SELTSAM: Mesut Özil bereut Foto mit Erdogan nicht

Wahlen getürkt

Der DFB hatte seine Stars Özil und Gündogan in der Erdogan-Affäre um Reue gebeten. Die beiden Stars hatten sich mit Erdogan ablichten lassen, es wurde sogar ein Trikot überreicht, das an „meinen Präsidenten“ ging. Erstaunlich genug. Denn Özil will sich der Wirkung des Fotos nicht bewusst gewesen sein. Er hat nun einen Brief geschrieben.

Wurzeln meiner Vorfahren…

Dabei betont er die Wurzeln seiner Vorfahren. Das Foto selbst habe er gemacht, ohne die politische Lage in der Türkei damit berücksichtigen zu wollen. Hätte er den Präsidenten nicht getroffen, lässt er wissen, würde er die Wurzeln seiner Ahnen nicht respektieren.

Das Foto also habe keinen politischen Hintergrund gehabt. Erstaunlich genug, meinen Beobachter, dass es nur um das höchste Amt und den Respekt davor gegangen sei. Er sei eben kein Politiker und daher wäre das Foto auch keine Unterstützung.

Schließlich hätte er das Bild „so oder so gemacht“, so der Fussballer.

Dann hat die Erziehung durch den DFB offenbar nicht so gut funktioniert wie gewollt. Denn Özil war sowohl beim Bundespräsidenten, um sich dort zu erklären, als auch öffentlich aufgefordert worden, sich der Öffentlichkeit zu stellen. DFB-Präsident Grindel und Sportdirektor Bierhoff hatten sicherlich anderes im Sinn als eine solche Erklärung.

Andere Fussballlehrer wie der in Deutschland beliebte Jürgen Klopp hatten Kritiker gebeten, in der Angelegenheit „den Mund (zu) halten“. Seltsam unpolitisch der DFB, meinen Kritiker allerdings. Schließlich findet die nächste Fussball-WM auch auf Wunsch oder Unterstützung des DFB in Katar statt. Die Arbeits- und Lebensbedingungen dort schrecken den DFB offenbar nicht. Man will Fussball spielen und macht Politik – das kann der Verband kaum übersehen. Insofern ist die Angelegenheit auch nach dieser Erklärung schlicht ein handfester Skandal.

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1 Kommentar zu "SELTSAM: Mesut Özil bereut Foto mit Erdogan nicht"

  1. Volker Schulz | 23. Juli 2018 um 12:44 | Antworten

    Özil ist zurückgetreten. Das ist gut so, aber ich hätte mir einen Rauswurf gewünscht. Özil wäre nicht der stolze Türke mit Geringschätzung von allem, was deutsch ist, würde er seinen Weggang nicht noch mit Rassismusvorwürfen gegen Funktionäre des DFB verbinden.
    Ich habe den Kerl nie gemocht mit seiner Arroganz und seinem miesen Spiel, das manchmal wie demonstrative Arbeitsverweigerung aussah. Jetzt verachte ich ihn aus tiefstem Herzen.
    Und Löw, der die Hauptverantwortung trägt, muß uns nun auch endlich erlösen.
    Und ja, wenn Löw Özil wegen absolut unzureichender Leistungen abserviert hätte, dann wäre er mit Unterstellungen rassistischer Motive konfrontiert worden. In so einem Land leben wir, und er hätte es aushalten müssen. Immer noch besser, als als der schlechteste Weltmeister aller Zeiten dazustehen.

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