkunft des Nervengiftes aus Russland nicht nachweisbar sei.

Trotz der recht komplexen (eindeutig gestrichen, d. Red.) Beweislage, dass Russland den Anschlag auf Skripal nicht verübt hat, lehnt die Europäische Union eine Sondersitzung der OPCW, die auf Antrag Russlands in Den Haag stattfinden soll, ab. Russland hatte die Sondersitzung eingefordert, um mit weiteren 14 Staaten eine völkerrechtskonforme Untersuchung des Falles einzuleiten. Großbritannien hatte das Ersuchen mit den Worten abgelehnt, „Russland betreibe eine perverse Ablenkungstaktik“.

Watergate Redaktion 16.4.2018

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