Skrupellos: Bundestagsabgeordnete und ihre Nebenverdienste

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Eine Studie weist nun nach, dass annähernd jeder dritte Abgeordnete im deutschen Bundestag noch nebenher Geld verdient. Dies ist vollkommen legal, da der Bundestag gerade ein Querschnitt durch die Bevölkerung sein soll. Warum sollten Anwälte und Co. nicht im Bundestag sitzen? Bei den Gehältern im Bundestag, die inzwischen gezahlt werden, bei der Erhöhungsrunde, über die wir zuletzt berichtet hatten, stellt sich dann aber die Frage nach der Moral. Denn denjenigen, die nebenher viel verdienen, fehlt an sich die Zeit für ihre Haupttätigkeit – oder?
Stiftung weist nach: Union und FDP mit den meisten Nebenentgelten.

Fleißig Geld verdienen

Die Studie wird von der „Süddeutschen Zeitung“ aufgegriffen und von der „Otto-Brenner-Stiftung“ (OBS entwickelt. Dies ist eine Organisation der IG Metall. Auch die IG Metall resp. diese Stiftung ist offenbar nicht der Meinung, hier liege Käuflichkeit oder dergleichen vor. Nur sei dies der Eindruck, der nach draußen entstünde. Genau so sehen wir es in dieser Redaktion gerade nach den Diätenerhöhungen auch. Der Eindruck jedenfalls ist fatal.
Die CDU und die FDP-Abgeordneten verdienen offenbar besonders viel und fleißig nebenher, heißt es.

Das passt zum Bild, das die Öffentlichkeit sich von der Politik in Deutschland macht. So beklagen die Macher der Studie auch, dass die GroKo anders als verlangt kein „Lobbyregister“ in Deutschland etabliert hätte. Dann hätten Lobbyisten aufführen müssen, wer was und warum Einfluss auf bestimmte Fragen nimmt. In Nordamerika, also auch in den USA, in Irland und in Slowien soll dies nach Angaben von „Lobbycontrol“ seit Jahr und Tag der Fall sein.

Die Einkommen selbst sind nur nach den Angaben ausgewertet worden, die Abgeordnete auf der Webseite machen (müssen). Kleinere Einkommen entfallen dann einfach. 41m,7 % aller Abgeordneten, die Nebeneinkünfte beziehen, entstammen der CDU-Fraktion. 20,9 % kommen aus der – wesentlich kleineren – FDP. Relativ betrachtet sind CDU- und FDP-Abgeordnete auch relativ in der eigenen Fraktion die Meist-Nebenverdiener. Das heißt, in dieser Fraktion (in diesen Fraktionen) verdient ein so hoher Anteil wie bei keiner anderen Fraktion Nebeneinkommen.
Gut, wenn Abgeordnete aus dem Volk kommen und Geld verdienen – seltsam, wenn dies teils nicht publiziert wird und wenn dies auch nicht davor schützt, dass sich die Abgeordneten noch Gelder nebenher genehmigen – aus der Staatskasse.

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5 Kommentare zu "Skrupellos: Bundestagsabgeordnete und ihre Nebenverdienste"

  1. Wie kann das VOLK einen Kanzler direkt wählen?
    Diese Zarin in Berlin hat das Land doch völlig ruiniert mit ihrer Selbstherrlichkeit und Machtgier-und die sog. Abgeordneten des Volkes? Abschaum der Menschheit!
    Gibt es keinen Menschen in unserem Land, der das ändern kann?????

  2. hab icg doch gerade. Verarsch..Sie die Leute auch?????

  3. Warum verschweigen Sie, dass die Abgeordneten der AFD-Fraktion an dritter Stelle beim Abkassieren durch Nebenjobs stehen? Sie kritisieren, dass die Einkünfte der Abgeordneten mit Nebenjobs nicht ausreichend von den anderen Medien publiziert werden. Da passt etwas nicht zusammen in Ihrer Berichterstattung.

    • Sehr geehrte Damen und Herren,
      das Verschweigen hat nichts mit der AfD zu tun, sondern damit, dass wir uns auf die ersten beiden genannten Fraktionen konzentrieren wollten – bei denen der Anteil an Nebenherverdienern innerhalb der Fraktion besonders hoch ist (> 40 %). Würden wir uns den Drittplatzierten auch noch ansehen, dann auch den Viertplatzierten und den Fünftplatzierten. Hier geht es ausdrücklich NICHT um ein AfD-Lob. MfG

  4. Bundestagsabgeordnete dürfen ohne Ende dazu verdienen während die junge Witwe bestraft wird wenn sie Vollzeit arbeiten geht und zuviel verdient wird die Witwenrente gestrichen, dies sollte man auch bei den Abgeordneten einführen

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